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Dakosy startet myboxplace.de, die digitale Tauschplattform für Leercontainer - © HHM/Michael Lindner

Digitale Tauschplattform für Leercontainer im Hafen gestartet

Neue Plattform myboxplace.de soll die Prozesse bei der Wiederverwendung von Leercontainern weiter optimieren

Am 24. Juli 2018 hat der Softwaredienstleister Dakosy den Betrieb der neuen Plattform myboxplace.de als Nachfolger des „Virtuellen Depots“ gestartet. Dieses wurde 2016 von der Hamburg Port Authority (HPA) ins Leben gerufen, um die Leercontainerlogistik zu optimieren. Dakosy will die neue Plattform zügig mit den Import- und Exportplattformen (IMP und EMP) für den Hamburger Hafen integrieren und mit EDI-Schnittstellen (Electronic Data Interchange) ausstatten, um den Prozess der Wiederverwendung von Leercontainern weiter zu verbessern. Die Plattform kann europaweit eingesetzt werden und ist nicht auf das Hafengebiet und -umland beschränkt.

Geld und Zeit einsparen

Zu den Kunden der Plattform zählen Packbetriebe, Spediteure, Im- und Exporteure sowie Containerreedereien. Zielsetzung ist, Leercontainertransporte zu reduzieren und Kosten- und Zeiteinsparungen für alle Beteiligten zu realisieren. Herkömmlich bringen Packbetriebe oder Spediteure ihre Importcontainer nach dem Entpacken in ein Leercontainerdepot. Dort bleiben die Container so lange, bis sie von anderen Logistikern für ihre Exportprozesse benötigt werden. myboxplace.de will diesen Prozess verschlanken.

Effizienter Tauschprozess

Hierfür bietet der Packbetrieb seinen entpackten Importcontainer als verfügbaren Leercontainer über die Plattform an – für einen bestimmten Zeitraum. Reserviert ein anderer Logistiker den Container im vorgegebenen Zeitfenster, kann der Container ohne Zwischenstopp beim Leercontainerdepot direkt zu diesem transportiert werden, natürlich vorausgesetzt, der ebenfalls über die Plattform angebundene Carrier hat dem Tauschprozess zugestimmt. Kommt es zum Geschäftsabschluss, wird immer mindestens ein Leercontainertransport eingespart, nämlich der zum Depot. Noch vorteilhafter gestaltet sich der Prozess für die sogenannten “Selbstdreher”, d. h., wenn freigewordene Importcontainer vom selben Unternehmen direkt für den Export wiederverwendet werden. Dann entfällt der physische Transport gänzlich und der Kunde kann die größte Ersparnis erzielen.
js/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.hafen-hamburg.de
www.dakosy.de

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