Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Visualisierung der neuen Otto-Firmenzentrale in Hamburg-Bramfeld © Otto GmbH & Co KG

Neue Zentrale für Otto – ohne Vorstandsbüros

Otto-Vorstände wollen ihre Büros aufgeben. Hamburger Online-Händler setzt auf Future-Work-Initiative

Die Otto GmbH & Co. KG befindet sich auf Wachstumskurs: Für das Geschäftsjahr 2018/19 prognostiziert der Online-Händler eine Umsatzsteigerung von 8 Prozent auf rund 3,2 Milliarden Euro. Im neuen Geschäftsjahr will das Hamburger Traditionsunternehmen erneut rund 100 Millionen Euro in die Weiterentwicklung zur Plattform investieren. Darüber hinaus gab der Konzern bekannt, bis 2022 auf dem Otto-Campus in Hamburg-Bramfeld eine neue Firmenzentrale errichten zu wollen. Das offene Raumkonzept soll auf Einzelbüros für Führungskräfte und Vorstände verzichten.

Führungskräfte und Vorstände ohne Einzelbüros

Atrium des neuen Otto-Hauptsitzes
Innenansicht (Visualisierung) © Otto GmbH & Co KG

Bis Sommer 2022 soll auf dem Campus in Bramfeld ein neuer Otto-Hauptsitz entstehen. Hierfür will Otto 100 Millionen Euro in den Umbau eines alten Lagergebäudes investieren. Die neue Zentrale setzt auf ein Multi-Space-Konzept und wird sich über insgesamt neun Etagen erstrecken – mit Platz für 1.800 Mitarbeiter. Das Besondere daran: Die Otto-Vorstände wollen ihre Einzelbüros aufgeben. Katy Roewer, Otto-Bereichsvorstand Service & Personal, erklärt: „Um als gutes Beispiel voranzugehen und zu zeigen, dass wir unsere Future-Work-Vorhaben ernst nehmen, geben nicht nur immer mehr Führungskräfte ihre Büros auf, sondern auch wir Bereichsvorstände.“ Im Sinne von New Work soll es offen gestaltete Bürolandschaften geben, in denen Mitarbeiter, Führungskräfte und Vorstände gleichermaßen ihren Platz haben werden.

Um den neuen Arbeitswelten gerecht zu werden, hat die Otto-Einzelgesellschaft bereits Anfang November 2017 eine eigene Future-Work-Initiative ins Leben gerufen. Das crossfunktionale Team unter der Leitung von Irene Oksinoglu hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Entwicklungsprozess des Neuen Arbeitens strukturieren, um den Konzern als Einheit mitzunehmen. Dies umfasst einerseits die Mitarbeiter, die nun andere Anforderungen an Arbeitsplatz, -umgebung und Technik haben, als auch die Führungskräfte, deren Ansprüche und Erwartungen sich verändern.

Plattform wächst weiter

Zudem arbeitet das Hamburger Traditionsunternehmen seit 2017 an der Weiterentwicklung vom klassischen Versandhändler zur Plattform – und somit an der Öffnung für neue Partner und Marken. Nach eigenen Angaben hat Otto bereits 400 Anbieter angebunden, bis 2020 sollen es bis zu 3.000 Partner werden, so Otto-Vorstand Marc Opelt. Wichtige Bestandteile dieses Vorhabens sind das Self-Service-Portal Brand Connect und Otto Market als Anlaufstelle für Marktplatzpartner. Darüber hinaus will sich Otto im Bereich der smarten Haushaltsgeräte positionieren: „Zukünftig werden Haushaltsgeräte ohne Internetzugang aussterben. Unter dem Label ‚Otto ready‘ machen wir deswegen Geräte und Plattformen fähig, sich mit Otto zu verbinden“, führt Opelt aus. Hierfür erwirbt der Konzern zum 1. März 2019 das Hamburger Internet-of-Things-Startup OrderThis.
sb

Quelle und weitere Informationen
www.otto.de
www.ottogroup.com

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