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Frank Pflugfelder © Hamburg Convention Bureau GmbH / Christian Spahrbier

Frank Pflugfelder: Die persönliche Ebene im Blick

Der Marketing Manager Conventions will Hamburg als Standort unwiderstehlich machen

Rund 40 Länder hat Frank Pflugfelder schon bereist, die Hälfte davon vor sieben Jahren auf einer Weltreise zusammen mit seiner Frau. „Ich bin wissbegierig“, sagt der 41-Jährige von sich selbst. „Ich entdecke gern Neues und das Bild abseits des Mainstreams.“ Je nach Land versucht der Vater zweier Kinder die Gelassenheit mancher Kulturen mit nach Hause zu bringen. Manchmal kommt sogar ein Stück Demut dazu. „Reisen kann einem sehr bewusst machen, dass Errungenschaften wie Demokratie, Pressefreiheit und eine relativ stabile Wirtschaft, wie wir sie jeden Tag in Deutschland erleben können, keine Selbstverständlichkeit sind.“

Hamburgs Stärke ist der Kuchen, ich sorge für die Kirsche

Hamburgs Wirtschaft ist glücklicherweise ausgesprochen erfolgreich. Und Pflugfelders Aufgabe, diesen Erfolgskurs weiter voranzutreiben, liegt in der Stärkung der internationalen Wahrnehmung Hamburgs als attraktiven Standort für Kongresse, Tagungen, Events oder Incentives. Sein Fokus liegt vor allem auf den Wirtschaftsclustern Logistik, Maritime Wirtschaft & Luftfahrt. „Die Stärken Hamburgs, seine Infrastruktur, Hotels und Gastronomie sowie die touristischen Hotspots, sind quasi der Kuchen. Ich sorge nun für die Kirsche oder das Topping, um unseren Standort unwiderstehlich zu machen“, erklärt der Marketing Manager Conventions. An seiner Arbeit schätzt er dabei „die Freiräume, Dinge auch mal unkonventionell angehen zu können.”

Exklusiver Blick hinter die Kulissen

Eine klassische „Kirsche“ könne etwa der exklusive Blick hinter bestimmte Kulissen sein. „Beispielsweise Führungen durch Deutschlands erstes Busdepot für Elektrobusse der Hamburger Hochbahn AG, das gerade in Alsterdorf entsteht oder durch das neue Logistikzentrum (LC) von Hermes Germany“, erzählt Pflugfelder. Das LC in Hamburg-Billbrook wurde von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit dem Gold-Status ausgezeichnet und will wichtige Impulse für innovative, umweltfreundliche Logistik-Lösungen auf der sogenannten „Letzten Meile“ setzen. Die bis zu 100.000 Sendungen pro Tag sollen möglichst emissionsfrei per Elektro-Transporter zugestellt werden.

Rotary International Convention 2019 in Hamburg

Besonders freut Pflugfelder, dass die sechstägige Rotary International Convention in diesem Jahr in der Hansestadt stattfindet. Gut fünf Jahre begleitet ihn dieses Projekt nun schon, und am Ende hat sich Hamburg im Jahr 2015 final gegen Mitbewerber wie Hongkong/Macau und Taipeh durchgesetzt. „Wichtig ist, die Stadt auch persönlich zu präsentieren, denn letztlich werden Geschäfte auf der persönlichen Ebene gemacht“, ist Pflugfelder überzeugt. Und so unternimmt er mit Interessenten neben Bus- und Bootstouren auch gern kleinere Spaziergänge etwa zur Alsterperle, um den Gästen die entspannte Atmosphäre direkt am Wasser inmitten einer 1,8 Millionen Metropole nahezubringen. „Hamburg kann mit überzeugenden Rahmenbedingungen punkten, aber den Ausschlag gibt oft ein eher emotionales Moment: Sich in unserer Stadt wirklich Willkommen zu fühlen, als Gast bei Freunden.“

Man kann Sachen erledigen oder man kann dafür brennen

Pflugfelder ist immer auf der Suche nach Themenfeldern, bei denen er Potential für Hamburg und den Markt sieht. Dann bringt er alle relevanten Parteien an einen Tisch und versucht sie zu begeistern. Als Herausforderung nennt er dabei, „zu wissen, wann es sich lohnt, sehr viel Zeit und Engagement in ein bestimmtes Projekt zu investieren.“ In Pflugfelders Fall heißt das wohl, sich auch mal bewusst bremsen zu müssen. Denn der gelernte Veranstaltungskaufmann und Messeexperte – zu seinen Karrierestationen gehören fünf Jahre bei der weltgrößten Messegesellschaft Reed Exhibitions sowie dreieinhalb Jahre als Projektleiter der Fachmesse Learntec für die Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH – sagt von sich: „Man kann Sachen erledigen oder man kann dafür brennen. Ich bin fürs Feuer.“

Umgang mit Steuerberatern, Juristen oder Bienenzüchtern

Feuer fängt er auch gern im Umgang mit ganz verschiedenen Menschen. Neben den Cluster-Veranstaltungen betreut Pflugfelder Großveranstaltungen aus unterschiedlichen Branchen und geht dabei etwa mit Steuerberatern, Juristen oder Bienenzüchtern um. „Sie alle sprechen ein Stück weit eine eigene Sprache und meine Aufgabe ist zu verstehen, was sie brauchen und was sie sich wünschen.“ Da hilft ihm dann wieder seine Reiseerfahrung: Sich in immer neuen Situationen in Menschen hineinzudenken, macht ihm einfach Spaß.

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