Forschung in Hamburg - © www.mediaserver.hamburg.de/Norgenta
Preisverleihung in Bremen: Schleswig-Holsteins Wissenschaftsministerin Karin Prien, Prof. Uwe Koch-Gromus (Dekan UKE), Prof. Tobias Knopp, Prof. Thorsten Buzug, Prof. Gabriele Gillessen-Kaesbach und Dr. Eva Gümbel (Stadträtin Hamburg; v.l.n.r.). - © Universität zu Lübeck

Hamburg erhält Wissenschaftspreis

Verbundprojekt der Universität Hamburg, der Universität zu Lübeck und der TU Hamburg erhält 75.000 Euro für tomographisches Bildgebungsverfahren

Der Norddeutsche Wissenschaftspreis 2018 geht an Verbundprojekte aus dem Bereich Lebenswissenschaften. Mit dem Projekt „Magnetic Particle Imaging: Eine strahlungsfreie Alternative für die zukünftige Gefäßdarstellung“ der Universität Hamburg und der Universität zu Lübeck, unter Beteiligung der Technischen Universität Hamburg, konnten sich die Universitäten den zweiten Platz sichern. Das Preisgeld in Höhe von 75.000 Euro wurde im Rahmen eines Festakts am 29. November in Bremen übergeben.

Darstellung des Blutflusses in Echtzeit

Das Forschungsprojekt widmet sich dem tomographischen Bildgebungsverfahren „Magnetic-Particle-Imaging“ (MPI). Mit diesem kann der Blutfluss in Gefäßen in Echtzeit dargestellt werden: Minimale Mengen von Nanopartikeln werden als Kontrastmittel genutzt und mithilfe unbedenklicher Magnetfelder angeregt. Dadurch geben die Partikel elektro-magnetische Signale ab, aus denen dreidimensionale Bilder berechnet werden können. Das Verfahren eröffne die Möglichkeit, Gefäße ohne eine für Patienten und Mitarbeiter potenziell gefährliche ionisierende Strahlung darzustellen.

Landwirtschaft und Flussseschwalben

Den mit 125.000 Euro dotierten ersten Platz belegt das Forschungsprojekt “Multi-Meta-Omik: Neue Technologien für neue Herausforderungen der Norddeutschen Landwirtschaft im Klimawandel“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit der Georg-August-Universität Göttingen. Den dritten Preis (50.000 Euro) gewinnt „Die (Epi-)genetische Architektur des Alterns – eine Mehrgenerationenstudie an Flussseeschwalben“ der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in Kooperation mit dem Max-Plack-Institut für Evolutionsbiologie Plön und dem Institut für Vogelforschung. Die Gewinner setzten sich gegen 13 Mitbewerber-Projekte durch.

Ausschreibungsthema für den nächsten Wettbewerb 2020 (Federführung Schleswig-Holstein) sind die Naturwissenschaften.
js/sb

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de
www.uni-hamburg.de

Norddeutscher Wissenschaftspreis

Der Norddeutsche Wissenschaftspreis wird von den Bundesländern Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vergeben und würdigt erfolgreiche länderübergreifende Kooperationen in der Wissenschaft. Den Vorsitz der Norddeutschen Wissenschaftsministerkonferenz und damit die Federführung für die Preisverleihung hatte in diesem Jahr Bremen. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen und steht jedes Mal unter einem Thema.

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