Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
Ein überzeugender Businessplan lässt keine Kostenstelle aus. - © pexels.com

7 Tipps für einen erfolgreichen Businessplan

Es gibt niemals eine zweite Chance für den ersten Eindruck, so die Leiterin des Gründungszentrums der Handelskammer Hamburg

Marketingmaßnahmen, Lebenshaltungskosten, Steuernachzahlungen – ein plausibler Businessplan lässt keine Kostenstelle aus. Für die Hamburg News hat Doreen Hotze von der Handelskammer Hamburg wichtige Ratschläge zusammengestellt, die Gründer bei der Entwicklung ihres Businessplans beachten sollten. Die studierte Betriebswirtin mit mehrjähriger Erfahrung in der Unternehmensberatung leitet das Gründungszentrums der Handelskammer. Mit den Herausforderungen für angehende Unternehmer ist sie bestens vertraut.

Doreen Hotze, Gründungszentrum der Handelskammer Hamburg

1. Den Businessplan schreibt man in erster Linie für sich selbst und nicht für eine Bank

Nur wer einen klaren Plan und einen roten Faden hat, kann überprüfen, ob Meilensteine erreicht wurden, oder ob strategische Verbesserungen erforderlich sind. Daher nutzen Sie keine gekauften Business-Pläne oder kopieren von Anderen. Der geübte Leser merkt das und ein Investor oder Banker sowieso.

2. Sprechen Sie kein Fachchinesisch

Der Businessplan sollte klar und verständlich geschrieben sein. Besonders bei technischen Innovationen sollte auf Fachausdrücke verzichtet werden. Jeder branchenfremde sollte ihn lesen und verstehen können. Die Devise KISS (keep it short and simple) ist eine gute Schreibgrundlage. Bei technisch notwendigen Erklärungen können einfache Skizzen oder Zeichnungen ratsam sein.

3. Bestechen Sie mit Klarheit und Sachlichkeit

Jeder Businessplan sollte die Geschäftsidee überzeugend präsentieren. Daher muss er argumentativ schlüssig und logisch sein. Eine klare Gliederung und Struktur ist daher unumgänglich.

4. Überzeugen Sie mit plausiblen Zahlen

Die Zahlen sind im Businessplan sehr wichtig – egal ob Umsatz, Kosten, Liquidität oder Kennzahlen, die Zahlen müssen plausibel sein. Es ist daher wichtig, Preise gut zu kalkulieren und die Umsatz- bzw. Rentabilitätserwartungen nicht zu euphorisch sondern realistisch zu planen. Keiner erwartet, dass die Zahlen zu 100 Prozent stimmen, aber man sollte sich intensiv mit verschiedenen Szenarien auseinandersetzen und das Ergebnis muss stimmig sein. Wichtig ist auch, bei der Planung der Liquidität die eigenen Lebenshaltungskosten nicht zu vergessen!

5. Marketingplan erstellen

Häufig vergessen Existenzgründer auf das Thema Marketing einzugehen. Wichtig ist es darzulegen, wie man Kunden auf sein Produkt oder seine Dienstleistung aufmerksam machen und letztendlich gewinnen möchte. Es gibt hier zahlreiche Möglichkeiten. Fraglich ist nur, welche für das eigene Angebot der sinnvollste Kanal ist, um die Zielgruppe zu erreichen. Welche konkreten Maßnahmen sind geplant (kurze Erläuterung), welche gelten für die Startphase und was sind laufende Marketingmaßnahmen? Dies kostet natürlich auch Geld, welches mit einem vernünftigen Marketingbudget eingeplant werden muss.

6. Steuerzahlungen bei der Liquidität nicht vergessen

Häufig werden die Steuerzahlungen vergessen. Früher oder später müssen Umsatz-, Einkommens- und Gewerbesteuer bezahlt werden. Auch für diese Zahlungen ist ausreichend Liquidität notwendig. Der erste Steuerbescheid liegt oft erst viel später vor. Werden in der Zeit höhere Umsätze und Gewinne erzielt, als entsprechende Vorauszahlungen geleistet, kommt es zu einer Nachzahlung. In solchen Fällen ist es daher ratsam, die Vorauszahlungen freiwillig nach oben anpassen zu lassen oder einen entsprechenden Puffer aufzubauen.

7. Unterstützung nutzen – Hilfe annehmen

Holen Sie Informationen ein oder nutzen Sie Beratungsangebote dazu, wie ein Businessplan richtig aufgebaut wird und welche notwendigen Inhalte er widergeben muss. Businessplan-Leser erwarten Vollständigkeit und Plausibilität. Hierfür gibt es etliche Angebote (nur bitte keinen fertigen Businessplan kaufen), z.B. das Tool der Handelskammer (www.gruendungswerkstatt-hamburg.de). Außerdem sollte der fertige Businessplan vor Einreichung bei einer Bank oder einem Investor stets mit einer fachkundigen Stelle besprochen werden. Es gibt niemals eine zweite Chance für den ersten Eindruck! Nutzen Sie dafür gern die kostenlose Konzeptberatung der Handelskammer Hamburg.
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Quellen und weitere Informationen:
www.gruendungswerkstatt-hamburg.de

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