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17. Hamburger Offshore Windkonferenz in Hamburg

Die Offshore Windindustrie befindet sich weltweit auf dem Vormarsch. Neue Märkte für deutsche Unternehmen

Die Offshore-Windindustrie setzt sich weltweit immer mehr durch – deutsche Unternehmen entdecken zunehmend Märkte in Asien und in Nord- und Südamerika. Industrievertreter betonen die Bedeutung von Offshore als verlässlichen Pfeiler in einem zunehmend von erneuerbaren, abhängigen Energiesystem. Die 17. Hamburg Offshore Wind Conference (HOW) am 7. und 8. April 2020 im Empire Riverside Hotel, gemeinsam ausgerichtet vom DNV GL und dem Cluster Erneuerbare Energien Hamburg, steht unter dem Motto ‚Ready for takeoff – The global offshore upswing’.

Windenergie vorantreiben

„2020 ist ein wichtiges Jahr für Offshore Wind in Europa. Im Zuge des von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen und nun umzusetzenden European Green Deal wird der Offshore-Windenergie eine Schlüsselrolle für die Dekarbonisierung unseres Kontinents zukommen. Bis 2050 plant die Europäische Kommission folglich mit einer Gesamtkapazität von bis zu 450 Gigawatt in den europäischen Gewässern, um den wachsenden Bedarf an grüner Energie in Europa stillen zu können”, so Gunnar Groebler, Senior Vice President Business Area Wind bei Vattenfall und Experte bei der politischen Podiumsdiskussion am Abend des 7. Aprils.

Der Ingenieur Groebler verantwortet seit 2015 den Windbereich im Vorstand von Vattenfall, nach Stationen unter anderem in den Bereichen Wasserkraft und Erneuerbare bei Vattenfall. Seit 2019 ist er außerdem Präsident des europäischen Windverbandes WindEurope.

Konzept für Grünstrom

“Für Deutschland bedeutet dies nicht nur, dass zügig Maßnahmen getroffen werden müssen, um der endlich beschlossenen 20-Gigawatt-Ambition für 2030 gerecht zu werden. Politik und Wirtschaft müssen heute auch damit beginnen, den Ausbau der Offshore-Windenergie über 2030 hinaus vorzubereiten. Und dazu gehört nicht zuletzt ein Konzept für die angemessene Integration des auf hoher See erzeugten Grünstroms in ein weitgehend dekarbonisiertes Energie- und Wirtschaftssystem“, so Groebler weiter.

Experten diskutieren

Auf der politischen Podiumsdiskussion diskutieren mit Moderator Daniel Münter Gunnar Groebler, Senior Vice President, Head of Business Area Wind, Vattenfall, Prof. Dr. Hermann Held, Exzellenzcluster Klimaforschung Universität Hamburg, und Prof. Dr. Claudia Kemfert, DIW Berlin. Außerdem beinhaltet das Konferenzprogramm einen Dialog zum bevorstehenden Übergang für etliche Windparks von der hohen zur niedrigeren Vergütungsstufe des Stauchungsmodells, eine Session zu Business Cases deutscher Unternehmen auf der internationalen Bühne, Vorträge zur Verbindung von Offshore und Wasserstoff sowie die Verleihung des zweiten Offshore Innovation Awards. Unternehmensvertreter wie Andreas Nauen, CEO Offshore Business, Siemens Gamesa Renewable Energy, und Achim Berge Olsen, COO, WPD, treten als Sprecher auf.

Erneuerbare Energien Hamburg

Im Industrienetzwerk Erneuerbare Energien Hamburg engagieren sich rund 200 Unternehmen aus der Branche der erneuerbaren Energien für die Umsetzung der Energiewende. Dazu gehören Hersteller, Projektentwickler, Geldgeber und Forschungsinstitute aus der Metropolregion Hamburg. Zu den wichtigsten Projekten mit Beteiligung des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg gehören das vom deutschen Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanzierte Projekt ‚Norddeutsche EnergieWende 4.0’ sowie das EU-Interreg-Projekt ‚Northern Connections’.
js/kk

Quelle und weitere Informationen:
Zum Programm
www.dnvgl.com

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