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Futur2Festival © Malte Metag

Klimafreundlich feiern und Initiative gegen Mikroplastik

Nachhaltiges Futur2Festival findet dieses Jahr erneut statt. Senat will Verbot von Mikroplastik in Kosmetika erwirken

Nur 30 Gramm Müll pro Besucher, 74 kWh aus Solarenergie, 4 kWh Ökostrom aus Muskelkraft: Das ist die Ökobilanz des Futur2Festivals aus Mai 2018. Ermöglicht wurde dies durch ein innovatives Festivalkonzept, das Energieautarkie und Nachhaltigkeit ins Zentrum stellte. Das Event in Hamburg-Rothenburgsort war, unterstützt von der Behörde für Umwelt und Energie und dem Bezirk Mitte, ein gelungener Test und wird am 25. Mai 2019 erneut stattfinden. Nutzerfreundliche Checklisten für Veranstalter und Gastronomen sollen Klimaschutz und Nachhaltigkeit bei Events noch mehr verankern.

Solarenergie und Muskelkraft erzeugen Strom

„Mit dem Festival im Elbpark Entenwerder haben wir bewiesen, dass Feiern, Spaß, gute Musik und Klimaschutz zusammenpassen. Als Behörden haben wir den Pioniergeist der Veranstalter gern unterstützt, am Ende standen beeindruckende Zahlen. Außerdem wollen wir die Ergebnisse auch für andere Veranstalter und Events nutzbar machen und Organisatoren und Verwaltung aktiv darauf hinweisen, wie sich ohne großen Mehraufwand nachhaltige Events auf die Beine stellen lassen”, sagt Umweltsenator Jens Kerstan.

Bundesratsinitiative für Verbot von Mikroplastik in Kosmetika

Darüber hinaus verzeichnet Hamburg einen weiteren Vorstoß in Sachen Nachhaltigkeit: In vielen Kosmetikprodukten verwenden die Hersteller winzige Kunststoffteilchen, zum Beispiel als Hautpeeling-Perlen. In Kläranlagen können diese nicht vollständig herausgefiltert werden und gelangen so in Gewässer und Nahrungsketten. Der Senat hat am 13. Februar eine Bundesratsinitiative beschlossen, um über die Länderkammer ein Verbot der Plastikteilchen in Kosmetika zu erwirken.
js/sb

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de/futur2festival
www.hamburg.de/mikroplastik

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