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Deutsche Allianz für Meeresforschung (DAM) © Matt Hardy/Unsplash

Startschuss für Deutsche Allianz für Meeresforschung

Bund und norddeutsche Länder vereinbaren Aufbau des Verbunds deutscher Meeresforschungs-Einrichtungen

Kräfte bündeln: Der Bund und die norddeutschen Länder, darunter auch Hamburg, haben am Donnerstag (18. Juli 2019) eine Vereinbarung zum Aufbau der Deutschen Allianz Meeresforschung (DAM) unterzeichnet. Damit soll eine der weltweit größten marinen Forschungsallianzen ins Leben gerufen werden. Ziel ist es, die internationale Spitzenposition der deutschen Meeresforschung weiter auszubauen, den Wissenschaftsstandort Deutschland zu stärken und einen wesentlichen Beitrag zur Erforschung des globalen Klimawandels zu leisten. Hierfür wollen der Bund und die Länder Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2022 insgesamt 56,25 Millionen Euro bereitstellen. Davon übernimmt der Bund 80 Prozent, die Länder tragen gemeinsam zu gleichen Teilen 20 Prozent bei.

Wissenschaftsstandort Hamburg stärken

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Meere und Ozeane spielen eine wichtige Rolle für die globalen Klimaprozesse.“ Daher sei es von großer Bedeutung, diese zu ergründen und zu bewahren. „Mit dem Aufbau der Allianz zur Meeresforschung wollen wir die Wirksamkeit und Sichtbarkeit stärken und weiter ausbauen. Hiervon wird auch der Wissenschaftsstandort Hamburg profitieren“, so Fegebank weiter. Mit mehr als 4.000 Beschäftigten in Norddeutschland stellt die Meeresforschung zudem einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar.

Drei Forschungseinrichtungen aus der Metropolregion Hamburg dabei

Die fünf norddeutschen Länder seien ein wesentlicher Standort der deutschen Meeresforschung. Die Anfang Juli 2019 gegründete DAM will Universitäten sowie außeruniversitäre Forschungseinrichtungen zusammenbringen und eine gemeinsame Spitzenforschung ermöglichen. Aus der Metropolregion Hamburg sind das Max-Planck-Institut für Meteorologie (MPI-M), Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung (HZG) sowie die Universität Hamburg mit dem Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) in der Allianz vertreten.

Nachhaltiger Umgang mit dem Meer im Fokus

So will die Deutsche Allianz für Meeresforschung in gemeinsamen Forschungsmissionen Handlungsoptionen für den nachhaltigen Umgang mit dem Meer entwickeln. Die ersten zwei Themen für die Pilotphase umfassen einerseits Optionen für Schutz und Nutzung mariner Räume zum Erhalt der Biodiversität und Ökosystemfunktionen und andererseits Analysen zur Zukunft mariner Kohlenstoffspeicher als Handlungswissen für die Klimapolitik. Außerdem soll die DAM das Datenmanagement und die Digitalisierung in den Meereswissenschaften unterstützen und langfristig die Nutzung der großen marinen Infrastrukturen koordinieren und optimieren.
sb

Quelle und weitere Informationen
www.hamburg.de
www.allianz-meeresforschung.de

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