Forschung in Hamburg - © www.mediaserver.hamburg.de/Norgenta
v.l.n.r. Philips-DACH-CEO Peter Vullinghs, LSN-CEO Dr. Hinrich Habeck, Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, Wirtschaftssenator Frank Horch, Benno Legler (WiFOR) - © Markus Scholz

Studie: Gesundheitswirtschaft im Norden legt zu

Erhebung des Clusters Life Science Nord zeigt positive Entwicklung seit 2014. Zahl der Beschäftigten deutlich gestiegen

Die industrielle Gesundheitswirtschaft im Norden wächst und konnte insbesondere bei den Beschäftigtenzahlen deutlich zulegen. Das haben neueste Kennzahlen des unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR zur Wirtschaftskraft des Life Science Nord Clusters ergeben. In der Studie „Der ökonomische Fußabdruck des Clusters Life Science Nord für die Region Hamburg und Schleswig-Holstein“ wurden die Zahlen jetzt veröffentlicht.

Den Kern dessen bildet die industrielle Gesundheitswirtschaft in Hamburg und Schleswig-Holstein, zu der Unternehmen aus Medizintechnik, Pharma und Biotechnologie zählen. Die Ergebnisse wurden jetzt im Oktober 2017 eröffneten Start-up-Zentrum Health Innovation Port auf dem Philips-Gelände vorgestellt.

Positive Trends bei Erwerbstätigen und Bruttowertschöpfung

„Die Studienergebnisse sind sehr erfreulich“, sagte Dr. Hinrich Habeck, Geschäftsführer der Life Science Nord Management GmbH. „Ein Plus von knapp 300 Millionen Euro bei der Bruttowertschöpfung und 3.300 Beschäftigte mehr in den vergangenen zwei Jahren zeigen, dass sich die Branche in Schleswig-Holstein und Hamburg positiv entwickelt. Vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung sind seit dem Jahr 2014 über 1.000 zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.“ Die Studie wurde von Life Science Nord in Auftrag gegeben, von WiFOR erstmals für das Jahr 2014 durchgeführt und nun für das Jahr 2016 aktualisiert.

Gesundheitsbranche ist eng mit der Region verflochten

Die Studienergebnisse machten vor allem die Ausstrahlwirkung des Nord-Clusters im Bereich der Erwerbstätigen deutlich: „Die knapp 50.000 Erwerbstätigen in der Life Science-Branche sichern weitere rund 13.800 Arbeitsplätze bei Vorleistern des Clusters und durch die Wiederverausgabung ihrer Einkommen weitere 12.600 Arbeitsplätze in der Gesamtwirtschaft der Region“, erläuterte Benno Legler, Forschungsleiter Gesundheitswirtschaft des Wirtschaftsforschungsinstituts WiFOR.

Innovativer Health Innovation Port als Veranstaltungsort

Die Entwicklung der Branche hängt maßgeblich von ihrer Innovationskraft ab. So hatte der Veranstaltungsort Symbolcharakter: Im kürzlich eröffneten Health Innovation Port, gegründet von Philips und der Techniker Krankenkasse, arbeiten Start-ups und bereits etablierte Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich zusammen, um mit innovativen Ideen den Gesundheitsmarkt zu revolutionieren. Es ist Hamburgs erster Co-Working-Hub mit Fokus auf Health-Themen. Mittlerweile nutzen bereits elf Start-ups den HIP und seine Infrastruktur.

Von Ernährungstechnologie bis Virtual-Reality-Lernplattform

Im HIP hat sich mitunter das junge Unternehmen Gaia Nutrition angesiedelt, das eine digitale Ernährungslösung im Bereich der medizinischen Prävention entwickelt. Dies soll in Form eines individuellen Ernährungsplans geschehen, der sich automatisch generiert. Dahingegen richtet sich die von Onelife Health entwickelte App Femisphere an werdende Mütter und ist digitaler Schwangerschaftsratgeber sowie Mutterpass zugleich. Das Start-up VIREED steht hingegen für „Virtual Reality Education“ und will die Möglichkeiten von Virtual Reality für die medizinische Ausbildung nutzen. Frei nach dem Prinzip Learning by Doing sollen Lernsimulationen entwickelt werden, die bei der Ausbildung oder Weiterbildung helfen.
sb/kk

Quellen und weitere Informationen
www.lifesciencenord.de
www.healthinnovationport.de
www.wifor.de
www.gaia-nutrition.de
www.onelife.me
www.vireed.de

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.