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Offshore Dialogue auf der SMM 2018: Hightech für die Tiefe

Beim Offshore Dialogue auf der Weltleitmesse SMM in Hamburg bewerten Experten die Chancen und Risiken des Marktsegments

Die Tiefen der Ozeane sind eines der großen Rätsel unserer Erde. Unter dem Motto „Pushing the limits – new maritime technologies for future needs“ diskutieren Experten beim Offshore Dialogue (OD), wie sich Tiefsee-Schätze und Ressourcen in der Arktis mit innovativer maritimer Technologie schonend erschließen lassen. Die in Kooperation mit der German Association for Marine Technology (GMT) organisierte Konferenz findet am 6. September im Rahmen der maritimen Weltleitmesse SMM in Hamburg statt. Rund 2.200 Aussteller und 50.000 Besucher aus allen Kontinenten werden erwartet.

Tiefseebergbau und Nutzung arktischer Ressourcen: Beim Offshore Dialoge bekommen die Besucher einen Überblick über das Thema und die wirtschaftlichen Chancen für die maritime Branche. Aus dem Nischenmarkt sei ein interessantes Wachstumsfeld geworden.

Tiefseebergbau

Eine mögliche Rohstoffquelle der Zukunft liegt in 5.000 Meter Tiefe auf dem Meeresgrund: die Manganknolle. Außer Mangan enthalten die Klumpen auch Eisen, Kupfer, Kobalt und Nickel. Und der technologische Fortschritt lasse den Abbau der wertvollen Erze wirtschaftlich zunehmend attraktiver erscheinen. Wie weit Industrie und Forschung in Sachen Tiefseebergbau sind, berichtet Heiko Felderhoff von der Reederei Harren & Partner in seinem Vortrag „Deep-sea mining of massive sulfides – a completly new technical approach“. Als Mitglied der DeepSea Mining Alliance (DSMA) forciert das Schifffahrtsunternehmen die Entwicklung von Tiefseebergbau-Projekten weltweit.

Arktische Ressourcen

Wie ein Schiff für die Polarforschung optimal geplant wird, erklärt Einar Vegsund, VP Design & Hydro bei Rolls Royce Marine. Das Unternehmen ist ein bedeutender Player in diesem Marktsegment: Zuletzt konzipierte es den neuen norwegischen Eisbrecher „Kronprins Haakon“, der auch als Vorbild für das rund 200 Millionen Pfund teure britische Forschungsschiff „Sir David Attenborough“ diente, das 2019 einsatzbereit sein soll.

Umweltfreundliche Antriebssysteme stellt Teus van Beek, General Manager Market Innovation bei Wärtsilä, in seinem Vortrag vor. Der Motorenhersteller gilt als einer der Vorreiter in Sachen Green Shipping. Die Finnen rüsten beispielsweise das deutsche Forschungs- und Vermessungsschiff „Atair“ aus, das 2020 in Dienst gestellt werden soll und als erstes bundeseigenes Schiff mit Flüssigerdgas (LNG) angetrieben wird.
js/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.smm-hamburg.com

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