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Ahead-Gründer Johannes Schröder und Philip Brohlburg © Victor Uhl für Ahead GmbH

Biohacking – made in Hamburg

Das Startup Ahead will mit Nahrungsergänzungsmitteln für eine bessere Performance sorgen. Lessons vom Biohacking-Event im Health Innovation Port

Es ist sicherlich nicht ungewöhnlich, dass abends im Gebäude P auf dem Philips-Campus noch Licht brennt. Dort ist der Health Innovation Port (HIP) beheimatet, ein Coworking Space für Startups aus dem Gesundheitsbereich. Anfang Juli herrschte hier jedoch ein reges Treiben, als das Team von Ahead, einem Hamburger Startup für Performance Food, zum „ersten Biohacking-Event des Nordens“ einlud. Dabei sollte es weniger um gentechnologische Eingriffe und vielmehr um die Optimierung der eigenen Leistung, Gesundheit und des Wohlbefindens mithilfe von Wissenschaft und Forschung gehen.

Meditation als Anti-Stress-Tool

Zunächst wusste Dorje Wulf, Investment Analyst und ausgebildeter Meditationslehrer, die mehr als 100 Teilnehmer des Meetups mit kleinen Entspannungsübungen auf den Abend einzustimmen. Während arbeitsintensiver Zeiten fand Wulf zur Meditation, die er als Anti-Stress-Tool einzusetzen lernte. Er demonstrierte eine seiner Lieblingsatemtechniken für zwischendurch – das Box Breathing. Die kontrollierte Tiefenatmung im Vier-Sekunden-Takt wird auch von amerikanischen Elite-Soldaten praktiziert. Die Empfehlung des Meditationsgurus: „Um entspannt und mit freiem Kopf in den Tag zu starten, sollte eine 10-minütige Morgenroutine mit verschiedenen Übungen Standard sein“. Wer keine Zeit dafür hätte, sollte mindestens 20 Minuten einplanen, fuhr er schmunzelnd fort.

Tipps vom Arzt und Biohacker zum Thema Microdosing

Im Folgenden gab Dr. Sven Richter, seines Zeichens Arzt und Biohacker-Berater, Einblicke in Thema Microdosing: Wie lassen sich Nährstoffe in der richtigen Dosierung für Produktivität und Wohlbefinden nutzen? So sei es optimal, den eigenen Koffeinspiegel langsam und kontinuierlich zu steigern. Beispielsweise mit sechs Tassen Grüntee, über den Tag verteilt – bis spätestens 15:00 Uhr, verriet Richter. Wer eine kurze Nacht hinter sich hat, sollte sich eine große Startdosis Koffein (einen Becher Kaffee) gönnen und kleine Erhaltungsdosen über den Tag verteilt (drei Tassen Grüntee) zu sich nehmen.

Das Versprechen: wissenschaftlicher Ansatz und ohne künstliche Zusatzstoffe

Das letzte Panel des Abends bestritten Johannes Schröder und Philip Brohlburg, die Gründer von Ahead. Die Hamburger lernten sich an der Helmut-Schmidt-Universität kennen, als sie dort 2012 als Berufssoldaten starteten. Dabei beschäftigte die beiden vor allem eine Frage: „An welchen Stellschrauben müssen wir drehen, damit wir körperlich und mental alles aus uns herausholen können?“ So konzentrierte sich das Duo beispielsweise damit, wie ein* optimaler Tagesablauf* aussehen könnte und welche Nahrungsmittel förderlich sind, z. B. um das Mittagstief zu umgehen und um einen möglichst tiefen Schlaf zu generieren. Anfang 2017 riefen sie Ahead ins Leben, um sich nun auch beruflich mit Nährstoffen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit zu beschäftigten. So basieren die Nahrungsergänzungsmittel auf natürlichen Mikronährstoffen und Pflanzenextrakten, deren Wirksamkeit anhand von wissenschaftlichen Studien belegt wurden, versprechen die Gründer. Künstliche Zusatzstoffe? Fehlanzeige, berichtet Philip.

Seit Anfang 2018 ist das junge Unternehmen im HIP beheimatet. Zur Community gehören auch andere Health-Startups, wie Jung Diagnostics, das sich auf computergestützte Analysen von neuro-radiologischen Daten spezialisiert hat oder Vireed mit einer VR-Lernplattform für Studenten und Mediziner.
sb

Quelle und weitere Informationen
www.ahead-nutrition.com
www.healthinnovationport.de

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