Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
In Gedenken an Seinosuke Kuraku - © Seinosuke Kuraku

Mittler zwischen den Kulturen: In Gedenken an Seinosuke Kuraku

Langjähriger Panasonic-Chef und HamburgAmbassador in Osaka verstorben

Die HamburgAmbassadors trauern um Seinosuke Kuraku, der am 16. Juli im Alter von 81 Jahren verstorben ist. Als Mittler zwischen den Kulturen und erfolgreicher Kommunikator hat Seinosuke Kuraku maßgeblich dazu beigetragen, die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und seiner Geburtsstadt Osaka zu vertiefen und weiterzuentwickeln. Und das nicht erst seit seiner Ernennung zum HamburgAmbassador im Jahr 2005.

In 25 Jahren Unternehmensgeschichte geschrieben

Seinosuke Kuraku kam 1961 nach Hamburg. Matsushita Electric, das seinerzeit größte Elektronikunternehmen Japans, hatte den 24-Jährigen in die Hansestadt entsandt, um die Chancen für eine Expansion nach Deutschland auszuloten. Kuraku erkannte das Potenzial des deutschen Marktes, den er in der Folge – trotz einiger Vorurteile gegenüber vermeintlich mangelnder japanischer Qualität – zu erobern wusste. Als er 1986 nach Japan zurückkehrte, hatte er ein Zwei-Mann-Büro in eine Niederlassung mit etwa 1.400 Mitarbeitern verwandelt, die einen Jahresumsatz von umgerechnet rund einer halben Milliarde Euro in Deutschland erwirtschafteten – inzwischen unter der Marke Panasonic.

Mitarbeiterbindung so individuell wie möglich

Sein Erfolg brachte ihm seitens der Hamburger den Titel „Mr. Panasonic“, seitens der Bundesrepublik Deutschland das Bundesverdienstkreuz am Bande ein. Die Auszeichnung wird für besondere Leistungen auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder ehrenamtlichem Gebiet verliehen. Als er im Zuge des Unternehmenswachstums den persönlichen Kontakt nicht mehr zu jedem einzelnen Mitarbeiter pflegen konnte, verfasste er jeden Monat einen kleinen Brief über die Gemeinsamkeiten von Japanern und Deutschen und legte ihn den Lohnabrechnungen bei – ein vorurteilsfreier Umgang zwischen den Kulturen war ihm ein großes Anliegen.

Was immer er tat, war ihm eine Herzensangelegenheit

Seine Erkenntnisse über Deutschland fasste Seinosuke Kuraku 1986 in seinem Buch „Die Heimat des Herzens. Erfahrungen und Betrachtungen eines Japaners in Deutschland“ zusammen. Der Liebhaber von Goethe und Hesse, Beethoven und Brahms, war nach seinem Weggang aus Hamburg zunächst in Japan tätig, ab 1993 aber wieder in Europa: Zunächst als Geschäftsführer der Siemens Matsushita Components GmbH in München, dann von 1994 bis 1998 als CEO der Matsushita Electric HQ Europe Ltd, der heutigen Panasonic Europe Ltd. Sein Lebensmotto lautete, frei nach Goethe: Was auch immer man macht, es muss von Herzen kommen.
ys/nh/kk

HamburgAmbassadors

Das internationale Netzwerk HamburgAmbassadors besteht seit dreizehn Jahren und ist in seiner Struktur einmalig in Deutschland. Die HamburgAmbassadors üben ein Ehrenamt aus, in das sie vom Ersten Bürgermeister berufen werden. Offiziell treten die ernannten Personen im Ausland als “Honorary Representative of the Free and Hanseatic City of Hamburg” auf. Ziel ist es, ein internationales Netzwerk aufzubauen, durch das die Bekanntheit der Stadt weltweit weiter gesteigert wird. Die Senatskanzlei, die Handelskammer Hamburg und die Institutionen der Hamburg Marketing GmbH unterstützen das Projekt.

Weitere Informationen unter:
www.marketing.hamburg.de/hamburgambassadors

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