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Smart Energy auf der WindEnergy Hamburg - © Hamburg Messe und Congress/Hartmut Zielke

Smart Energy auf der WindEnergy Hamburg

Global Wind Summit und Weltleitmesse zeigen die Zukunft der Produktion, Integration und Speicherung von Windstrom

Die Notwendigkeit, die Lebenszykluskosten von Windturbinen zu senken und zugleich Windenergie mit anderen intelligenten Energielösungen zu kombinieren, ist zu einem zentralen Thema der Industrie geworden. Der Global Wind Summit zeigt vom 25. bis 28. September die Zukunft von Windstrom. Zu „Smart Energy“ gehört auch die Digitalisierung sämtlicher Prozesse der Wertschöpfungskette und der Anlagenwartung mit Hilfe von Big Data. Smart Energy ist eines der zentralen Themen der Weltleitmesse WindEnergy Hamburg, die zusammen mit der globalen Konferenz von WindEurope den Global Wind Summit bildet. 1400 Aussteller aus 40 Ländern stellen in neun Hallen der Hamburg Messe ihre Innovationen vor.

Intelligenz durch Sensorik

Der Einsatz moderner Sensorik bei modernen Windturbinen nimmt zu. Sensoren erfassen Schwingungen, Temperaturschwankungen und vieles mehr. In die Hauptbestandteile von Windturbinen – Türme, Getriebe, Generatoren und Rotorblätter – integrierte Sensoren überwachen den Anlagenzustand und liefern wichtige Betriebswerte, mit deren Hilfe die Betreiber die Energieproduktion intelligent steuern können. Ein weiterer wichtiger Einsatzort für Sensoren ist der Rotorblattansatz bei großen Onshore- und Offshore-Turbinen. Hier ermöglichen sie die Erfassung der tatsächlichen Lasteinwirkung bei jeder Drehung des Rotors in Echtzeit. Zahlreiche Aussteller der WindEnergy Hamburg werden über die intelligente Nutzung von Sensordaten zur Steigerung der Anlagenleistung und -zuverlässigkeit und damit zur Senkung der Stromgestehungskosten informieren.

Neue Speichertechnologien

Der Speichertechnik kommt bei der Energiewende eine besondere Rolle zu. Die Storage Tour bündelt auf der Weltleitmesse Ausstellerangebote zu Speicherlösungen über alle Hallen hinweg. Die Konzepte unterschiedlicher Marktreife reichen von Lithium-Ionen-Akkumulatoren über Flüssigkeitsbatterien bis hin zu Druckluft- sowie Power-to-Gas- und Power-to-Liquid-Lösungen, die den erzeugten Strom zur Gewinnung eines synthetischen Kraftstoffs nutzen. Ein Smart-Energy-Hybridsystem kombiniert beispielsweise Wind- und Solar-Strom und koppelt dies mit Energiespeichersystemen. Eine andere Option ist, dies auf Ladevorrichtungen für Elektrofahrzeuge zu erweitern. Eine weitere alternative Lösung verwandelt den elektrischen Strom in Hitze, die in einem mit Steinen gefüllten isolierten Behälter gespeichert wird. Wenn der Strombedarf steigt, wird diese Hitze durch eine Dampfturbine wieder in Strom umgewandelt.

Big Data für die Optimierung des Anlagenbetriebs

Führende europäische Getriebehersteller präsentieren auf der Weltleitmesse ihre Innovationen im Bereich der intelligenten Getriebetechnik. Know-how aus Maschinenbau und Leistungselektronik wird dabei mit digitalen Technologien, Hochleistungscomputern und internetgestützten Kommunikationsportalen kombiniert. Anhand zusätzlicher Big Data von Wetterstationen oder den Elektrizitätsmärkten lassen sich die besten Zeiten für Wartungs- und Reparaturarbeiten oder den Austausch von Komponenten ermitteln. Big Data aus den eigenen Turbineninstallationen können auch für eine markenübergreifende Anlagenwartung zur Verfügung gestellt werden.

Nutzung erneuerbarer Energien außerhalb des Stromversorgungssektors

Das Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) hat es sich zum Ziel gesetzt, die Nutzung erneuerbarer Energien auf Bereiche außerhalb des Stromversorgungssektors auszudehnen, beispielsweise den Mobilitätsbereich sowie auf Industriezweige, die sehr viel thermische Energie benötigen, wie die Aluminiumhütte Trimet. Leitgedanke dieser Kopplung von Industriezweigen ist laut EEHH-Direktor Jan Rispens, dass Energie zwischen diesen drei Bereichen gleichmäßig verteilt werden sollte. „Das Norddeutsche Energiewende-Projekt NEW 4.0 ist nicht nur für den Windenergiesektor, sondern auch für große regionale Stromkunden wichtig. Das Projekt hat Vorbildcharakter für zukünftige Entwicklungen im Strommarkt“, so Rispens.
js/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg-messe.de
www.erneuerbare-energien-hamburg.de

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