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Picasso  - © Courtesy of the artist and Petzel, New York.

Picasso in der Kunst der Gegenwart

Anlässlich ihres 25-jährigen Bestehens zeigen die Deichtorhallen Hamburg im Frühjahr 2015 die groß angelegte Ausstellung "Picasso in der zeitgenössischen Kunst"

Zeitgleich zum 25-jährigen Jubiläum der Deichtorhallen jährt sich mit dieser Schau die erstmalige Präsentation von Picassos »Guernica« als bedeutendste Antikriegsikone der Moderne in Deutschland mit den damaligen Stationen München, Köln und Hamburg zum sechzigsten Mal. Die hochkarätige Schau zu Picasso und seinen Folgen für die Kunst versammelt rund 160 Leihgaben von 79 internationalen Künstlerinnen und Künstlern und wird in einer beeindruckenden Rauminszenierung auf über 3.000 qm Ausstellungsfläche präsentiert.

Warum Picasso?

In der Geschichte der Kunst gibt es keinen Künstler, dessen unerhörter, immer wieder beschworene Form- und Ausdruckskraft jemals soviel Aufmerksamkeit gewidmet wurde wie der Picassos − kein Künstler des 20. Jahrhunderts genießt in der öffentlichen Wahrnehmung so große Beachtung wie Picasso − kein anderer moderner Künstler lockt weltweit Millionen von Besuchern in Ausstellungen. Picasso verkörpert die Kunst des 20. Jahrhundert. Dieses von den Deichtorhallen Hamburg über zwei Jahre wissenschaftlich erarbeitete Projekt nimmt eine Untersuchung der Auswirkungen und Folgen von Picasso auf die Gegenwartskunst vor, die bis heute weit unterschätzt werden. Die daraus resultierende Ausstellung wird dabei kein einziges Original von Pablo Picasso enthalten − zugleich ist Picasso als Inspirationsquelle in allen Werken präsent.

Heutige Künstler messen sich an Picassos Werk

Wie sich in den teils euphorischen Reaktionen der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler zeigt, trifft die Ausstellung einen Nerv, der deutlich die Aktualität und Notwendigkeit einer Aufarbeitung der künstlerischen Picasso-Rezeption zeigt. Dabei haben alle für die Ausstellung ausgewählten Künstlerinnen und Künstler Eines gemein, nämlich ihren Willen, sich mit Picasso und seinem Werk zu messen, mit seiner listigen Intelligenz, dem Kämpferischen, seinem Genius. Künstler wie Martin Kippenberger oder David Hockney, Hanne Darboven, John Stezaker oder Cindy Sherman verfolgen grundlegend unterschiedliche künstlerische Ansätze und reagieren doch alle gleich intensiv auf Picassos epochales Werk und seine Über- macht in der Kunstwelt.

Von Paul Klee bis Asger Johns

Die Ausstellung »Picasso in der zeitgenössischen Kunst« bringt somit Licht in den Wandel der künstlerischen Rezeption von Picassos Werken, die 1914 mit dem Gemälde Hommage à Picasso von Paul Klee ein- setzt. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt allerdings auf den letzten 50 Jahren künstlerischen Schaffens einsetzend mit Werken von Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Claes Oldenburg, Asger Jorn und Jasper Johns. Die große Sinnlichkeit und schier unerschöpfliche Imaginationskraft, die Spannbreite von Picassos Werk zwischen Abstraktion und Figur, künstlerischer Kreativität und politischer Anklage fordern diese Künstler teilweise noch im Wettbewerb mit dem Jahrhundertgenie zu Lebzeiten − zu besonders spannungsreichen Dialogen mit dem Phänomen Picasso heraus.

Andererseits enthält die Ausstellung zahlreiche neue, eigens für diese Ausstellung produzierte Arbeiten beispielsweise von Thomas Houseago, der Künstlergruppe Gelitin, Robert Longo oder John Stezaker sowie noch nie gezeigte Entdeckungen wie z.B. die Frühwerke von Jonathan Meese, die sich explizit auf Picasso beziehen.

Die Ausstellung wird vom 17. März bis 12. Juli als spektakuläre Eröffnungspräsentation in der aufwendig sanierten und modernisierten Halle für aktuelle Kunst zu einem besonders bedeutenden Ereignis.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.deichtorhallen.de

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