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Eröffnung des Fraunhofer-Instituts für Windenergiesysteme (IWES) in Hamburg-Bergedorf, u. a. mit Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Mitte) © Ulrich Perrey

Fraunhofer-Neubau auf Energie-Campus in Bergedorf eröffnet

Das renommierte Windenergieforschungsinstitut (IWES) erweitert seine Präsenz in Hamburg-Bergedorf mit einem Prüfstand für Blattlager

Im Südosten Hamburgs werden künftig die riesigen Blattlager von Windrädern unter die Lupe genommen: Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung eröffnete am Montag (6. Mai 2019) auf dem Energie-Campus Bergedorf einen dementsprechenden Neubau für das Fraunhofer Windenergieforschungsinstitut (IWES). Hier sollen fortan Blattlager mit einem Durchmesser von bis zu sechs Metern auf 1.400 Quadratmetern Nutzfläche unter realistischen Bedingungen getestet werden.

Neuer Prüfstand für Blattlager

Durch den neuen Großprüfstand ‚Large Bearing Laboratory’ soll es möglich werden, die Widerstandsfähigkeit von Lagern vor ihrer Installation an einer Windenergieanlage für ihre komplette Betriebsdauer zu prüfen – und das in nur wenigen Monaten. Dies stellt eine besondere Herausforderung dar, weil die Winderenergieanlagen der neuen Generation über bis zu 80 Meter lange Rotorenblätter verfügen werden. Die Blattlager verbinden Nabe und Rotorblätter der Windenergieanlagen und sind so gewaltigen Kräften ausgesetzt. Mithilfe des Großprüfstands sollen Schäden und somit lange Ausfallzeiten sowie hohe Kosten verhindert werden.

Gemeinsam an Lösungen für die Energiewende arbeiten

„Mit der Ansiedlung des Fraunhofer IWES wird der Energie-Campus als führender Standort für Windenergie-Forschung in Hamburg sehr gestärkt. Gemeinsam werden wir an neuen Lösungen für die Energiewende in der Sektorkopplung arbeiten“, so Prof. Werner Beba vom Competence Center für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (CC4E) der HAW Hamburg. Das Fraunhofer IWES ist Betreiber des Prüfstandes und will die Infrastruktur gemeinsam mit dem CC4E für eine anwendungsorientierte Forschung nutzen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat hierfür 12 Millionen Euro Projektfördermittel bereitgestellt, zusätzlich hat die Freie und Hansestadt Hamburg 8,3 Millionen Euro investiert investiert.
cf/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de
www.haw-hamburg.de
www.iwes.fraunhofer.de

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