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MKGTurnhalle - © KPW Papay Warncke und Partner Architekten

Museum für Kunst und Gewerbe erhält Millionenspende

Großzügige Spende aus der Wirtschaft ermöglicht Revitalisierung der historischen Turnhalle für Ausstellungen und Events. Auch der Bund unterstützt die Baumaßnahme

Durch eine großzügige Spende von Dr. Michael und Christel Otto in Höhe von 500.000 Euro kann das Museum für Kunst und Gewerbe im Jahr 2015 mit der Reaktivierung der historischen Turnhalle einen weiteren großen Schritt in die Zukunft machen und seine inhaltliche Neuausrichtung auch baulich umsetzen. Dr. Michael Otto, Unternehmer und Aufsichtsratsvorsitzender der Otto Group: „Die historische Turnhalle wird künftig wieder zentraler Ausgangspunkt des Gebäudes werden und dem Museum eine neue Attraktivität verleihen. Meine Frau und ich sind begeistert und freuen uns, dieses Projekt unterstützen zu können.“

Millionenprojekt: Nutzbarmachung der einstigen Schulsporthalle

Der ehemals lichtdurchflutete monumentale Raum im Zentrum des 1876 als Schule konzipierten Gebäudes ist zurzeit nur in historischen Fotografien erfahrbar. In den 1950er Jahren wurde der höchste Raum des Hauses durch eine Betondecke geteilt. Seitdem ist die Mittelachse verbaut und der großzügige Eindruck der Zweiflügelanlage verloren. Die beiden dadurch entstandenen Ausstellungsebenen sind nicht barrierefrei, der Besucherfluss ist erheblich beeinträchtigt. Jetzt wird die Zwischendecke entfernt, der attraktive Raum wieder geöffnet und damit ein Beitrag im Sinne einer einladenden, besucherorientierten Nutzung des Hauses geleistet. Der Bund beteiligt sich mit 300.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm V an dem Millionenprojekt. Die Stiftung Denkmalpflege Hamburg steuert 200.000 Euro zur Wiederherstellung der historischen Gebäudestruktur bei.

Finale der Renovierung

Dieser abschließende Schritt zur Restrukturierung des MKG wird vom Denkmalschutz unterstützt und empfohlen. Die Sachverständigen bewerten das Gebäude als einzigartiges und ausdruckstarkes Baudenkmal der deutschen Kunstgewerbebewegung des 19. Jahrhunderts und betonen die historische Verbindung von Schule und Museum. Als einziges Museum seiner Art residiert das MKG noch heute in seinem angestammten Haus. Mit der für November 2015 geplanten Fertigstellung der Historischen Turnhalle wird die 2009 begonnene Neuausrichtung des MKG abgeschlossen.

Wirtschaft für Kultur

Das Engagement Hamburger Bürger für das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg hat eine lange Tradition. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die große Schenkung von zehn Millionen DM für Umbaumaßnahmen und Verbesserungsprojekte von Harold Hartog (1910-2007). Mit den Mitteln des Vorstandsvorsitzenden des Unilever-Konzerns wurde die Erschließung des Mitteltrakts wirkungsvoll begonnen. Zwischen 2000 und 2006 wurden das Souterrain mit Anbindung an den Neubau, die Terrassenanlage zum Spiegelsaal sowie die Direktions- und Verwaltungsräume, Sanitäranlagen und Schließfächer eingerichtet bzw. erschlossen und für den Publikumsverkehr gewonnen. Die jetzt in Angriff genommenen Maßnahmen verstehen sich als Fortschreibung dieser Maßnahmen, die den heutigen Anforderungen an Barrierefreiheit und verantwortungsvollem Umgang mit Energie Rechnung tragen.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.mkg-hamburg.de

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