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Digital Kindergarten 2019 © Mathias Adler

3.000 Manager spielten im Digitalkindergarten

Tech-Event im Millerntorstadion wächst mit seinem Konzept der Digitalisierung zum Anfassen. Unter den special guests: Mats Hummels und Nico Rosberg

Die Mischung aus digitalem Erleben und spannenden Vorträgen ging beim dritten Digitalkindergarten im St.Pauli Millerntorstadion in Hamburg auf. Knapp 3.000 Besucher wurden gezählt, die an 60 Ständen mit digitalen Innovationen “spielen” konnten. Auf drei Bühnen präsentierten sich 50 Speaker aus allen Bereichen der digitalen Wirtschaft. Besonders innovativ war das von der Silent Disco übernommene Konzept, bei der die Zuhörer über die Nutzung von Kopfhörern zwischen zwei Veranstaltungen umschalten konnten, ohne den Platz verlassen zu müssen.

Hochkarätige Konferenz

Den Reigen der hochkarätigen Sprecher eröffnete der SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil, der die zukunftsbejahende Stimmung des Digitalkindergartens lobte und mehr Engagement für die Digitalisierung in Deutschland forderte. Top-Speaker und Investor Nico Rosberg berichtete von seinen Erfahrungen in China. Europa laufe Gefahr den digitalen Anschluss zu verlieren, warnte der ehemalige Formel 1 Weltmeister. Auch Kultursenator Carsten Brosda schaute im Stadion vorbei, um die Digitalisierung zu preisen. Anmoderiert wurde er von Cathy Hummels, deren Ehemann, FC Bayern-Kicker Mats Hummels, für zahlreiche Selfies zur Verfügung stehen musste.

Virtual Reality dominierte

An den Ständen im Ballsaal des Stadions war Virtual Reality dominierend. Zahlreiche Brillen entführten die Besucher in künstliche Welten. Besonders beliebt war ein Tischkicker, der ganz real bedient wird, aber dessen animiertes Feld sich den Spielern über eine VR-Brille offenbarte. Die Brille der Hamburger Agentur VRtualX bot den Sinnen eine ganz neue Dimension. Sie war mit Gerüchen kombiniert, die intensiver wurden, je näher man sich einer virtuellen Blume näherte. Praktischer waren etwa Demonstrationen der Otto-Group, bei der die Besucher ihr Wohnzimmer virtuell möblieren konnten.

Moderne Mobilität präsentierte sich

Auch die moderne Mobilität präsentierte sich im Stadion. So stellte der chinesische Hersteller Byton seinen Elektro-SUV M-Byte vor, der 2021 auf den deutschen Markt kommen soll. Das auf autonomes Fahren ausgerichtet Auto kann sich mit dem Fahrer vernetzen. So erkennt der Wagen durch den Zugriff auf den Terminkalender des Fahrers schon beim Einsteigen das Fahrtziel. Bereits verfügbar sind die elektrischen Tretroller der Hamburger Firma Walberg Urban Electrics. Deren Gründer Florian Walberg ist ein Pionier in der E-Roller-Branche und hatte lange für die Zulassung der flinken Gefährte gekämpft, die im Juli erfolgen soll. Bereits 600 Roller von Preisen bis zu 1.900 Euro wurden schon verkauft.

Ohne Rapper geht es nicht

Wie es sich für eine Hamburger Digitalkonferenz gehört, endete der Tag mit einer Party und Auftritten von Rappern. Da hatte der Digitalkindergarten 5 Sterne de Luxe und Mc Fitty anzubieten. Wenn das Wachstum, des vor drei Jahren mit 300 Besuchern gestarteten Digitalkindergarten so weiter geht, könnte die Veranstaltung im kommenden Jahr wohl ins Volksparkstadion umziehen müssen.
ma/kk

Quelle und weitere Informationen:
digitalkindergarten.de

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