Hamburg-News-Erneuerbare-Energie-Windrad-Feld
Die Freie und Hansestadt Hamburg will der Müllflut durch ein Mehrwegpfandbechersystem entgegenwirken - © Behörde für Umwelt und Energie

Ausschreibung für ein pfandgestütztes Mehrwegbechersystem

Bis zum 23. Februar können sich Unternehmen um eine Anschubfinanzierung bewerben. Rund 300 Hamburger Cafés, Kantinen und Bäckereien machen bei Kampagne mit

Die Behörde für Umwelt und Energie hat es sich zum Ziel gesetzt, das Müllaufkommen durch Einweggeschirr, wie Coffee-to-go-Becher, zu verringern. Die im November 2017 von der Freien und Hansestadt Hamburg initiierte Kehr.Wieder-Kampagne gewährt Kundinnen und Kunden, die für Heißgetränke einen eigenen Becher mitbringen, einen Rabatt. Zu den teilnehmenden Unternehmen zählen bereits 276 Hamburger Cafés, Kantinen und Bäckereien. Nun hat es sich die Stadt Hamburg zum Ziel gesetzt, ein übergreifendes Mehrwegbechersystem einzuführen und sucht nach einem privaten Betreiber für ein Pfand- und Rücknahmesystem. Bewerbungsschluss ist der 23. Februar 2018.

Jetzt Konzept für ein einheitliches Pfand- und Rücknahmesystem einreichen

Jens Kerstan, Umweltsenator, zieht nach 100 Tagen Bilanz und wagt einen Ausblick: “Millionen Wegwerfbecher landen jährlich nach kürzester Nutzung im Müll – das ist ärgerlich und eine in vielen Fällen vermeidbare Verschwendung von Ressourcen. Die Hamburger Kehr.Wieder-Allianz bietet mit dem Becherrabatt eine überzeugende Möglichkeit, die Umwelt zu schonen und davon sogar finanziell zu profitieren. Im nächsten Schritt wollen wir ausloten, wie in Hamburg ein Pfand- und Rücknahmesystem mit einem einheitlichen Becher auch für den spontanen Genuss unterwegs umgesetzt werden kann.” Hierfür können sich Unternehmen ab sofort mit ihrem Konzept für ein privat getragenes pfandgestütztes Mehrwegbechersystem bewerben. Die Anschubfinanzierung wird einmalig bis zu 30.000 € umfassen. Wichtige Bewerbungskriterien, wie z. B. ökologische und funktionale Aspekte, sind hier zu finden.

Erster Schritt gegen die Einwegbecher-Flut in 2016

Bereits 2016 hatte die Umweltbehörde im Bistro des Wilhelmsburger-Behördenhauses die Wegwerfbecher aus Pappe verbannt und einen Mehrwegbecher aus Porzellan eingeführt – so werden im Jahr rund 15.000 Pappbecher vermieden. Dieses Beispiel hat bislang in zahlreichen Firmen- und Behördenkantinen Nachahmer gefunden.
sb

Quelle und weitere Informationen
www.hamburg.de/bue/
www.hamburg.de/kehrwieder/

Weitere Artikel

  • Es gibt keine älteren Artikel in dieser Kategorie.
  • Es gibt keine neueren Artikel in dieser Kategorie.