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Airsense Analytics: Unsichtbaren Gefahren auf der Spur

Das Schweriner Unternehmen hat sich mit Gefahrstoffdetektoren im Bereich der Sicherheit und des Katastrophenschutzes weltweit einen Namen gemacht

Airsense Analytics, Hersteller für Gefahrstoffdektoren hat sich in Bezug auf Sicherheit weltweit einen Namen gemacht. Das Unternehmen aus Schwerin in der Metropolregion Hamburg liefert die mobile Technik, die chemische Bedrohungen oder Sprengstoffe erkennt, bevor es zu einem eventuellen Desaster kommt.

Mit handlichen Gasdetektoren lassen sich die unterschiedlichsten Substanzen in der Luft aufspüren. Nicht nur im Sicherheitsbereich, sondern auch im Umweltschutz, in der Logistik oder in der Luftfahrt ist die Technologie anwendbar. Dafür ist das Unternehmen weltweit bekannt und hat 2013 für seine wirtschaftlichen Erfolge den IHK Exportpreis erhalten.

Erfahrung bis in den Weltraum

Als am 19. Dezember 2012 eine Sojus Trägerrakete ins All startete, um Astronauten zur ISS zu bringen, war auch eine elektronische Nase von Airsense Analytics Teil der Mission. Diese E-Nose sollte dazu dienen, die Belastung durch Bakterien und Pilze im Inneren der Raumstation zu messen, die eine erhebliche Gefahr für Besatzung und Technik der Station darstellen. Die über 3 Jahre laufenden Messungen waren ein Projekt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt. Airsense Analytics lieferte dafür die Kerntechnologie. Das handliche Analysegerät erlaubt es den Astronauten, im sogenannten Service Modul der ISS umfangreiche Messungen vorzunehmen.

Sicherheitsplus für die Olympischen Spiele

Im Winter 2014 zählte Airsense Analytics zu den Ausrüstern der Olympischen Winterspiele in Sotchi am Schwarzen Meer. Dabei wurde vor allem das Gas Detector Array (GDA) eingesetzt. Das Gerät steht in Ausführungen für verschiedene Gase zur Verfügung und kann in Sekundenschnelle die Industriegifte und Kampfstoffe erkennen. In Russland waren an 12 Standorten im ganzen Land 70 solcher Geräte im Einsatz. Auch für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 entschieden sich die Veranstalter für GDA-Analysegeräte aus Schwerin. Hier sorgten insgesamt 120 Geräte für die Sicherheit der Besucher.

Gefahrenabwehr beim G20 Gipfel

Der G20 Gipfel 2017 in Hamburg war gewissermaßen ein Heimspiel für die Gasdetektor-Spezialisten der Metropolregion. Hier kam eine neueste Variante des Gas Detector Array zum Einsatz. Das Gerät in Form eines kompakten Handstaubsaugers kann nach Herstellerangaben bis zu 44 verschiedene Gefahrstoffe auf einmal analysieren. Früher war die Feuerwehr bei solchen Einsätzen mit jeweils einem Prüfröhrchen pro Gefahrstoff unterwegs. Mit dem GDA genügt demnach ein Knopfdruck und wenige Augenblicke später stehe fest, ob es gefährliche Substanzen gibt.

Schadstoffen auf der Spur

Airsense Analytics beteiligt sich an zahlreichen Forschungsprojekten. Ein typisches Beispiel sei das Projekt „Ionenmobilitäts- und SERS-Spektrometrie“ des Netzwerks für Produkt- und Prozesssicherheit. Dabei ging es um die Entwicklung mobiler und hochsensitiver Analysegeräte für die Bereiche Gassensori, Gefahrstofferkennung und Life Science. Beim Projekt VAMINAP hingegen geht es um die Erkennung von pharmazeutischen Substanzen und Kunststoffen im Wasserkreislauf. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt und hat das Ziel, Klärwerke bei der Beseitigung von kleinsten Schadstoffen zu unterstützen.

In einem weiteren Projekt arbeitet Airsense Analytics mit Lufthansa Technik in Hamburg zusammen. Bei dem Projekt geht es um die frühzeitige Erkennung von Geruchsursachen in der Kabine. Dadurch sparen Servicetechniker wertvolle Zeit, da zum Beispiel beschädigte Komponenten gezielt erkannt und ausgetauscht werden können. Airsense Analytics ist ein typisches Beispiel für ein mittelständisches Unternehmen in der Metropolregion Hamburg, das eigentlich nur Experten ein Begriff ist, aber weltweite Bedeutung hat.
sw/mb/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.airsense.com
www.ihk.de

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