Hamburg News: Hafen und Logistik - Shipping-Container-Schiff - © HMG www.mediaserver.de Christian Spahrbier
Dr. Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender Jungheinrich © Jungheinrich

Jungheinrich behauptet sich im schwierigen Marktumfeld

Hamburger Intralogistik-Experte knackt Umsatzmarke von 4 Milliarden Euro. Corona-Krisenstab gebildet, Auswirkungen für 2020 erwartet

Mit Abschluss des Geschäftsjahres 2019 hat der Hamburger Intralogistik-Spezialist einen Umsatz von insgesamt 4,07 Milliarden Euro erzielt. Damit habe das Unternehmen sein für 2020 ausgegebenes strategisches Wachstumsziel bereits ein Jahr früher erreicht als geplant. Das Unternehmen verzeichnete einen Auftragseingang von rund 3,92 Milliarden Euro. Das EBIT lag bei 263 Millionen Euro.

Die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen, vor allem nach Flurfahrzeugen mit Lithium-Ionen-Technologie, war weiterhin hoch. Im Zuge dessen hat der Konzern, zusammen mit der Triathlon Holding GmbH, mit dem Aufbau des nach eigener Aussage branchengrößten Entwicklungs-, Produktions- und Aufarbeitungszentrums für Lithium-Ionen-Batterien und Energiespeichersysteme in Europa begonnen. Für das Geschäftsjahr 2020 stellt sich Jungheinrich auf weitreichende Auswirkungen der Corona-Pandemie ein.

Mehr als 20.000 Lithium-Ionen-Batterien abgesetzt

Mit über 97 Prozent aller im vergangenen Jahr verkauften Fahrzeuge wies Jungheinrich nach eigener Angabe die höchste Elektro-Quote der Branche auf. Dabei beschreibt das Unternehmen den Bedarf im Markt nach Flurförderzeugen mit Lithium-Ionen-Technologie als „ungebremst”. Demnach setzte Jungheinrich 2019 im Neugeschäft und in der Nachrüstung insgesamt über 20.000 Lithium-Ionen-Batterien ab. Zusammen mit seinem Partner, der Triathlon Holding GmbH, gründete der Intralogistik-Experte die JT Energy Systems GmbH und baut derzeit ein umfangreiches Entwicklungs-, Produktions- und Aufarbeitungszentrums für Lithium-Ionen-Batterien und Energiespeichersysteme im sächsischen Freiberg auf.

Jungheinrich erreicht Ziele früher als geplant

„Insbesondere vor dem Hintergrund des konjunkturellen Gegenwindes im Jahresverlauf 2019 freue ich mich, dass wir unser Umsatzziel von 4 Milliarden Euro für 2020 gemeinsam mit der Jungheinrich-Mannschaft ein Jahr eher als geplant erreichen konnten”, erklärte Dr. Lars Brzoska, Vorsitzender des Vorstands der Jungheinrich AG, während der virtuellen Bilanzpressekonferenz. Trotz der schwierigeren Rahmenbedingungen und negativer Einmaleffekte sei es gelungen, ein „ordentliches Ergebnis von 263 Millionen Euro” zu erzielen. „Aufgrund der sich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren Auftragseingang und Produktion rückläufig”, so Brzoska weiter.

Im Hinblick auf die Corona-Pandemie habe das Unternehmen “frühzeitig damit begonnen, notwenige Vorsichtsmaßnahmen zu treffen”. Dazu gehöre unter anderen die Einrichtung eines Krisenstabs, der täglich auf Grundlage der aktuellen Entwicklungen Entscheidungen trifft. Derzeit wirke sich das Virus nach Unternehmensangabe weder auf die Lieferkette noch auf die Produktion negativ aus. In diesem Jahr wolle der Vorstand weiterhin konsequent in wichtige Zukunftstechnologien investieren.

Prognose für 2020

Für das Geschäftsjahr 2020 erwartet Jungheinreich einen Auftragseingang zwischen 3,50 Milliarden und 3,80 Milliarden Euro sowie einen Umsatz zwischen 3,60 Milliarden und 3,80 Milliarden Euro. Das EBIT soll zwischen 150 Millionen und 200 Millionen Euro liegen. „Die Folgen der globalen Ausbreitung des Coronavirus sind in ihrem Ausmaß zum gegenwärtigen Zeitpunkt dabei allerdings noch nicht absehbar und in der Prognose nicht enthalten”, sagte der Vorstandsvorsitzende der Jungheinrich AG abschließend.
js/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.jungheinrich.com

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