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Martin Mahn, Geschäftsführer und CEO Tutech © Tutech

CEO Martin Mahn: "Die Ware des 21. Jahrhunderts ist das Wissen"

Innovation braucht Orte, Inspiration und persönlichen Austausch, so der CEO der TuTech Innovation GmbH. Gibts alles auf dem Hamburg Innovation Summit

Der Hamburg Innovation Summit 4.0 ist eine Plattform für technologiebasierte Trends und Innovation: Top-Akteure aus Business, Science und Education stellen ihre Innovationen zu den diesjährigen Themen Future City, New Work und Deep Tech aus. Am Donnerstag (23. Mai 2019) kommen Visionäre, Gründer und Zukunftsgestalter in der Altonaer Fischauktionshalle Hamburg zusammen, um sich über neue Entwicklungen auszutauschen. Die Hamburg News sprachen mit Martin Mahn, Geschäftsführer der TuTech Innovation GmbH und Veranstalter des HHIS.

Hamburg News: Lieber Herr Mahn, was bedeutet Innovation für Sie ganz persönlich?

Martin Mahn: Der Begriff Innovation wird inzwischen ganz schön inflationär bemüht. Innovation entsteht aber nur durch die tatsächliche Anwendung neuer Ideen. Wenn also beispielsweise Forschungsergebnisse so weiterentwickelt werden, dass daraus neue Produkte oder Dienstleistungen entstehen. Zugleich ist die Akzeptanz des Nutzers wichtig – ohne die sich Neues nicht durchsetzen wird. Ohne Innovation wird eine Gesellschaft stehen bleiben.

Hamburg News: Braucht Innovation spezielle Orte und mehr Events wie zum Beispiel auch den Hamburg Innovation Summit oder ist es vor allem auch eine Haltung, ein Mindset und die Bereitschaft zum Wandel?

Martin Mahn: Ich denke, das ist vor allem eine Haltung. Eine Kopfsache. Und wir Deutschen sind ja nun nicht unbedingt als „Risk-Taker“ bekannt. Es muss uns gelingen, unseren Erfindergeist und unsere Gründlichkeit mit ein wenig mehr Wagemut zu verknüpfen. Was dann entsteht, ist u.a. auch auf dem HHIS zu sehen – zum Anfassen und Ausprobieren. Dafür braucht es ein Event, einen Ort. In unserer zunehmend digitalen Welt ist der persönliche Austausch nach wie vor unersetzlich und wird es auch bleiben.

Hamburg News: Kurz zum Hamburg Innovation Summit – was sind die Highlights in diesem Jahr, was nimmt der Besucher, die Besucherin mit?

Martin Mahn: Ganz sicher die Expo – sie zeigt jede Menge neue Ideen und Entwicklungen zum Anfassen. Zu den Highlights gehört die Keynote “Transfer Innovation” von Frank Salzgeber von der ESA. Aber auch die drei neuen Tracks „Future City“, „New Work“ und „Deep Tech“ mit toll besetzten Panels und Workshops, die diesmal sogar zum Teil auf der Elbe stattfinden. Nicht zu vergessen die Hamburg Innovation Awards in drei Kategorien: Am Abend werden die neun Finalisten erfahren, wer gewonnen hat. Und wie immer sind Austausch, Netzwerken und innovational Klönschnack wichtig.

Hamburg News: Wo sehen Sie die größten Chancen für Hamburg als Innovationsstandort?

Martin Mahn: Hamburg ist eine Handelsstadt. Hamburg hat Industrie. Aber Hamburg hat auch Wissenschaft. Das wird oft vergessen. Hier sind massive Investitionen notwendig – und erste Weichen in diese Richtung auch bereits gestellt. Die Ware des 21. Jahrhunderts ist das Wissen. Davon sollten wir möglichst viel produzieren – denn das hilft auch Handel und Industrie.

Hamburg News: Was ist in Hamburg in dieser Hinsicht schon sehr gut und was braucht die Stadt, um noch innovativer zu werden?

Martin Mahn: Sie sollte ihre Stärken nutzen: Die schon ausgeprägte Wissenschaftslandschaft noch weiter ausbauen. Das Thema Wissenstransfer stärken. Noch mehr Unternehmerinnen und Unternehmer entwickeln und anziehen. Und Experimentierfelder für das Ausprobieren neuer Technologien schaffen. Mit dem Hafen haben wir beispielsweise ein großes „Testbed“, das andere Städte so nicht haben.

Hamburg News: Lieber Herr Mahn, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg für den HHIS!

Das Interview führte Karolin Köcher

Weitere Informationen:
hamburg-innovation-summit.de

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