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Verleihung IDEA-Award © Karolin Köcher

Diese Frauen setzen sich für die digitale Gleichstellung ein

IDEA – Innovation in Digital Equality Award. Preis des Hamburger Senats fördert Gleichstellungsideen im digitalen Raum. Drei Wegbereiterinnen ausgezeichnet

Am Freitag (18. Oktober 2019) wurde im Hamburger Rathaus zum ersten Mal der IDEA – Innovation in Digital Equality Award vergeben. Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank zeichnete stellvertretend für die Fachjury Frauen aus, die sich durch innovative Projekte oder herausragendes Engagement für die Gleichstellung von Frauen und Männern hervortun. Der mit 25.000 Euro dotierte Förderpreis wurde an zwei Frauen übergeben: Anja Schumann, Gründerin von Moinworld e.V., bekam den Förderpreis für eine Projektidee zum digital vermittelten Abbau von „Unconscious Bias” (unbewussten Vorurteilen). Claudia von Allwörden erhielt die Auszeichnung für ein App-Konzept für Existenzgründerinnen. Außerdem wurde Dr. Diana Knodel, App-Camps-Gründerin, ein Ehrenpreis für ihre Verdienste in der digitalen Gleichstellung von Frauen übergeben.

Geschlechterstereotype abbauen und Vertrauen aufbauen

So plant Anja Schumann, Gründerin von Moinworld e. V., mit ihrem Team, im Rahmen eines Summer Camps für Schülerinnnen „Unconscious Bias” bzw. Geschlechterstereotype spielerisch sichtbar zu machen und abzubauen. Sie teilt sich den Preis mit Claudia von Allwörden, die mithilfe des Preisgeldes eine App konzipieren will, die Investitionen in weiblich geführte Projekte, Unternehmen und Startups fördert. Den diesjährigen Ehrenpreis für besonderes Engagement erhielt Dr. Diana Knodel, Gründerin des gemeinnützigen Unternehmens App Camps. Die IT-Spezialistin veranstaltet bereits seit 2013 Camps, in denen junge Talente die Grundlagen der Programmierung lernen und eigene App-Ideen umsetzen können. Laut eigener Aussage der Preisträgerin waren über 40 Prozent der rund 250.000 jungen Menschen, die so in den vergangenen drei Jahren erreicht werden konnten, Mädchen. Sie sollen Vertrauen in ihre Fähigkeiten erlangen und Vorbehalte gegenüber Technik abbauen.

Frauen und digitale Technologien gehören zusammen

Der mit 25.000 Euro dotierte Förderpreis des Hamburger Senats prämiert technische Innovationen oder innovative Konzepte, die gleichstellungsorientierte analoge Lösungen digital überführen und/oder Gleichstellung digital weiterdenken. „Gleichzeitig machen die Preisträgerinnen mit ihrer großartigen Arbeit deutlich, dass Frauen und digitale Technologien zusammengehören. Dies ist ein wichtiges Signal für alle Frauen, die mit der Digitalisierung entstehenden Möglichkeiten aktiv zu nutzen und auf Chancengleichheit hinzuwirken“, so Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung. Das Preisgeld soll die Weiterentwicklung bestehender technischer Lösungen oder die Umsetzung innovativer Konzepte fördern. In diesem Jahr wurde die Auszeichnung erstmalig vergeben. Eine unabhängige Fachjury hat die Preisträgerinnen aus 18 (Förderpreis) bzw. sieben (Ehrenpreis) Vorschlägen ausgewählt.
js/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de
www.moinworld.de
www.appcamps.de

Innovation in Digital Equality Award

Der Hamburger Senat vergibt 2019 erstmals den IDEA-Award. Frauen sind bei der Gestaltung des digitalen Wandels noch zu wenig beteiligt und erhalten aufgrund von ‘Unconscious Bias’ im Tech-Bereich meistens weniger Gründungskapital als Männer. Darüber hinaus sind Frauen und Mädchen in Ausbildungs- und Studiengängen, die als besonders wichtig für den digitalen Wandel gelten, stark unterrepräsentiert. Ziel des Awards ist es, die Gleichstellung von Frauen in der digitalen Welt zu fördern und Positivbeispiele sichtbar zu machen. Startups, einzelne Personen, Vereine und Unternehmen können sich bewerben.

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