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Der Recup-Becher im "Moin Hamburg"-Design - © Recup GmbH

Ein einheitlicher Coffee-to-go-Pfandbecher für Hamburg

Nach Aufruf im Kampf gegen die Pappbecherflut: Umweltsenator Jens Kerstan stellt Recup als Partner für einen einheitlichen Kaffee-Pfandbecher vor

Hamburg bekommt einen einheitlichen Kaffee-Pfandbecher für den Unterwegs-Genuss. Nachdem die Stadt Hamburg im Februar dazu aufrief, Konzepte für ein einheitliches Pfand- und Rücknahmesystem einzureichen, fiel die Wahl auf den Anbieter Recup. Das Unternehmen bekommt als Starthilfe eine Zuwendung von der Umweltbehörde. Der Becher aus robustem, recycelbarem Kunststoff hat eine Lebensdauer von mehr als 500 Spülgängen, kann gegen eine Pfandgebühr von einem Euro ausgeliehen und bei jedem teilnehmenden Café zurückgegeben werden. Recup betreibt sein Pfandsystem für Kaffeebecher bereits in mehreren Städten.

Einheitliches Pfandsystem gegen die Pappbecherflut

Hamburg will die Masse der Wegwerfbecher reduzieren: 2016 wurde in der Kantine der Umweltbehörde ein Mehrwegbecher eingeführt, diverse Behörden und Unternehmen zogen mittlerweile mit eigenen Bechern nach. Seit Ende 2017 gibt es im Rahmen der Kehrwieder-Aktion in fast 300 Hamburger Cafés, Läden und Bäckerei-Filialen einen Rabatt von 10 bis 30 Cent für Kunden, die ihren eigenen Mehrwegbecher mitbringen. Jens Kerstan, Umweltsenator, erklärt: „Das neue Pfandsystem ist ein entscheidender Beitrag, um die Menge der Wegwerfbecher weiter zu verringern. Ich hoffe, dass sich viele Caféhaus-Ketten, Bäckereien und Läden an das Recup-System anschließen werden.“ Roman Witt, Projektleiter beim Kaffeeanbieter el rojito, der bereits mit einigen Hamburger Cafés ein Pfandsystem unterhält und nun vom Beginn an bei Recup in Hamburg mit dabei ist: „Wir haben schon lange darauf gewartet, dass es ein einheitliches System für Hamburg gibt. Klar, dass wir dabei mitmachen und unsere Partner an Bord holen.”

Ein Euro Pfand und Preisvorteil

Das Prinzip ist denkbar einfach: Kaffeegenießer kaufen ihren To-go-Kaffee im Pfandbecher, hinterlegen einen Euro Pfand für den Becher und erhalten gegenüber dem Kaffee im Einwegbecher zusätzlich einen Preisvorteil. Leere Becher können deutschlandweit bei allen Recup-Partnern wieder abgeben werden. Die Becher werden vor Ort gereinigt und anschließend direkt wieder im System eingesetzt. Für den Überblick steht die Recup-App zum Download bereit – mit dem kürzesten Weg zum nächsten Recup-Partner und Koffein-Nachschub. Kaffeeanbieter zahlen als Gebühr für die Systemnutzung einen Euro pro Tag/Standort an Recup und erhalten ihre Becher zum Pfandpreis von ebenfalls einem Euro.

Recycelbare Kunststoffbecher made in Germany

Das Münchener Startup hat seit seiner Gründung 2016 sein Pfandsystem in 11 deutschen Städten etabliert und ist insgesamt in Cafés in 30 Städten mit rund 850 Anbietern vertreten. Mit München und Berlin ist Hamburg die dritte deutsche Großstadt, die mitmacht. Es sind derzeit 250.000 Becher im Umlauf. Für Hamburg gibt es eine spezielle Edition.
sb/kk

Quellen und weitere Informationen
www.recup.de
www.hamburg.de/kehrwieder

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