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Mirko Kaminski - © Philipp Rathmer

Anfassen erlaubt! Digital Kindergarten für Manager

Einmal eine HoloLens auf der Nase bringt mehr als 150 Powerpoint-Slides, meint Event-Veranstalter Mirko Kaminski im Interview mit den Hamburg News

Hamburg News: Lieber Mirko, am 7. Juni ladet ihr zum zweiten Mal Marketingentscheider, Kommunikationschefs, Unternehmer, Gründer und andere Interessierte zum Spielen in den Digital Kindergarten. Was erwartet die Besucher in diesem Jahr?

Mirko Kaminski: Der erste Digital Kindergarten hatte ja eher den Charakter eines Piloten. Wir wollten sehen, ob das Angebot angenommen wird. Und die Nachfrage war riesig. Mit 150 Teilnehmern hatten wir gerechnet, 300 kamen – und weitere 150 waren auf der Warteliste. Auch in diesem Jahr sollen die Besucher wieder die Möglichkeit bekommen, technische Neuheiten hautnah zu erleben und auszuprobieren. In diesem Jahr rechnen wir etwa mit 1.000 Teilnehmern im Hühnerposten.

Hamburg News: Warum die Mischung aus Messe und Kongress und Aftershow-Party mit Business Punk als Partner?

Mirko Kaminski: Wir von der Agentur achtung!, Weischer.Media und Future Candy haben uns zusammengeschlossen und das Programm gemeinsam auf die Beine gestellt. Unsere wichtigste Vorgabe: wir wollten keine langweiligen Messestände, sondern es soll immer etwas zum Experimentieren, Spielen, Ausprobieren geben. Das Prinzip ist: Die Teilnehmer sollen über die unmittelbare und persönliche Erfahrung die neuen Chancen hinter innovativen Technologien wie Voice, künstlicher Intelligenz, Blockchain, Bots entdecken können. Da sollen Drohnen rumfliegen und Roboter durch die Gegend laufen. Experten bieten eine Bot-Schule an und natürlich gibts VR-Brillen auf die Nase. Dazu haben wir Speaker, die sagen, was hinter all der Technik steckt und wie es das Arbeitsleben weiter verändern wird. Es werden ganz konkrete Cases gezeigt, die vermitteln, wie Marketing, Kommunikation und Verkauf der Zukunft aussehen.

Digital Kindergarten

Hamburg News: Digital Kindergarten, der Name impliziert, dass viele Unternehmen noch nicht einmal die Kita-Reife der Digitalisierung erreicht haben. Ist das so? Wenn ja, woran liegt es?

Mirko Kaminski: Wir wollten für unsere Veranstaltung einen Namen, der irritiert und stutzig macht. Und wir wollen Hemmschwellen abbauen und damit sagen: „Vermeintlich dumme Fragen gibt es hier nicht!“. Und die Manager haben eine Menge Fragen. Und die dürfen sie hier stellen. Im Firmen-Konferenzraum trauen sie sich das vielleicht nicht. Das alles inszenieren wir kunterbunt und spielerisch. Einmal eine HoloLens auf der Nase bringt mehr Verstehen als 150 Powerpoint-Slides zum Thema Augmented Reality in irgendeinem Sitzungsraum. Eine kleine norddeutsche Mischung aus CES in Las Vegas und der Digitalmessemesse SXSW in Austin soll es werden.

Hamburg News: Es ist schon ein Kreuz mit der Digitalisierung. Sie lässt sich kaum regional begrenzen. Du erwähnst Las Vegas und Texas. Wir international wollt oder könnt ihr sein?

Mirko Kaminski: Wir richten uns an deutsche Entscheider aus Marketing, Kommunikation, HR, Management, Verkauf. In Deutschland sehen wir in dieser Hinsicht das größte Vakuum.

Hamburg News: Um im Sprachbild zu bleiben: Welche Eigenschaften brauchen Führungskräfte denn, um in der Sandkiste mit den großen Digitalprofis mitspielen zu können?

Mirko Kaminski: Große Offenheit, Neugier, Flexibilität und die Bereitschaft, Bestehendes zu hinterfragen und vollkommen neu zu denken. Fantasie und Vision. Nicht immer daran denken, wie hat es bisher funktioniert, sondern daran, wie es vielleicht auch anders gehen könnte und fragen: Wie können wir uns neu erfinden?

Hamburg News: Lieber Mirko, viel Erfolg und vielen Dank für das spannende Gespräch.
kk

Weitere Informationen:
www.digitalkindergarten.de

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