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Unesco-Preis BNE © Deutsche Unesco-Kommission/Thomas Müller

Hamburg ausgezeichnet mit Unesco-Preis

Die Stadt Hamburg erhält für ihre lokale Klimastrategie verbunden mit globalen Nachhaltigkeitszielen den Unesco-Preis für Bildung für nachhaltige Entwicklung

Für ihr Engagement im Klimaschutz wird Hamburg der Unesco-Preis für Bildung für nachhaltige Entwicklung (Unesco-Japan Prize on Education for Sustainable Development) verliehen. Die Stadt hat die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ihre Stadtentwicklung integriert und orientiert sich mit der Initiative ‚Hamburg lernt Nachhaltigkeit‘ an den globalen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Dieses Engagement treibt vor allem die Klimaschutzziele der Stadt voran. Der Preis wird im Rahmen der Unesco-Generalkonferenz am 15. November in Paris übergeben.

Hamburg als Vorbild für andere Städte

Seit 2007 verfolgt Hamburg das Ziel, den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und setzt verstärkt auf erneuerbare Energien. Bis 2030 will Hamburg seine CO2-Emissionen um 30 Prozent und bis 2050 um 80 Prozent verringern. Dafür verbindet die Stadt ihre Klima- und Nachhaltigkeitsstrategien miteinander. „Das Projekt zeigt den ganzheitlichen städtischen Ansatz und inklusives Lernen als Antwort auf die wachsenden Herausforderungen des Klimawandels sowie zum Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele“, begründet die Jury des Unesco-Preises für BNE die Auszeichnung für Hamburg. Außerdem könne das Projekt als Vorbild für andere Städte im Kampf für den Klimaschutz dienen.

Nachhaltige Entwicklung verankert im Bildungsbereich

Im Auftrag des Senats haben Vertreter aus Verwaltung, Wirtschaft und von Nichtregierungsorganisationen gemeinsam den Hamburg BNE Masterplan 2030 entwickelt, dessen Ziel es ist, die unterschiedlichen Dimensionen von nachhaltiger Entwicklung in allen Bildungsbereichen zu fixieren und dadurch die Bildungspraxis weiterzuentwickeln. „Lokales Engagement ist ein wichtiger Treiber, um die globalen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Von der Stadt an der Elbe können auch andere Städte lernen, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in formalen und non-formalen Bildungsbereichen verankert werden kann“, sagt Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission.

Klimaschutz-Projekte

Hamburg setzt bei dem Projekt auf die Eigeninitiative der Einrichtungen. So unterstützt das Programm ‚Climate Action in Schools‘ Schulen dabei, einen eigenen Klimaschutzplan zu entwickeln. Die Schulgemeinschaft entwickelt gemeinsam eine Strategie, wie sie die eigene Schule klimafreundlicher gestalten kann. „Vor fast 15 Jahren wurde die Initiative ‚Hamburg lernt Nachhaltigkeit‘ gegründet. Hamburg war damit Vorreiter auf dem Gebiet der Bildung für nachhaltige Entwicklung. Nachhaltigkeit war in all den Jahren in Hamburg schon immer eng mit dem Thema Klimaschutz verbunden – ein Thema, das nicht nur in der Bildungsarbeit momentan wichtiger ist denn je“, so Umweltsenator Jens Kerstan. In diesem Jahr werde die Stadt den dritten Klimaplan veröffentlichen, bei dem Bürger, Wirtschaft und die Öffentlichkeit gleichermaßen Verantwortung für den Klimaschutz tragen werden.
js/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.unesco.de
www.bne-portal.de

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