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Die Cinuru-App - © 2018 Cinuru Research, Fotograf Falco Seeliger

Diese Tech-Startups wollen die Medienbranche revolutionieren

Acht internationale Gründerteams durchlaufen derzeit den Next Media Accelerator in der Elbmetropole. Hamburg News stellt die jungen Startups vor – Teil 1

Der 7. Batch des Next Media Accelerator (NMA) ist in vollem Gange: Acht internationale Media-Tech-Startups, die sich am Anfang ihrer Gründerkarriere befinden, durchlaufen ein sechsmonatiges Intensivprogramm in Hamburg. Dabei werden sie gezielt durch Experten und Unternehmer aus der Medien- und Technologiebranche gefördert und erhalten bis zu 50.000 Euro als Investition. Während dieser Zeit ist das betahaus, Hamburgs bekanntester Co-Working-Space, Dreh- und Angelpunkt. Die Gründerideen stammen mitunter aus den Bereichen Video, Recruiting und Gamification und sollen bis zum Demo Day am 17. Dezember 2018 weiterentwickelt werden. Hamburg News hat mit den Media-Tech-Startups über ihre Visionen, Wünsche und Ziele gesprochen und stellt die Teilnehmer des aktuellen Next Media Accelerators in einer kleinen Serie vor. Den Anfang machen die Projekte Cinuru und The Distriqt.

Das Gründerteam hinter Cinuru
Das Gründerteam hinter Cinuru

Cinuru – Kundenbindung im Kino digital revolutioniert

Cinema + Guru = Cinuru. Das fünfköpfige Gründerteam rund um Martina Berger und Jannis Funk hat eine Vision: Es will den Kinobesuch persönlicher gestalten und eine nachhaltige Verbindung zwischen Kino und Besucher schaffen. Und womit geht das am besten? Natürlich mit einer App. „Wir sind selber große Kinofans und hatten oft das Gefühl, Filme im Kino zu verpassen. Gleichzeitig kennen wir die Filmbranche und wissen, dass bisher sehr wenige Informationen über das Kaufverhalten und die Interessen von Kinobesuchern vorliegen. Wir wollten eine Lösung finden, die einerseits Kinobesuchern hilft, Filme nach ihrem Geschmack zu finden und andererseits den Kinos die notwendigen Informationen gibt, um ihre Kunden gezielt zu erreichen und sie auf ihr Programm aufmerksam zu machen“, berichtet Martina Berger von ihrer Motivation, Cinuru zu gründen. So können Kinobesucher mit der App Bonuspunkte sammeln und sich Filme merken, die sie interessieren. Die erhobenen Daten helfen wiederum den Kinos, ihren Besuchern bessere und individuellere Angebote zu machen.

Heimisch fühlt sich das Media-Tech-Startup auf dem Babelsberger Filmgelände in Potsdam. Als eine der größten Herausforderungen für Startups in der Frühphase nennt das junge Unternehmen die Finanzierung: „Wir freuen uns, dass der NMA uns unterstützt und uns die Türen zu weiteren potenziellen Investoren öffnet“.

Momentan läuft die App in ausgewählten Kinos, z. B. im Scala Programmkino Lüneburg, in der Pilotphase. Bis Ende des Jahres soll die App in weiteren Häusern verfügbar sein und auch für die kommenden Jahre hat das junge Unternehmen seine Zukunftspläne fest vor Augen: Nach Deutschland will das Startup in weitere europäische Länder expandieren. Vor allem liegt es den Gründern jedoch am Herzen, dass Filmfans wieder häufiger ins Kino gehen, weil sie künftig viel einfacher von Filmen erfahren können, die sie interessieren.

The Distriqt-Gründerinnen Nasanin Montazeri und Charlotte Richter-Kiewning
The Distriqt-Gründerinnen

The Distriqt – ein Streamingdienst von und für Frauen

Die Gründerinnen des Content-Startups The Distriqt verfolgen ein ambitioniertes Ziel. Sie wollen eine Entertainment-Bewegung von und für weibliche(n) Millennials starten. Mit anderen Worten: Eine Art Netflix mit Mehrwert für junge Frauen. Auf der Video-Plattform für Mobile und Desktop sollen zukünftig Magazine, Talks und Reportagen mit einer Länge zwischen 3 und 30 Minuten verfügbar sein. Mit diesem Angebot will sich The Distriqt von anderen Plattformen, wie YouTube, vor allem durch eines abheben: ein hoher Qualitätsanspruch. So sollen intelligente und tiefgründige Themen im Mittelpunkt stehen und keine Beauty-, Fashion- oder Lifestyle-Videos. Dabei decken die zwei Gründerinnen, Charlotte Richter-Kiewing und Nasanin Montazeri, die relevanten Bereiche der Medienindustrie ab: Unternehmensberatung, Marketing und Film.

Da sich The Distriqt noch in der Frühphase befindet, freut sich Mitgründerin Richter-Kiewing umso mehr, Teil des Next Media Accelerators zu sein: „Für ein junges Content-Startup wie uns kann es keinen besseren Ort geben: Wir können vom NMA-Know-how sowie der Infrastruktur profitieren und bekommen Zugang zu einem fantastischen Medien-Netzwerk. In den kommenden Monaten wollen wir The Distriqt weiter aufbauen, die Marke bekannt machen und Inhalte produzieren, die wir in unserem 'Creation Room’ kreiert haben. Darüber hinaus suchen wir die richtigen Investoren.“ So sollen zunächst erste Clips über Instagram getestet und eine Community aufgebaut werden, um ein „Proof of Concept“ zu liefern. In 2019 streben die Hamburgerinnen den Launch auf dem deutschen Markt an.
sb/kk

Quelle und weitere Informationen
www.nma.vc
www.medium.com/next-media-accelerator
www.cinuru.com
www.thedistriqt.com

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