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UKE Campus Forschung (N27) © Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)

Förderung für drei UKE-Projekte zur gesundheitlichen Versorgung

Für mehr Gesundheitskompetenz: diese Projekte der UKE-Versorgungsforschung werden vom Bund mit 1,8 Millionen Euro gefördert

An wen kann ich mich mit welchen Beschwerden wenden? Wo finde ich die nächste Notfalleinrichtung? – Laut einer Studie der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz weist etwa jeder zweite Hamburger eine „niedrige Gesundheitskompetenz” auf. Dabei umfasst der Begriff Gesundheitskompetenz die Fähigkeit, Informationen zur gesundheitlichen Versorgung zu finden, zu verstehen, zu beurteilen und anwenden zu können, damit im Alltag Entscheidungen zur Förderung oder Sicherung der eigenen Gesundheit getroffen werden können. Um diese Fähigkeit zu verbessern, befasst sich das Hamburger Netzwerk für Versorgungsforschung (HAM-NET) am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) mit drei Projekten zur gesundheitlichen Versorgung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert diese Vorhaben mit 1,8 Millionen Euro.

Gesundheitskompetenz: Maßnahmen identifizieren

Mit dem Projekt ‚Gesundheitskompetente Organisationen in Hamburg’, wollen die Forscher herausfinden, welchen konkreten Maßnahmen es bedarf, um die Gesundheitskompetenz zu verbessern. „Ich setze mich sehr dafür ein, dass die Menschen in Hamburg einfache Zugänge zu den passenden Gesundheitsangeboten erhalten und ich freue mich, wenn es mit dem neuen Forschungsprojekt des UKE möglich sein wird, gute Beispiele für gesundheitskompetente Organisationen aufzuzeigen“, sagte Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Notfallversorgung und psychische Erkrankungen

In den anderen Forschungsprojekten des HAM-NET geht es um die Notfallversorgung sowie um psychische Erkrankungen. Für das Vorhaben ‚Notfallversorgung in Hamburg – Wissen, Überzeugungen und Inanspruchnahme in der Bevölkerung’ sollen rund 2.400 Personen befragt werden. Ziel ist, etwas über das Wissen und die Inanspruchnahme der Notfallversorgung der Allgemeinbevölkerung in Hamburg zu erfahren, um daraus Maßnahmen zur Steigerung der Notfallkompetenz ableiten zu können. Darüber hinaus soll das Forschungsvorhaben ‚Transfer von gestuften und integrierten Versorgungsmodellen bei psychischen Erkrankungen’ förderliche sowie behindernde Faktoren bei der Einführung von neuen Ideen für die Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen identifizieren.

Hamburger Netzwerk für Versorgungsforschung

Das am UKE angesiedelte Hamburger Netzwerk für Versorgungsforschung (HAM-NET) will Strukturen für innovative und praxisnahe Forschung schaffen, die die Versorgung von Patienten verbessert. Dafür verbindet das Netzwerk nach eigener Aussage 36 Akteure der Gesundheitsversorgung und Versorgungsforschung in Hamburg. Dazu zählen Forschungseinrichtungen, Krankenkassen, Patientenorganisationen, ambulante und stationäre Versorger, Berufsverbände, Unternehmen sowie Politik und Verwaltung aus dem Gesundheitsbereich. HAM-NET ist eines von vier Netzwerken, das vom BMBF in einem bundesweiten Ausschreibungsverfahren zur Strukturförderung ausgewählt wurde und nun mit 1,8 Millionen Euro gefördert wird.
js/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.uke.de
www.ham-net.de
www.hamburg.de/gesundheitskompetenz

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