Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Neuansiedlung: „Kids at work“ eröffnet in Eppendorf  - © Kids at work

„Kids at work“ in Hamburg eröffnet

Innovative Spiellandschaft lädt ein zum spielend Lernen - nach der Idee amerikanischer Kindermuseen. Geschäftsmodell auf drei Säulen

Voll konzentriert setzt der kleine Baumeister – komplett ausgestattet mit Helm und Warnweste – einen weiteren Stein und nimmt damit das nächste Geschoss seines Hochhauses in Angriff. Damit das gelingt, muss er auf den Zehenspitzen balancieren, denn das Lego-Gebäude ist schon größer als er selbst. Der Kleine will eindeutig hoch hinaus.

Das wollen Natalia und Paul Maguire auch. Ende Januar hat „Kids at work“ mit 15 Mitarbeitern in Hamburg Eppendorf eröffnet und wenn alles nach Plan geht, sollen weitere Standorte in Hamburg und/oder bundesweit folgen. Die Geschäftsidee: Ein Ort an dem Kinder spielend lernen und den begleitenden Eltern einen Raum zum Entspannen bei gutem Kaffee und leckerem Essen bieten.

660 Quadratmeter zum spielen und lernen

„Denn genau das hätten wir uns gewünscht, als unsere Kinder noch klein waren“, erklärt Natalia Maguire. Entsprechend viel Herzblut ist in die mit fantasievollen Hamburg-Motiven (Künstler Ole Schiesser) gestaltete Erlebniswelt geflossen. Auf 660 Quadratmetern werden Kinder im Alter bis zu zehn Jahren spielerisch zu Architekten auf einer Baustelle, zu Händlern in einem Supermarkt oder zum Wissenschaftler in einem ´Verrückten Labor`. Ein monatlich wechselndes Programmangebot für unterschiedliche Altersklassen ergänzt das freie Spielen und Experimentieren – etwa im ´Magischen Garten`, wo es um Licht und Schatten, Farben und Prismen geht – und fördert den Zugang zu Wissenschaft und Technik mit Veranstaltungen, wie „Einführung in die Elektrizität“, „Seifenherstellung“ oder „Mikroorganismen: Sammle und züchte Bakterien“.

Angelehnt an die Idee der amerikanischen Kindermuseen

Die Idee, einen Ort extra für Kinder zu schaffen, der ihren Interessen, Bedürfnissen und Wünschen entspricht und wo sie spielerisch gefördert werden, stammt ursprünglich aus den USA. Natalia Maguire hat darauf aufbauend eine fantasievolle Spiel- und Lernumgebung geschaffen. „Bei uns ist es unmöglich zu spielen ohne auch etwas zu lernen. Denn innerhalb unserer verschiedenen Themenfelder findet jedes Kind Anregendes für sein jeweiliges Alter und Entwicklungsstadium. So wecken wir die Neugierde und Kreativität der Kinder.“

Zusammenarbeit mit Technik-Club geplant

Die Idee kommt an, an den Wochenenden ist „Kids at work“ bereits gut besucht, für Werktags sind Kooperationen mit Schulen und Kitas angedacht. Auch eine Zusammenarbeit mit Faszination Technik ist in Planung. Der Klub bietet seinerseits Veranstaltungen rund um das Thema Technik für die Altersgruppen 8 bis 12 und ´13 plus` und kooperiert dazu mit Unternehmen, Hochschulen, Verbänden, der Handelskammer Hamburg sowie Behörden und Vereinen der Metropolregion Hamburg. „Da bieten sich gemeinsame Veranstaltungen geradezu an“, findet Natalia Maguire.

Geschäftsmodell auf drei Säulen

900.000 Euro haben Natalia und Paul Maguire bislang in „Kids at work“ gesteckt. „Unser Geschäftsmodell basiert aktuell auf zwei Säulen: Den Eintrittsgeldern bzw. Mitgliedsbeiträgen und den Einnahmen aus dem Restaurant“, erklärt Paul Maguire. Als dritte Säule soll Sponsorship dazu kommen. „Denkbar wäre ein Programm mit Experimenten zum Thema Fliegen, bei dem wir mit Airbus oder Lufthansa Technik zusammenarbeiten.“ Eine andere Idee ist der Sektor Kulturvermittlung.

Die British Days oder der amerikanische Unabhängigkeitstag – viele nationale Festlichkeiten, die auch in Hamburg begangen werden, könnten bei „Kids at work“ thematisiert werden. Umgekehrt haben die Maguires – sie ist gebürtige Russin, er gebürtiger Ire – bei der Realisation ihrer Geschäftsidee Hamburg als weltoffene Stadt erlebt. „Die Zusammenarbeit mit Hamburg Invest, aber auch mit den Bauarbeitern und Architekten war toll, und das trotz unserer manchmal noch holprigen Deutschkenntnisse.“
ys/kk

Weitere Informationen unter:
www.kidsatwork.com

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