CCH Hamburg - © www.mediaserver.hamburg.de/F.Scymanska
HHIS2019 © Köcher

Auf dem Weg in die Zukunft - Hamburg geht voran

Future City, Deep Tech und New Work - heiß diskutierte Themen auf dem Hamburg Innovation Summit. Hinter allem die Frage: Wie können wir noch innovativer werden?

Innovation scheint so leicht zu sein, an Tagen wie diesen. Während in der historischen Fischauktionshalle in Altona Deep-Tech-Themen diskutiert werden, sitzen einige Besucher des Hamburg Innovation Summit (#HHIS) vor der Halle bei strahlendem Sonnenschein zwischen farbenfrohen Food Trucks und blicken bei Burgern, Craft Beer und Vegan Food auf Dock 11 im Hamburger Hafen.

Ende des 19. Jahrhunderts wurde hier erstmals mit Fischen gehandelt, heute erfüllen Technik-Themen wie Künstliche Intelligenz, VR, Blockchain und Robotics die imposante historische Halle. Industrie und Technologie, Tradition und Innovation, so dachten sich die Veranstalter wohl weise, das kann doch nur zu Innovationen und inspirierendem Networking führen. Mehr als 70 Aussteller und spannende Vorträge sorgten diesen Donnerstag (23.5.2019) bei rund 1.200 Besuchern für einen anregenden Wissenstransfer.

Herausforderungen moderner Metropolen

Eine starke industrielle Basis und eine kreative Innovationskultur – der Erste Bürgermeister Peter Tschentscher erklärte Hamburg in seiner Eröffnungsrede zur Zukunftsstadt: „Die großen Herausforderungen moderner Metropolen im 21. Jahrhundert – Klimaschutz, Mobilität und digitaler Wandel – erfordern neue Technologien und kreative Lösungen. Diese entstehen, wenn Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammenwirken. Hamburg hat gute Voraussetzungen für innovative Unternehmen: Herausragende Hochschulen und Forschungseinrichtungen, Innovationsparks, in denen der Wissenstransfer gefördert wird, und die Unterstützung von Gründungen durch die Investitions- und Förderbank.” Einen Tag lang drehte sich alles um die Themen Future City, New Work und Deep Tech, Innovationen und die Zukunft der Technik. Auf der HHIS Expo ​konnten die Besucher Technologien selbst ausprobieren und hautnah erleben.

HHIS 2019

Innovationsparks – Wissenschaft trifft Wirtschaft

Die Vertreter aller Hamburger Forschungs- & Innovations-Parks (F&I-Parks) trafen sich am Stand von Hamburg Invest mit dem Ersten Bürgermeister. “Innovation braucht Orte”, so Hamburg Invest Geschäftsführer Dr. Rolf Strittmatter. Sie informierten den Bürgermeister über den aktuellen Stand ihrer Projekte, insbesondere über die Science City Bahrenfeld, die bis 2040 auf einer Fläche von 125 Hektar entstehen soll. 2020 sollen die ersten Architekturwettbewerbe starten. „Doch Innovation braucht auch Menschen, die diese Orte mit kreativen Ideen beleben und Innovationen schaffen”, so Strittmatter weiter und sprach damit indirekt das wichtige Thema Fachkräfte an. Hamburger Unternehmen haben bei der Suche nach Fachkräften immerhin eine gute Ausgangsposition. Nach einer Studie von Deloitte zu den deutschen Tech-Hubs, gilt Hamburg als attraktivste Stadt in Deutschland für den Berufseinstieg von MINT-Studenten.

HHIS 2019

Nachhaltige Innovationen, so wurde in den Podiumsdiskussionen deutlich, brauchen vor allem drei Kernkompetenzen: “Wir brauchen Vertrauen in Prozesse, die wir heute vielleicht noch gar nicht komplett durchdringen können”, so Martin Dehn, Head of Emerging Technologies & Concepts bei Airbus. “Wir brauchen Mut, über Dinge nachzudenken, die heute noch nicht en vogue sind”, so Ragnar Kruse, CEO und Co-Founder von Smaato. Und schließlich “Weiterbildung und Erfahrungswissen”. Neue smarte Tools und einen gewissen Instinkt für erfolgsversprechende Geschäftsmodelle – traditionelle hanseatische Kaufmannstugenden.

Deep Tech und Disruption

Ob auf der interaktiven Expo mit über 70 Ausstellern, bei Workshops, Speed Datings auf einer Barkasse, Science Slams oder bei den zahlreichen Talks und Panels – technologiebasierte Trends und Innovationen standen an diesem Tag im Fokus. Deep Tech – Was wird schon bald State of the Art, so etwa der Titel einer Panel-Diskussion, bei der Kultursenator Dr. Carsten Brosda, Kruse, Dehn, und TUHH-Präsident Professor Ed Brinksma das Thema Deep Tech zusammen mit Sachbuch-Autor Thomas Range diskutierten. In einem Interview mit den Hamburg News erläutert Professor Brinksma den Begriff der Deep Technologie und wie sie zu Disruption bzw. Innovation führen kann.

„Innovation, das ist wie Autofahren. Das kann man oder man kann es nicht”, so Arne Weber, Geschäftsführer von HC Hagemann und Besucher des Innovation Summits. Aber dann könnte man es doch lernen? „Einem Unternehmer stellt sich diese Frage nicht”, so Weber weiter. „Ein Unternehmer braucht Ideen und Innovation, sonst ist er keiner.” Treffender kann man das wohl kaum sagen.
kk/sb

Quelle und weitere Informationen
www.hamburg-innovation-summit.de
www.fischauktionshalle.com

HHIS 2019
And the winner is ...

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin und Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank übergab zum Abschluss feierlich die Hamburg Innovation Awards in den Kategorien IDEE, START und WACHSTUM:

Den Hamburg Innovation Award in der Kategorie IDEE gewann das Hamburger Startup Flugilo​. Um Schäden beim Manövrieren am Boden zu vermeiden, entwickelt Fugilo eine temporäre Einparkhilfe für Flugzeuge.

In der Kategorie START wurde der Hamburg Innovation Award an Jetlite vergeben. Das Startup Jetlite hat einen Algorithmus entwickelt, der die Beleuchtung von Flugzeugkabinen auf Langstreckenflügen optimal an den menschlichen Biorhythmus anpasst und damit das Empfinden von Jetlag reduziert.

Accellerate heißt das Unternehmen, das den Hamburg Innovation Award in der Kategorie WACHSTUM gewann. Accellerate ermöglicht durch schonendes Einfrieren von Zellen deren direkte Verwendung in biologischen Tests.

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.