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Wirtschaftssenator Michael Westhagemann und Flughafenchef Michael Eggenschwiler © Michael Penner/Flughafen Hamburg GmbH

Norddeutsche Wirtschaft setzt auf Wasserstoff

Handelskammern legen Positionspapier zur Wasserstoffnutzung in den Küstenländern vor. Internationales Wasserstoff-Symposium in der Handelskammer Hamburg

Die norddeutschen Handelskammern unterstützen die Wasserstoffnutzung in den nördlichen Bundesländern. Das Netzwerk der zwölf norddeutschen Industrie- und Handelskammern (IHK Nord) übergab am Mittwoch (18. September 2019) ein Positionspapier zum Ausbau der Wasserstoffwirtschaft an Hamburgs Wirtschafts- und Verkehrssenator Michael Westhagemann.

Wasserstoff für die Energiewende

Wasserstoff gilt als sinnvoller Energiespeicher, um die Energiewende in Deutschland voranzutreiben. Norddeutschland will dabei eine Vorbildfunktion übernehmen, denn neben Solarstrom kann hier insbesondere der Windstrom genutzt werden. „Der Erfolg der Energiewende entscheidet sich zweifellos in Norddeutschland und wird ohne Wasserstoff nicht möglich sein“, sagte Friederike Kühn, Vorsitzende der IHK Nord, bei der Übergabe des Positionspapiers am Flughafen Hamburg.

Zusammen mit Senator Westhagemann und Diana Rickwardt, Vizepräses der Handelskammer Hamburg, sah sich Kühn auf dem Hamburger Flughafen eine mobile Tankstelle sowie einen neuen Gepäckschlepper an, der von einer Wasserstoff-Brennzelle angetrieben wird. Der Hamburger Flughafen soll bis 2021 klimaneutral arbeiten. „Wir freuen uns sehr, dass unser Engagement auf lokaler, norddeutscher und bundespolitischer Ebene dem Wasserstoff jetzt politisch zum Durchbruch verhilft“, sagt Michael Eggenschwiler, Chef des Hamburger Flughafens und Vorsitzender der Hamburg Wasserstoff-Gesellschaft: „Der windreiche Norden übernimmt dabei eine Schlüsselrolle bei Energiewende und Klimaschutz.“

Ökologische und ökonomische Bedeutung

Die Industrie- und Handelskammern fordern in ihrem Positionspapier unter anderem Wasserstoff als Alternative zur Elektromobilität einzusetzen. Aktuell sei die Elektrolyse von Wasserstoff noch zu teuer, denn der Strompreis enthält die EEG-Umlage zum Ausbau der erneuerbaren Energien. In Zukunft soll er von den Umlagen befreit werden. „Der Aufbau einer innovativen, grünen Wasserstoffwirtschaft hat außer der ökologischen Bedeutung auch eine wesentliche ökonomische Dimension für Norddeutschland“, sagte Senator Westhagemann. „Die Etablierung neuer Wertschöpfungsketten wird zu neuen Geschäftsfeldern bei Bestandsunternehmen, Neuansiedlungen von Unternehmen und Unternehmensgründungen in der Region führen.“

Akteure der internationalen Wasserstoffwirtschaft in Hamburg

Die Handelskammer Hamburg veranstaltet vom 23. bis zum 24. Oktober 2019 eine internationale Wasserstoff-Veranstaltung – das „International Hydrogen Symposium. Begleitend findet in den Räumlichkeiten der Handelskammer eine Ausstellung rund um die Zukunftstechnologie statt.
mt/sb/kk

Quelle und weitere Informationen
www.handelskammer-bremen.de
www.ihk-nord.de
www.h2symposium.de

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