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v.l.n.r.: Matthias Iken - stellvertretender Chefredakteur Hamburger Abendblatt, Annemarie Heyl - Geschäftsführerin und  Gründerin KALE & ME, Tarek Müller - Geschäftsführer und Gründer ABOUT YOU, Frank Haberzettel - Bereichvorstand Nord Commerzbank AG - © Jan Siemers

Debatte: Wie gründerfreundlich und digital ist Hamburg?

Darüber diskutierten Startups und alteingesessene Unternehmen beim Digitalen Stammtisch. Auch Tarek Müller von AboutYou gab Einblicke in sein Startup

Das Interesse an Startups, ihrer Entstehung und Entwicklung ist in Hamburg ungebrochen. Das bewies am gestrigen Mittwoch einmal mehr der Digitale Stammtisch von der Commerzbank in Kooperation mit dem Hamburger Abendblatt: Jeder Platz in der Kuppel Hamburg, einer szenigen Event-Location nahe der Trabrennbahn Bahrenfeld, war besetzt. Grund dafür waren neben dem aktuellen Thema sicherlich auch die Speaker vor Ort. Tarek Müller, CEO und Gründer des Online-Modehändlers AboutYou, und Annemarie Heyl, CEO und Gründerin von Kale&Me, stellten ihre jungen Unternehmen vor und diskutierten über die Frage, wie digital Hamburg ist.

Das erste Einhorn Hamburgs

Als erster Speaker kam Tarek Müller auf die Bühne und stellte die Entstehungsgeschichte seines Unternehmens AboutYou vor. Dieses wachse stetig und ist in diesem Jahr zu Hamburgs erstem Unicorn, einem Unternehmen mit einer Bewertung in Höhe von über einer Milliarde US-Dollar, geworden. Grund für das schnelle Wachstum von AboutYou sei vor allem der Fokus auf Social Media gewesen. “AboutYou ist in den ersten Jahren über Social Media und Influencer bekannt geworden. So wurde eine schnelle Markenbekanntheit aufgebaut”, erläuterte Tarek Müller.

Saft als Lifestyleprodukt

Als nächstes verdeutlichte Annemarie Heyl die Geschichte ihres Unternehmens. Kale&Me bietet kaltgepresste Säfte an und musste in einem nahezu gesättigten Markt um Aufmerksamkeit kämpfen. “Wir wollten raus aus der Kategorie Lebensmittel, hin zu einem Lifestyleprodukt. Durch ein ästhetisches Produkt, welches sich gut fotografieren lässt, und die Zusammenarbeit mit Influerncern, konnten wir die Wertewahrnehmung positiv verändern”, erklärte die Gründerin den erfolgreichen Imagewechsel.

Hamburg: digital, innovativ, international?

Wie steht Hamburg als Gründerstadt da? Laut Annemarie Heyl sind besonders die gute Infrastruktur und das Interesse der Old Economy an Startups ein Pluspunkt für die Hansestadt. Nicht umsonst gebe es hier so viele Digitalunternehmen. Jedoch könnten Unternehmen noch internationaler sein, wandte sie ein. Dieser Ansicht war auch Tarek Müller; bei AboutYou werde immerhin größtenteils Englisch gesprochen. Die gute internationale Wahrnehmung Hamburgs durch gute Rankings sei ein weiterer Pluspunkt und mache Hamburg international bekannt und attraktiv. “Digital gesehen ist Hamburg in Deutschland okay. Deutschland ist aber allgemein im weltweiten Vergleich der Tech-Unternehmen hinterher. Hier braucht es mehr große Unternehmen als Vorbilder”, schloss Tarek Müller.
js/kk

Weitere Informationen:
www.whatsup2b.de

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