Hamburg News / Handel & Finanzen: Der Hamburger Innenstadtbereich ist. u.a. durch vielfältigtste Shoppingmöglichkeiten geprägt. Zudem haben sich z.Bsp. auch Banken, Handelsunternehmen und die Hamburger Börse in dem Kernbereich der Stadt angesiedelt.
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10 Gründe warum Startups scheitern

Es gibt kein Patentrezept für ein erfolgreiches Unternehmen. Aber es hilft, die Gründe für Misserfolg im Blick zu behalten

Hamburg hat eine lebendige Gründerszene. Viele gute Ideen werden hier von cleveren, engagierten Menschen auf den Weg gebracht und sorgen weit über die Stadtgrenzen hinaus für Aufmerksamkeit. So gründete der Hamburger Stephan Uhrenbacher die Bewertungsplattform Qype, die später für einen Kaufpreis 50 Millionen Dollar an den US-Konkurrenten Yelp ging. Und mit dem Startup Collins und seinem Fashion-Online-Shop About You schuf die Otto Group ein regelrechtes E-Commerce-Ökosystem.

Startups entwickeln innovative Produkte und stärken damit Hamburg

Rund 700 Startups mit 6.000 Mitarbeitern haben ihren Firmensitz in der Hansestadt. „Talente aus der ganzen Welt kommen nach Hamburg, um aus ihren Ideen innovative Geschäftsmodelle zu entwickeln“, erklärte Peter Tschentscher im Juli 2018 bei der feierlichen Übergabe eines Förderbescheids der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) an das 100. in Hamburg geförderte Startup . Hamburgs Erster Bürgermeister betonte die Bedeutung der Gründer für die Stadt: „Sie entwickeln innovative Produkte und Dienstleistungen, unterstützen damit den technologischen Fortschritt, erschließen neue Märkte und stärken die Wettbewerbsfähigkeit der Hamburger Wirtschaft.“

Das Aus droht nach nur 2,7 Jahren

Doch nicht jedes Startup erweist sich am Ende als wettbewerbsfähig. Die traurige Wahrheit: Die durchschnittliche Lebensdauer eines Startups liegt bei nur 2,7 Jahren. Der amerikanische Daten-Dienst CB Insights hat die Ursachen analysiert. Hier die 10 Hauptgründe, warum Startups scheitern:

1) Nicht genug Nachfrage. Ohne echtes Problem verkauft sich die beste Lösung nicht. Selbst eine erste, positive Markt- und Zielgruppenanalyse garantiert nicht, dass ein interessierter Proband am Ende zum realen Nachfrager wird. 42 Prozent scheiterten an mangelnden Kunden.

2) Finanzierungsprobleme. Viele Startups agieren onlinebasiert, aber im Netz Geld zu verdienen ist nicht leicht. Doch auch die tollste Idee muss sich rentieren. 29 Prozent der Startups ging am Ende schlicht das Geld aus.

3) Das falsche Team. Die richtigen Leute mit den gerade benötigten Fachqualifikationen, Charaktereigenschaften und Werten zusammenzubringen – an dieser Herausforderung scheiterten 23 Prozent.

4) Der Wettbewerb war stärker. Wenn eine neue Idee richtig gut ist, sorgt sie für Aufmerksamkeit und damit oft für Nachahmer. 19 Prozent ignorierten Wettbewerber, verpassten damit den Zeitpunkt zum Reagieren – und scheiterten.

5) Preisgestaltung. Gerade bei „Nice-to-have“-Produkten kann ein zu hoher Preis ein Produkt ganz schnell zum Ladenhüter machen. Ein zu niedriger Preis in der coolen Life-Style-Szene kann genau den gleichen Effekt haben. 18 Prozent schafften es nicht, den Preis für ein Produkt hoch genug anzusetzen, um Kosten zu decken und trotzdem wettbewerbsfähig zu sein.

6) Benutzerunfreundliches Produkt. Keep it simple and stupid. Die KISS-Formel wurde angeblich von dem Lockheed-Ingenieur Clarence Leonard geprägt. 17 Prozent brachten ein zu kompliziertes Produkt auf den Markt – und wurden vom Kunden abgestraft.

7) Fehlendes Geschäftsmodell. Viele hoffnungsvolle Gründer verwechseln eine Produktidee mit einem Geschäftsmodell. Doch ohne einen konkreten Plan, wie sich die Idee erstens verkaufen lässt und zweitens am Ende ein Gewinn übrigbleibt, überlebt kein Startup lange. 17 Prozent mussten das erfahren.

8) Schlechtes Marketing. Wer seine Kunden nicht kennt, hat schon verloren. Denn wer nicht weiß, wer wann und warum kauft, kann nicht zielgerichtet werben und keine unterstützenden Marketing-Impulse aussenden. 14 Prozent scheiterten am Marketing.

9) Marktorientierung. Seine Kundenwünsche zu kennen ist das A & O. Und gerade das Netz bietet ausreichend Möglichkeiten zum interaktiven Kundenkontakt. 14 Prozent nahmen sich nicht die Zeit gründlich zu recherchieren, was der Kunde wirklich braucht und wie er sich das Produkt wünscht.

10) Der falsche Zeitpunkt. Für jede bahnbrechende Idee muss die Zeit reif sein. Sein Produkt zum richtigen Zeitpunkt an den Markt zu bringen, kann den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Für 13 Prozent war es die falsche Zeit.
ys/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.cbinsights.com

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