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Delegationsreise © Karolin Köcher

Aus Hamburg nach Hamburg: Innovationstour in der eigenen Stadt

ZAL, TuTech, Startup Dock, Fraunhofer CML, LifeScience Nord, Digital Hub Logistics – eine ganz besondere Delegationsreise mit dem Wirtschaftssenator

Die Öko-Bilanz der hochkarätig besetzten Delegationsreise von Wirtschaftssenator Michael Westhagemann konnte sich sehen lassen: Mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Behörde BWVI, dann weiter mit zwei E-Bussen der Hochbahn. Später, ganz à jour, mit den Ridesharing-Anbietern CleverShuttle oder dem MOIA-Bus, der just an diesem Tag in Hamburg seinen regulären Betrieb aufgenommen hatte.

Mit Technologie und Forschung Grenzen überschreiten

Auf dem Programm: Künstliche Intelligenz, Robotik, 3D-Druck – Chancen von Industrie 4.0 und die Zukunft der Arbeit. „Wir wollen Sie inspirieren, Ihnen zeigen, was Hamburg in den Bereichen Zukunft, Technologie, Forschung und Innovation zu bieten hat. Wir wollen Sie in Kontakt bringen mit innovativen Startups, ambitionierten und kreativen Gründern und ihren Ideen. Und wir wollen Sie motivieren, Grenzen zu überschreiten“, so der Senator.

Die Busse mit den rund 50 hochrangigen Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung stoppten in Finkenwerder, Harburg, Eppendorf und in der Speicherstadt. Um den Einsatz von Wasserstoff ging es unter anderem am Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung in Finkenwerder. Unter dem Motto “Forschen und Entwickeln unter einem Dach” vernetzt das ZAL Industrie und Wissenschaft. „Das Potenzial von Wasserstoff wird bisher vollkommen unterschätzt“, so Westhagemann.

Produktion 4.0 – Mensch und Maschine ergänzen sich

Gemeinsam mit ZAL-Chef Roland Gerhards durften die Besucher einen Blick in Europas größtes Akustiklabor werfen, in dem daran getüftelt wird, die Flugzeuggeräusche für die Passagiere zu minimieren. In seinem Vortrag erläuterte Gerhards die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz, Robotik und 3D-Druck für die Produktion und stellte Anwendungsfelder in der Luftfahrt vor.

Im Anschluss stellten Startups ihre innovativen Konzepte vor. So erläuterte David Küstner von Synergeticon sein ausgefeiltes Assistenzsystem für Werksarbeiter, das bislang vor allem in der Luftfahrtindustrie zum Einsatz kommt. Durch die Nähe zu zahlreichen Akteuren aus der Luftfahrt sei Hamburg der ideale Standort für Synergeticon, so Küstner.

ZAL
Innovation am ZAL © Karolin Köcher

Hamburg Innovation und Fraunhofer Center für Maritime Logistik in Harburg

„Ich freue mich, dass die Innovationstour in den Hamburger Süden führt, denn hier ist richtig viel los“, so Martin Mahn, Geschäftsführer der Hamburg Innovation GmbH. Davon konnten sich die Gäste in Harburg überzeugen. Gründer aus dem Start-up Dock mit Ideen wie den digitalen Assistenzarzt oder nachhaltige Geschäftskonzepte wie Bio-Kosmetik ohne Mikroplastik stellten sich den Fragen der Besucher. Stolz wurde auch noch einmal die gerade gestartete Plattform beyourpilot für Gründungen aus der Wissenschaft präsentiert

„Wie sieht der Hafen der Zukunft aus und wann könnte der erste Schlepper unbemannt durch den Hamburger Hafen fahren? “ – an diesen Fragen forschen Wissenschaftler im Fraunhofer Center für Maritime Logistik in Harburg.

Künstliche Intelligenz revolutioniert die Gesundheitsbranche

Um personalisierte Verfahren und Therapien gegen Autoimmunerkrankungen ging es unter anderem beim Cluster LifeScience Nord. Gleich vier Unternehmen erläuterten ihre Konzepte – Indivumed, Sysmex Inostics, 2cureX und Topas Therapeutics. Dabei handelte es sich längst nicht mehr nur um eine erste Idee, sondern bereits um ausgewachsene und zum Teil bereits international erfolgreich im Markt etablierte Produkte – auch das zeige die besonderen Qualitäten von Gründungen aus Hamburg. „Hamburg hat ein sehr gutes Ökosystem für Start-up-Unternehmen”, so Dr. Rolf Strittmatter, Delegationsteilnehmer und Geschäftsführer von Hamburg Invest. “Wer nur eine gute Idee hat, geht nach Berlin, wer einen Businessplan hat, kommt nach Hamburg.“

Letzte Station war der Digital Hub Logistics in der Speicherstadt. Abermals wurden futuristische Projekte vorgestellt; diskutiert wurden unter anderem Einsatz-Möglichkeiten von Drohnen und Lösungen für die letzte Meile. Dann ging man zum gemeinsamen Netzwerken über – die vielen Eindrücke wollten besprochen werden.

„Delegationsreisen dienen dazu, seinen Horizont zu erweitern, miteinander ins Gespräch zu kommen und Netzwerke zu schmieden“, so Innovationssenator Westhagemann. Dafür muss man nicht immer weit reisen. Das zeigte diese Fahrt, die – so der Senator – nicht die letzte ihrer Art gewesen sein soll.
kk

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