Titel Luftfahrt
Hamburgs Luftfahrtindustrie hat eine überdurchschnittliche Wirtschaftskraft © Airbus/S. Ramadier

Der Luftfahrtstandort Hamburg in Zahlen

Zahlen, Daten, Fakten zur Beschäftigung, Wertschöpfung und Innovationsfähigkeit der Luftfahrt in der Metropolregion Hamburg

Eine aktuelle Studie des VDI/VDE Institut für Innovation und Technik (iit) und dem Luftfahrtcluster Hamburg Aviation liefert umfangreiche Zahlen zur Beschäftigung, Wertschöpfung und zu den Innovationsaktivitäten der Luftfahrt in der Metropolregion Hamburg. Das Ergebnis zeigt: Als drittgrößter ziviler Luftfahrtstandort der Welt, hat die Branche in Hamburg eine „überdurchschnittliche” Bedeutung für die Wirtschaftskraft der Metropolregion. Neben Ankerunternehmen, wie Airbus, Lufthansa Technik und Hamburg Airport, tragen dazu auch Forschungseinrichtungen, Startups und Hochschulen bei.

Jedes fünfte Flugzeug weltweit wird von Lufthansa Technik gewartet

Insgesamt tragen rund 41.200 Beschäftigte in gut 300 Unternehmen und Institutionen zur Hamburger Luftfahrt bei. Damit liege laut Erhebung die Pro-Kopf-Wertschöpfung mit 126.000 Euro deutlich über der Gesamtwirtschaftsleistung in der Metropolregion (74.955 Euro pro Kopf) und beweise die “überdurchschnittliche Produktivität der Branche”. So generiere der Luftfahrtstandort Hamburg jährlich rund 5,18 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr – erwirtschaftet von Unternehmen wie Airbus und Lufthansa Technik, mittelständischen Betrieben, aber auch von Zeitarbeitsfirmen und Ingenieurbüros. Dies entspreche einem Plus von 33,4 Prozent allein seit 2012. Darüber hinaus gilt Hamburg als eines der weltweit führenden Kompetenzzentren im Bereich der Flugzeugkabinen. Zudem belegt die Studie, das aktuell jedes „sechste Flugzeug weltweit” von Airbus in Hamburg ausgeliefert und jedes „fünfte Flugzeug weltweit von Lufthansa Technik” gewartet werde. Darüber hinaus startet oder landet weltweit alle zwei Sekunden ein in Hamburg gebauter Airbus, so die Studie.

Hamburg ist die Stadt mit den meisten Luftfahrt-Fördergeldern in Deutschland

Ein ausgeprägtes Startup-Ökosystem und Leuchtturmprojekte, wie die jährlich in Hamburg stattfindende Aircraft Interiors Expo oder der Crystal Cabin Award machen die Elbmetropole in der internationalen Luftfahrtbranche sichtbar. Auch bei der bundesweiten Fördermittelvergabe des Luftfahrtforschungsprogramm (LuFo) liegt Hamburg vorne: So seien seit den 1990er Jahren insgesamt 575 Millionen Euro in Innovationsprojekte der Metropolregion geflossen. Dabei sei die Taktzahl der Innovationen „besonders hoch”: Demnach investieren die deutschen Unternehmen der Luft- und Raumfahrt rund 181.000 € pro Beschäftigten in Forschung und Entwicklung – fast 20 Prozent mehr als der gesamtwirtschaftliche Durchschnitt.

Innovativer Luftfahrtstandort soll kontinuierlich ausgebaut werden

Einen weiteren Meilenstein der Hamburger Luftfahrt markierte die Eröffnung des ZAL (Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung) in 2016. Die Forschungseinrichtung will die Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und der Stadt Hamburg bilden. Ziel dessen sei es, den weltweit drittgrößten Standort der zivilen Luftfahrt in Hamburg zu sichern und kontinuierlich auszubauen. „Für uns ist diese Entwicklung Ansporn, uns nicht auf dem Erreichten auszuruhen, sondern daran zu arbeiten, dass Hamburg auch morgen zu den führenden und innovativsten Luftfahrtstandorten der Erde zählt“, so Hamburgs Wirtschaftssenator Michael Westhagemann.
cf/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg-aviation.de
www.seafile.hamburg-tourism.de

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