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Discovery Dock in der Hafencity © Discovery Dock

Discovery Dock: Faszination Hafen in VR

Innovatives Hafenmuseum verbindet die Wachstumsmärkte Tourismus und Edutainment und setzt auf neue Technologien

Der Hamburger Hafen – einer der 20 größten Häfen der Welt und die Nummer 3 in Europa – blickt auf eine fast 830-jährige Geschichte zurück und übt auf Touristen wie auf Hamburger eine anhaltende Faszination aus. Hier laufen Kreuzfahrtriesen wie die luxuriöse Queen Mary 2 ein und locken immer wieder aufs Neue Schaulustige in Scharen an die Elbe. Und es docken Megafrachter an, wie die „Antoine de Saint Exupéry“, die es auf 400 Meter Länge und 59 Meter Breite bei einer maximalen Ladekapazität von 20.600 Standardcontainer (TEU) bringt.

Containerriesen eigenhändig abfertigen

Vor solchen „Riesen“ wirken schon Schlepper wie Zwerge, von Menschen ganz zu schweigen. Im Discovery Dock in der HafenCity – das Opening ist im April geplant – lässt sich das Größenverhältnis zwischen Schiff und Mensch quasi unmittelbar erleben: Durch Eintauchen in eine virtuelle Welt. „Wir wollen Menschen das Hafengeschehen nahebringen und dabei ungewöhnliche Perspektiven ermöglichen“, erklärt Susan Molzow, Geschäftsführerin der Hamburger Morgenpost Medien, die zur DuMont-Mediengruppe gehört. Durch Virtual- und Augmented Reality*- oder *360°-Videotechnologie erkunden Besucher den Mikrokosmos Hamburger Hafen, sitzen hoch oben in der Kanzel einer Containerbrücke und fertigen eigenhändig Schiffe ab. Oder sie erkunden die Tierwelt im Hamburger Hafen – immerhin finden sich in der Elbe Stint, Wollhandkrabbe und sogar Schweinswale wurden schon gesichtet.

Susan Molzow, Discovery Dock

Geschichten stehen im Mittelpunkt

„Die Technik selbst ist dabei eigentlich nur Mittel zum Zweck“, betont Molzow. Wir bedienen uns moderner Technik, um ein möglichst beeindruckendes Erlebnis zu schaffen. Die Geschichten stehen dabei im Vordergrund.“ Trotzdem dürfte das Discovery Dock Am Kaiserkai 60, quasi vis-à-vis der Elbphilharmonie, sowohl Hafen- und Hamburg-Fans als auch Technikinteressierte ansprechen. Zu den Partnern des innovativen Hafenmuseums gehören HPA, HHLA, die Reederei Aida Cruises, die Umweltbehörde und die Universität Hamburg. Eine Studierendengruppe um den VR-Experten Professor Frank Steinicke hat die Pilotanwendung programmiert.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Betreiber des Discovery Docks ist DuMont Media. „Wir erleben eine rasante Veränderung im Mediengeschäft und haben bereits vor rund zwei Jahren angefangen, neue Geschäftsfelder auszuloten, um weitere tragfähige Säulen für die Zukunft aufzubauen“, erklärt Molzow das Engagement des Verlages. Der Wachstumsmarkt Tourismus und Edutainment bietet sich da an und „aus dem Ausland, etwa Amsterdam und London, wissen wir, dass Touristen den Mixed Reality-Ansatz ausgesprochen attraktiv finden.“ Darauf setzt auch das Virtual Reality Headquarter (VRHQ) im Kreativspeicher M28, das ab Mai mit verschiedenen ´VR Experience Stations` Hamburger und Touristen ansprechen will. Die beiden Freizeitattraktionen liegen nur rund 700 Meter entfernt. Konkurrenz oder belebender Wettbewerb? „Ich denke, wir ergänzen uns wunderbar“, findet Molzow. „Im Kreativspeicher M28 geht es um den Abbau von Schwellenängsten und darum, VR den Menschen näher zu bringen. Bei uns findet sich der dazu passende thematische Angang.“
ys/kk

Weitere Informationen unter:
www.discovery-dock.de

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