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„Philips HealthWorks Startup Program“: So werden Visionen Realität  - © Yvonne Scheller

Philips HealthWorks Startup Program für klinische Innovationen

300 internationale Startups hatten sich für den Health Accelerator beworben. 6 vielversprechende Gründer wurden ausgewählt - und jetzt vorgestellt

„Celebration of Innovation“ nannte Darren Adams, Head of Strategy, Marketing and Operations bei Philips HealthWorks, den „Breakthrough Day“, der am vergangenen Donnerstag (17. Mai) den Abschluss des Philips Startup-Programms zum Thema Kardiologie darstellte. 300 internationale Startups hatten sich für den 12-wöchigen Health Accelerator beworben. Ausgewählt wurden schließlich sechs vielversprechende Gründer-Teams, die im Health Innovation Port (HIP) auf dem Philips Campus in Hamburg-Fuhlsbüttel von Philips-Experten, führenden Klinik-Mitarbeitern und Gesundheitsfachleuten bei der Weiterentwicklung ihrer jeweiligen Unternehmensidee unterstützt wurden. Erstmals fand das international ausgerichtete Programm, mit dem Philips neue Lösungen für das Gesundheitswesen entwickeln und bis zur Marktreife vorantreiben möchte, in Hamburg statt.

Philips HealthWorks Startup Program: Von der Idee bis zur Marktreife

„Eine Vision Realität werden zu lassen“, darum gehe es im „Philips HealthWorks Startup Program“, betonte Alberto Prado, Head of Philips HealthWorks. Denn eine gute Idee allein sei kein Garant für eine erfolgreiche Markteinführung. Mehr als 90% aller Health Startups blieben Studien zufolge dabei auf der Strecke, bedauerte er in seiner Rede. Den sechs ausgewählten Gründerteams soll dieser Misserfolg nach Möglichkeit erspart bleiben. Mit allen sechs wolle Philips intensive Gespräche führen. „Wir werden genau schauen, welche Unterstützung bei welchem Startup die Sinnvollste ist, um die Idee Realität werden zu lassen“, erklärte Dr. Peter Vorländer, HealthWorks Innovation Lead bei Philips.

Sechs Startups stellen ihre klinischen Innovationen vor

Zudem hatten die Startups beim „Breakthrough Day“ Gelegenheit, sich durch Speed-Pitches sowohl der Philips Geschäftsleitung als auch weiteren potentiellen Partnern und Investoren zu präsentieren. Die Bandbreite der vorgestellten Innovationen war groß – von einer Software, die eine maßgebliche Verbesserung der Versorgungsqualität und Patientensicherheit in Kliniken erlaubt (Cognuse, Estonia) über eine weitere, die die Anzeichen eines plötzlichen Herzstillstands erkennt und Ärzten damit wertvolle Zeit zum Handeln verschafft (Transformative AI Limited, GB) bis zu einer Software, die die automatische Regulierung des Blutzuckerspiegels bei Intensiv-Patienten sicherstellt (Admetsys Boston, Massachusetts).

Das britische Startup Oxford Heartbeat wiederum setzt eine Kombination aus prädiktiven Berechnungen, Big Data und KI ein, um präzisere und sicherere Operationsmethoden bei Stentimplantationen zu erlauben, während BIOMODEX lebensechte Organe im 3D-Drucker herstellt, die in der präoperativen Planung und beim Training für Chirurgen vor komplizierten Operationen eingesetzt werden können. Das in Paris und Boston ansässige Startup führt aktuell Gespräche mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), über den Einsatz seiner Produkte.

northh medical: Fetale Herzbildgebung mittels MRT

Eine Ausgründung aus dem UKE ist das 2017 gegründete Startup „northh medical“. „Wir ermöglichen fetale Herzbildgebung mittels Magnetresonanztomografie (MRT)“, erläutert Co-Founder Dr. Fabian Kording. Bislang wird das MRT in der vorgeburtlichen Diagnostik vor allem bei Fragestellungen rund um das Gehirn und Fehlbildungen eingesetzt, allerdings nicht bei der vorgeburtlichen Diagnose von Herzfehlern. „Dies liegt vor allem daran, dass die MRT-Bildgebung langsam ist und das Herz eines Fötus sehr schnell schlägt.

Um eine diagnostische Bildqualität zu erreichen muss die Bildaufnahme mit der Herzbewegung synchronisiert werden“, erklärt Kording. Dazu hat northh medical ein Ultraschall-Gerät entwickelt, das im MRT die Herzbewegung des Herzens aufnimmt, die Herzaktion erkennt und damit eine Synchronisation mit dem MRT ermöglicht. northh medical hofft sein Gerät im kommenden Jahr auf den Markt bringen zu können, „und natürlich sehr gern in Zusammenarbeit mit Philips.“

Das nächste Philips HealthWorks Startup Program ist auch schon geplant. In der zweiten Jahreshälfte wird es um künstliche Intelligenz in der Radiologie gehen.
ys/kk

Weitere Informationen:
www.healthworks/StartupProgram
www.healthinnovationport.de
www.northh.de
www.biomodex.com
www.cognuse.com
www.transformative.ai
www.oxfordheartbeat.com
www.admetsys.com

Royal Philips

Royal Philips ist ein internationaler Anbieter im Bereich der Gesundheitstechnologie. Sitz der Philips Deutschland-Zentrale ist Hamburg. Das Unternehmen ist führend in diagnostischer Bildgebung, bildgestützter Therapie, Patientenmonitoring und Gesundheits-IT sowie bei Gesundheitsprodukten für Verbraucher und in der häuslichen Pflege. Philips beschäftigt etwa 74.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte mit seinem Gesundheitstechnologie-Portfolio nach eigenen Angaben 2017 einen Umsatz von 17,8 Milliarden Euro.
Weitere Informationen:
www.philips.de

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