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Enyway-Geschäftsführer: Heiko von Tschischwitz (CEO), Andreas Rieckhoff und Varena Junge © Enyway GmbH

Enyway errichtet förderfreie Community-Solaranlage

Hamburger Startup will Energiewende vorantreiben: Freiflächen-Anlage wurde durch Crowdfunding finanziert – mit virtuellen Solarpizzen

Mehr als 4.000 Solarmodule auf 7.000 Quadratmetern: Das Hamburger Startup Enyway baut nach eigener Aussage die erste Freiflächen-Solaranlage Deutschlands, die vollständig durch Crowdfunding finanziert wurde. Seit Ende 2018 konnten interessierte Bürger” Solarmodule pachten und sich so einen Anteil an dem grünen Strom sichern: Mithilfe von Blockchain-Technologie wurden diese transparent und fälschungssicher in virtuelle Mini-Pakete aufgeteilt – ab der Größe eines Pizzakartons. Die Anlage wird seit dem 21. August, zusammen von Enyway und der BayWa r.e., einem Anbieter von Lösungen im Bereich Erneuerbare Energien, in Hecklingen/Sachsen-Anhalt realisiert und soll voraussichtlich in einem Monat in Betrieb gehen.

Energiewende beschleunigen

„Wir beweisen, dass die Energiewende wirtschaftlich ohne staatliche Subventionen möglich ist. Dank der vielen Käufer der virtuellen Solarpizzen, kann die Energiewende deutlich beschleunigt und über den politisch vorgegebenen Korridor hinaus entstehen“, so Varena Junge, Geschäftsführerin und Mitgründerin von Enyway. Zum Gründertrio gehören auch der Energie-Pionier Heiko von Tschischwitz und Andreas Rieckhoff, Chief Technology Officer. Enyway hat einen Blockchain-basierten Online-Marktplatz entwickelt, auf dem Ökostrom direkt vom Erzeuger angeboten wird. Für die Finanzierung der Anlage startete das Hamburger Startup im November 2018 das Produktangebot ‚change’. Kern des Angebots sei die gemeinsame Realisierung großer Solaranlagen mit Hilfe einer gemeinsamen Finanzierung durch viele Privatpersonen, die den erzeugten Strom wiederum selbst Zuhause verbrauchen. So konnte im April 2019 die Fundingschwelle erreicht werden.

1.500 Tonnen CO2 sollen jährlich eingespart werden

Die Freiflächen-Photovoltaikanlage soll über eine Gesamtleistung von 1,3 Megawatt verfügen und jährlich knapp 1,3 Millionen kWh subventionsfreien, grünen Strom produzieren. Damit würden sich rund 1.500 Tonnen CO2-Emmissionen einsparen lassen – im Vergleich zu Strom aus Braunkohle, so die Projektpartner.
cf/sb

Quelle und weitere Informationen:
www.baywa-re.com
www.enyway.com

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