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Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) © Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

Personalausstattung in der Pflege hat sich verbessert

97 % der Hamburger Krankenhäuser halten die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung in pflegeintensiven Bereichen ein. Ausweitung auf alle Abteilungen geplant

Seit dem 1. Januar 2019 schreibt die bundesweit eingeführte Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung (PpUGV) für den Einsatz von Pflegepersonal in pflegeintensiven Bereichen im Krankenhaus Untergrenzen vor. Dazu zählen für die Abteilungen Geriatrie (Altersmedizin), Intensivmedizin, Kardiologie und Unfallchirurgie. Die Auswertung der” Angaben von 21 Hamburger Krankenhäusern ergab für das zweite Quartal 2019 die Einhaltung dessen in rund 97 Prozent der Fälle – im ersten Quartal waren es 90 Prozent. In den Bereichen der Intensivmedizin sowie der Kardiologie werden die Vorgaben zu 100 Prozent erfüllt. So zeigt die Verordnung positive Auswirkungen auf die Personalausstattung der Hamburger Krankenhäuser. Lediglich fünf Kliniken konnten die Vorgaben zu den Personaluntergrenzen im 2. Quartal 2019 zeitweise nicht erfüllen.

Pflegepersonal-Vorgaben für das gesamte Krankenhaus geplant

Die Auswertung belege, dass die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung ein geeignetes Instrument ist, um eine Mindestausstattung mit Pflegekräften zu garantieren und eine Verbesserung bei Krankenhäusern mit zu niedriger Pflegeausstattung zu bewirken. „Ziel muss es aber sein, dass alle Hamburger Krankenhäuser in allen pflegesensitiven Fachbereichen mindestens die Vorgaben zu 100 Prozent erfüllen – sie aber am besten übertreffen“, so Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks. Dasselbe gelte für die Pflegepersonal-Vorgaben für das gesamte Krankenhaus, die ab 2020 in Kraft treten werden.

Nichteinhaltung soll künftig Konsequenzen haben

Der Nachweis, dass die Untergrenze eingehalten wird, erfolgt auf Basis der durchschnittlichen monatlichen Anzahl der Patienten je Pflegekraft, getrennt nach Tag- und Nachtschichten. So werden z. B. in der Intensivmedizin die Vorgaben eingehalten, wenn im Monatsdurchschnitt auf eine Pflegekraft nicht mehr als 2,5 Patienten und nachts maximal 3,5 Patienten kommen. Ab dem Jahr 2020 sollen die Nichteinhaltung der Pflegepersonaluntergrenzen zu Vergütungsabschlägen bzw. Fallzahlreduzierungen führen. Zudem müssen Abweichungen von den Krankenhäusern ab 2021 in ihren Qualitätsberichten veröffentlicht werden.
cf/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de

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