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Startupstage 2018 - © Photo by Kane Reinholdtsen/Unsplash.jpg

16 innovative Ideen aus Media, AI, Mobility und Health

Startups@Reeperbahn Pitch mit Novum: Pitch Day bietet 16 Startups die Chance, sich einer Jury und potenziellen Investoren zu präsentieren

Diesen Mittwoch (19. September) ist es wieder soweit: Die private Initiative Hamburg Startups lädt zum Startups@Reeperbahn Pitch ein. Hier werden die Top 5 Startups aus 200 internationalen Bewerbungen zum Showdown aufeinandertreffen. Bei der 6. Auflage des Event treten Cargonexx und NautilusLog aus Hamburg, Leapsome aus Berlin, Coldplasmatech aus Greifswald und getINNOtized aus München gegeneinander an. Auf dem Spiel stehen ein WELT-Mediabudget in der Höhe von 150.000 Euro sowie eine Reise zur führenden Digital- und Kreativmesse South by Southwest nach Texas.

Das Event findet dieses Jahr erstmal mit einem Vorprogramm statt, dem Pitch Day. Auf der Startupstage im Musikclub Grünspan erhalten 16 junge Gründer die Chance, sich zu bewähren. Dabei gilt die Formel 4×4 – vier Startups treten in je vier Kategorien an: Media, AI, Mobility oder Health. Hierfür verwandelt sich das Grünspan bereits von 13 bis 17 Uhr in eine Pitch-Bühne.

Vier Themenschwerpunkte mit je vier Startups

Das Ganze funktioniert wie folgt: In den jeweils einstündigen Themenblöcken werden je vier Startups ihre Geschäftsidee vorstellen – in sieben Minuten. Es winkt zwar kein Preis, aber dafür wertvolles Feedback von einer dreiköpfigen Expertenjury. Und wer weiß, vielleicht sitzt im Publikum ja sogar ein potenzieller Investor. Hamburg News gibt einen Überblick über die vielversprechenden Startups.

Media-Startups

Frameright
Das junge Unternehmen reist extra aus Finnland an, um seine Lösung für ein ganz alltägliches Problem vorzustellen: Wer Fotos in sozialen Medien postet weiß, dass es keine einheitlichen Formate für die Bilddarstellung gibt. So kann es leicht passieren, dass z. B. die Köpfe von Personen abgeschnitten sind. Die finnische Software sorgt für einen optimalen Ausschnitt.

Cutnut
Auch Cutnut aus Hamburg widmet sich dem Thema Social-Media-Kanäle. Das Startup hat die Plattform „Story Editor“ entwickelt, die es ermöglicht, aus einzelnen Posts zusammenhängende Inhalte zu kreieren und damit junge Zielgruppen besser zu erreichen.

Exponenta
Das weißrussische Startup entwickelt einen auf künstlicher Intelligenz basierenden Co-Autor, der vorhersagen kann, welcher Online-Content wann funktioniert und wie dieser sich am besten über soziale Kanäle verbreiten lässt. Ziel ist es, Vorschläge zu generieren, welche Inhalte Publisher als Nächstes veröffentlichen sollen. Hierfür arbeitet Exponenta mit Machine Learning und den Prinzipien des neuro-linguistischen Programmierens.

Shotcaller
E-Sport, d. h. elektronischer Sport, der meist am Computer oder an der Spielkonsole ausgetragen wird, ist populärer denn je. Doch mangelt es häufig noch an professioneller Berichterstattung. Diese übernehmen meistens erfahrene Redakteure ohne greifbare E-Sport-Kenntnisse oder aber Experten, denen der journalistische Background fehlt. Genau hier will die in Berlin gehostete Webseite The Shotcaller greifen.

AI-Startups

Nordantech
Das Hamburger Startup hat das Projektmanagement-Tool Falcon entwickelt. Es ist webbasiert und wurde für umfangreiche B2B-Projekte konzipiert. Das Besondere: Die intelligente Software lernt stetig dazu. Die drei Gründer sind bereits Pitch erprobt, Anfang 2018 sicherten sie sich so ein Ticket für das diesjährige SXSW.

QualiFiction
Top oder Flop? Verlage erhalten häufig unzählige Manuskripte und kommen kaum dazu, alle eingehenden Dokumente hinsichtlich ihrer Qualität zu überprüfen. QualiFiction hat ein Verfahren entwickelt, mit dem es sich voraussagen lässt, ob und wie sich ein Buch verkaufen wird.

Picalike
Das 2010 in Hamburg gegründete Startup hat einen Algorithmus entwickelt, der in Onlineshops Empfehlungen gibt, die auf optischer Ähnlichkeit basieren – und nicht auf Textaussagen. Hierfür werden Dateien aus Fotos extrahiert. Die Technologie kommt bereits bei zahlreichen Kunden weltweit, so auch bei Otto, zum Einsatz.

CollectAI
Die Geschäftsidee von CollectAI umfasst das Forderungsmanagement – vom E-Invoice über Mahnprozess bis hin zu Inkasso. Selbstlernende Algorithmen sollen helfen, den passenden Kommunikationskanal, die richtige Ansprache und den richtigen Zeitpunkt zu finden, um die entsprechenden Prozesse zu optimieren. CollectAI ist eine Tochter der Otto Group.

Mobility-Startups

Kopernikus Automotive
Vom Serienfahrzeug zum selbstfahrenden Auto. Das Berliner Startup hat ein Drive-by-Wire-Kit entwickelt, das sich in zahlreiche Fahrzeuge einbauen lässt. Mithilfe von Hardware und der notwendigen Betriebssoftware kann man so einen herkömmlichen Pkw in ein autonom fahrendes Auto umwandeln. Entwickler erhalten die Möglichkeit, die Software über eine Plattform auszubauen.

Voya
Geschäftsreisen erfordern häufig eine Menge Organisation. Voya aus Hamburg will mit einem Buchungsservice Abhilfe schaffen. Über einen Chat sollen sich Flüge, Hotels, Züge und Mietwagen in Sekunden planen und buchen lassen. Hierfür kombiniert das Startup künstliche Intelligenz mit persönlichem Service.

Floatility
Das 2013 in der Hansestadt Hamburg gegründete Mobility-Startup baut elektrisch betriebene Roller. In Kombination mit einer Sharing-Plattform will Floatility die Lücken auf der letzten Meile schließen und eine Alternative zum Pkw bieten. Da Elektroroller bislang in Deutschland verboten sind, gehört mitunter Singapur zum Kernmarkt.

Cido
„Come in and drop off“ ist das Motto von Cido aus der Elbmetropole. Das junge Unternehmen hat eine Technologie entwickelt, die es ermöglicht, Pakete flexibler zuzustellen und zu empfangen. Ein Barcode auf dem Paket soll dem Boten die Haustür öffnen, damit er das Paket sicher deponieren kann. Das Angebot richtet sich vor allem an Mieter in Mehrfamilienhäusern.

Health-Startups

Jetlite
Der Jetlag gehört für die meisten Menschen bei Langstreckenflügen über mehrere Zeitzonen zu einer lästigen Begleiterscheinung. Jetlite aus Hamburg hat ein Rundum-Programm entwickelt, das diesen Effekt mit einer speziellen Kabinenbeleuchtung, zugeschnittenen Ernährungskonzepten und einer App mit hilfreichen Tipps abschwächen soll.

Birds & Trees
Die Gründer wenden das Prinzip der Gamification in Form einer App an, um Kindern mit Mukoviszidose zu helfen. Die kleinen Patienten können sich mit dem virtuellen Spielkamerad Patchie identifizieren, denn er muss sich den gleichen Herausforderungen stellen wie die sie. Derzeit entwickelt das Startup eine ähnliche App für Asthma.

Fuse-AI
Jede MRT- und CT-Aufnahme bringt eine Menge Bilddaten mit sich, die ausgewertet werden wollen. Dies kostet vor allem Zeit, die bei Ärzten Mangelware ist. Fuse-AI hat eine künstliche Intelligenz entwickelt, die den Ärzten einen Teil der Arbeit abnehmen soll. So wird die in der Medizin relevante „zweite Meinung“ von einem selbstlernenden Algorithmus erstellt.

Sympatient
25 Prozent aller Menschen leiden mindestens einmal in ihren Leben unter einer Angststörung. Sympatient setzt virtuelle Realität ein, um Patienten mit ihren Ängsten zu konfrontieren, damit sie diese überwinden können. Dabei lässt sich der Therapieverlauf von den Betroffenen entsprechend bestimmen.

Blind Dates mit Mentoren

Darüber hinaus finden am 19. September erneut Blind Dates in sogenannten Startup-Lovemobilen statt. Dies ist eine Event-Kooperation des Reeperbahn Festivals und des Startups@Reeperbahn Pitch. Vorangemeldete Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, in den „Lovemobilen“ zwei Mentoren aus der Startup-Branche kennenzulernen und sich jeweils 15 Minuten lang mit ihnen auszutauschen. Gesprächspartner können hierbei Investoren, bekannte Serial-Entrepreneurs, Vertreter relevanter Konzerne oder Medienvertreter sein. Partner dieses Formats sind Hamburg Invest und die Handelskammer Hamburg.
sb/kk

Quelle und weitere Informationen
www.hamburg-startups.net
www.hamburg-invest.com
www.hk24.de

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