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Weihnachtsmarkt Jungfernstieg - © www.mediaserver.hamburg.de / C. O. Bruch

Weihnachtsmärkte locken wieder in die Hamburger Innenstadt

Ob mit "Strip-Engeln", traditionellem Kunsthandwerk oder maritimen Flair – der Handel setzt auf die Anziehungskraft der Vorweihnachtszeit

Am Hamburger Jungfernstieg duftet es seit dieser Woche nach gebrannten Mandeln, Glühwein und traditionellem Schmalzgebäck. Der „Weiße Zauber“ – der seinen Namen eleganten Pagodenzelten statt traditioneller Holzhütten verdankt – ist einer der zahlreichen Hamburger Märkte, die am Montag ihre Pforten für die diesjährige Adventszeit öffneten. Rund sechs Millionen Gäste besuchen Jahr für Jahr allein die 16 Weihnachtsmärkte im Innenstadtbereich. Daneben stehen unzählige kleinere Adventsmärkte, die oftmals an einem einzelnen Wochenende für vorweihnachtliche Stimmung sorgen. Und auch in der Metropolregion gibt es jede Menge individuelle Weihnachtsmärkte zu entdecken.

Drag-Queens & “Strip-Engel”

Die meisten Weihnachtsmärkte öffneten ihre Tore am 21. November – nicht so Santa Pauli, Hamburgs “geilster Weihnachtsmarkt”. Hier wurde die Adventszeit bereits am 17. November und zwar mit keiner anderen als der Kult-Drag-Queen Olivia Jones eingeläutet. Santa Pauli kombiniert konventionelle Weihnachtstradition mit frivolem Kiezleben. Ausgelassen gefeiert wird mit heißen Engeln im Santa Pauli Strip-Zelt und in der Pink Christmas Disco der Wunderbar Hamburg. Noch mehr „sexy Weihnachtsstimmung“ verströmt „Winter Pride“. Initiativen aus der lesbisch-schwulen Community stehen nicht nur am Glühwein-Zapfhahn, sondern auch für Gespräche bereit. Am Wochenende sorgen verschiedene Showacts für Stimmung.

Vom Hutmacher bis zum Bernsteinschleifer

Traditioneller geht es auf dem „Roncallis Historischem Weihnachtsmarkt“ vor dem Hamburger Rathaus zu. Liebhaber von klassischem Lebkuchen und aufwendigem Kunsthandwerk kommen hier auf ihre Kosten. Rund 80 Händler bieten hier ihre Waren an – vom Hutmacher über den Glasbläser bis zum Laternenmacher oder Bernsteinschleifer. Den Stylefaktor hat der Weihnachtsmarkt in der HafenCity. Der Markt am Überseeboulevard punktet mit dem einem prunkvollen Weihnachtsbaum, Eisbahn und einer großen Laser-Show mit Feuerwerk am 26. November.

Schnack mit Kollegen zum Feierabend

Die Nähe zum Hafen und die Verbindung zur Alster sorgen beim Weihnachtsmarkt auf der Fleetinsel für maritimes Flair. Verstärkt wird diese Atmosphäre durch zwei Segel-Oldtimer aus dem Museumshafen Övelgönne, die für die Adventszeit am Fleetkai anlegen. Kulinarisch bietet der Markt vor allem Deftiges, wie nordischen Grünkohl mit Mettenden und Speck, Spanferkel und Kartoffelpuffer.

Auf dem Weihnachtsmarkt am Gänsemarkt sorgt Sänger Jojo Cumbana mit mehreren Auftritten in der Adventszeit für gemütliche Stimmung. Der traditionsreiche Markt rund um das Lessingdenkmal lockt mit Flammkuchen, Feuerzangenbowle und traditionellem Kunsthandwerk. Dank seiner zentralen Lage ist der Weihnachtsmarkt am Gänsemarkt auch für einen Schnack mit Kollegen zum Feierabend sehr beliebt.

Besuch der Hamburger City wird zum Erlebnis

In der Hansestadt gehört die Weihnachtszeit traditionell zu den besucherstärksten Wochen des Jahres. Für den Hamburger Einzelhandel zählen November und Dezember zu den umsatzstärksten Monaten des Jahres. Die Umsätze könnten in Norddeutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (nominal) um bis zu 2,5 Prozent steigen, so die Prognose des Handelsverband Nord. Dies würde einem Umsatz von rund 7,5 Milliarden Euro für die Monate November und Dezember entsprechen. “Mit den zahlreichen Weihnachtsmärkten wird der Besuch der Hamburger City zum Erlebnis und damit wieder konkurrenzfähiger zum Online-Geschäft”, sagt Brigitte Nolte, Geschäftsführerin der Geschäftsstelle Hamburg vom Handelsverband Nord.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg-tourism.de
www.hamburg.de/weihnachtsmarkt
www.hvnord.de

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