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Urlaubstrends 2017: Sommer, Sonne, Strand und Sicherheit

Die Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen hat die Urlaubstrends 2017 untersucht. Sicherheit wird vielen Touristen immer wichtiger

In Deutschland haben die Sommerferien begonnen. Mehr als die Hälfte der Bundesbürger ist bereits verreist und plant noch zu verreisen. Zwischen Ostsee und Bayern in den deutschen Tourismusregionen, in den Süden nach Spanien und Italien oder auch in ganz anderen Regionen. Welche Art des Reisens die Bundesbürger dabei besonders schätzen und welche sie als zukünftige Urlaubstrends erwarten, hat die Hamburger Stiftung für Zukunftsfragen untersucht.

Dabei lässt sich beobachten, dass die Sicherheit auf Reisen ein entscheidendes Kriterium ist. „Für Urlauber ist Sicherheit eine Grundvoraussetzung des Reisens“, so der Wissenschaftliche Leiter der Stiftung, Professor Dr. Ulrich Reinhardt. „Gerade in unsicheren Zeiten wollen Reisende – wenn auch nur gefühlt – die Gewissheit haben, sich jederzeit sicher vor Ort bewegen zu können. Die alte Glücksformel Sommer, Sonne, Strand wird somit um einen vierten Aspekt erweitert: Sicherheit.“

Nachhaltiger Tourismus im Trend

Im Trend bleibt auch der Familienurlaub, allerdings mit abnehmender Bedeutung. Stimmten vor zehn Jahren noch mehr als drei Viertel dieser Aussage zu, sind es aktuell gut zwei Drittel. Als möglichen Grund nennt die Stiftung die wachsende Zahl der Singles und Kinderlosigkeit, die zunehmend auch die Urlaubsbranche erreichen würden. Auf Platz drei der Urlaubstrends liegt nachhaltiger Tourismus. Ein hohes Umweltbewusstsein zeigt sich bereits seit Jahren in zahlreichen Bereichen des Alltags (z.B. bewusste Ernährung, Energiesparen, Recycling). 63 Prozent sind daher sicher, dass zukünftig auch in den besten Wochen des Jahres viele Bundesbürger auf kontrollierte Umweltqualität und intakte Natur achten werden. 

Norddeutschland wird als Tourismusregion immer beliebter

In Norddeutschland und Hamburg wächst die Tourismusbranche. Die IHK Nord hat bei einer Umfrage mehr als 1.000 Betriebe des Gastgewerbes und der Reisewirtschaft in den fünf norddeutschen Bundesländern zu deren konjunktureller Lage in der ersten Jahreshälfte 2017 befragt. Demzufolge hält die positive Stimmungslage im Gastgewerbe an und erreicht wie im zurückliegenden Herbst einen sehr guten Indexwert des Konjunkturklimas von 134 Punkten. Die Reisewirtschaft zeigt mit 128 Punkten, dass sich die Lage positiv entwickelt und das Geschäft mit den Urlaubsreisen steigt. „Ganz besonders erfreulich ist, dass die Anzahl unserer Gäste im Norden weiter ansteigt“, erklärt Dr. Wolfgang Blank, Vorsitzender der IHK Nord.

Hotelauslastung in Hamburg

Insgesamt 6,6 Millionen Gäste sorgten im Jahr 2016 für 13,3 Millionen Übernachtungen in Hamburg. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dieses Ergebnis einem Zuwachs von 5,5 Prozent oder 692.000 Übernachtungen. Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, sieht spannende Entwicklungsperspektiven: „Wir konnten im letzten Jahr rund 290.000 Menschen mehr als im Vorjahr für Hamburg begeistern. Dahinter stecken unzählige Geschichten und Bilder, die von den Akteuren der Tourismuswirtschaft kommuniziert wurden, um neue Gäste für Hamburg zu begeistern. Die Gäste wiederum teilen ihre Erlebnisse persönlich oder über die sozialen Netzwerke und sind somit die glaubwürdigsten Botschafter. Auch Besucher, die aufgrund von Tagungen und Kongressen nach Hamburg kommen, verlassen die Stadt als wichtige Multiplikatoren für ihre jeweilige Branche und kommen gegebenenfalls aus privatmotiviertem Anlass erneut in die Hansestadt.”
mm/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.stiftungfuerzukunftsfragen.de

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