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Bugatti Bremssattel aus dem 3D-Drucker - © Hamburg Invest / Stefan Groeneveld

Bremssattel aus dem 3D-Drucker

Fraunhofer-IAPT zeigt auf dem Hamburger Gemeinschaftsstand weltweit größtes generativ gefertigtes Funktionsbauteil aus Titan

Mit fast 6.000 Ausstellern und bis zu 240.000 Besuchern ist die Hannover Messe die größte Industriemesse der Welt. Es ist 15 Jahre her, dass Hamburg sich dort mit einem Gemeinschaftsstand präsentiert hat. Dieses Jahr ist die Metropole vom 23. bis zum 27. April nun wieder vertreten. Auf dem Hamburger Gemeinschaftsstand zeigt das Hamburger Fraunhofer-IAPT (Fraunhofer-Institut für Additive Produktions Technologien) einen Meilenstein in der addititiven Fertigung in der Automobilindustrie.

In diesem gemeinschaftlichen Projekt, für das sich die Volkswagen Konzernmarke Bugatti die weltweit anerkannten 3D-Druck-Experten des Fraunhofer-IAPT (früher Laser Zentrum Nord) mit an Bord holte, wurden die Welten der digitalen Konstruktion und Produktion ganz konsequent miteinander vernetzt. Ergebnis ist das weltweit größte jemals generativ gefertigte Funktionsbauteil aus Titan.

Weltweit erster Automobil-Bremssattel aus dem 3D-Drucker

Der neue 8-Kolben-Monoblock-Bremssattel ist zudem auch der weltweit erste Automobil-Bremssattel, der aus dem 3D-Drucker kommt. Wirtschaftssenator Frank Horch zur Eröffnung des Hamburger Gemeinschaftsstands: „Hamburg hat in den vergangenen Jahren die Infrastruktur für die Zusammenarbeit zwischen Forschung und Wirtschaft gezielt ausgebaut, um so die wissensbasierte Wertschöpfung zu stärken.Wir sind stolz darauf, dass wir auf der weltgrößten Industriemesse ein Leuchtturmprojekt des 3-D Drucks präsentieren können“.

Die Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin, Katharina Fegebank, wird am Mittwoch Abend auf dem Hamburg Empfang erwartet. „Die Zukunft eines Standorts liegt in Forschung und Innovation sowie guter Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. In Hamburg haben wir in den letzten Jahren viel auf die Beine gestellt”, sagte sie im Vorfeld der Messe.

Gute Kooperation

„Das Fraunhofer IAPT ist eine von vielen herausragenden wissenschaftlichen Einrichtungen, mit denen wir im Laufe der Jahre eine sehr gute Kooperation aufgebaut haben“, erläutert Frank Götzke, der als Leiter Neue Technologien bei Bugatti für die Werkstoff- und Fertigungstechnolgie-Entwicklung, die Virtuellen Technolgien und das Technologiemanagement der Marke verantwortlich ist. “Dort verfügte man bereits aus sehr vielen weiteren Projekten, hauptsächlich mit der Luftfahrtindustrie, über ein einzigartiges Know-How und eine ausgereifte Anlagentechnik gerade auch im Bereich der Titan-Verarbeitung.“

Die Hamburger Produktionswissenschaftler haben in den vergangenen Jahren auch bereits eine ganze Reihe an nationalen und internationalen sehr anerkannten Innovationspreisen für deren Arbeiten mit der Industrie erhalten. „Die Zusammenarbeit mit Bugatti ist ein entscheidendes Leuchtturmprojekt für uns“, ergänzt Prof. Dr.-Ing. Claus Emmelmann, der Leiter des Fraunhofer-IAPT.

Future Hamburg

Das Fraunhofer IAPT ist einer von insgesamt 11 Ausstellern auf dem Hamburger Gemeinschaftsstand in der Halle 2 „Research & Technology“. Am Stand A 26 präsentieren sich unter der Überschrift „Future Hamburg“ das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY, die European XFEL GmbH, das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie IME ScreeningPort, das Fraunhofer – Center für Maritime Logistik und Dienstleistungen CML, die Fraunhofer-Einrichtung für Additive Produktionstechnologien IAPT, die Hamburg Innovation GmbH, Hamburg Invest, die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), die Orokoko GmbH, die Technische Universität Hamburg TUHH und das ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung GmbH.

Organisiert wird der Stand von Hamburg Invest, der One Stop Agency für Ansiedlungen und Investitionen in Hamburg. Geschäftsführer Dr. Rolf Strittmatter: „Hamburg hat eine lange Tradition als Innovationsstandort. Viele bedeutende bedeutende Verfahren und Produkte wurden an der Elbe entwickelt. Und auch heute ist Hamburg einer der bedeutendsten Entwicklungsstandorte in Deutschland. Das werden wir in Hannover zeigen“.
js

Quelle und weitere Information:
www.future.hamburg
www.iapt.fraunhofer.de
www.hamburg-invest.com

Hamburg Invest

Hamburg Invest ist die One Stop Agency für Ansiedlungen und Investitionen in Hamburg sowie zentraler Partner der Hamburger Wirtschaft zu allen Themen der Wirtschaftsförderung. Insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen gibt es vielfältige Serviceangebote. Die Vermarktung städtischer Gewerbe- und Industrieflächen ist eine weitere Aufgabe. Technologie- und wissensorientierte Startups finden hier ihre zentrale Anlaufstelle.

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