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MKG - © Susann Rutscher

MKG setzt Erfolg mit über 225.000 Besuchern im Jahr 2014 fort

Museum für Kunst und Gewerbe hat mit populären, interessanten und kritischen Themen einen weitreichenden, hervorragenden Ruf aufgebaut

Mit mehr als 225.000 Besuchern hat das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) auch im vergangenen Jahr seine erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortgesetzt. Bei einem Durchschnittsalter von 45,6 Jahren hat sich das Publikum des Hauses noch einmal verjüngt. Damit liegt das MKG unter dem Mittelwert der norddeutschen Kunstmuseen mit 49 Jahren.

Vielfältige Themen stoßen auf großes Interesse

Besucher und Medien bewerten das Haus als diskussionsfreudig, publikumsorientiert und offen für komplexe und kontroverse Fragen. Das MKG lotet seine Chancen und Möglichkeiten als Museum für angewandte Kunst aus und entwickelt immer wieder erfolgreiche Sonderausstellungen aus seinen Sammlungen wie “Mythos Chanel” (43.000 Besucher) oder “Krieg und Propaganda 14/18”, in der sich 38.000 Besucher über die Rolle der Massenmedien im Ersten Weltkrieg und ihre Bedeutung für heute informieren. Besonders große Aufmerksamkeit erzielt auch die Ausstellung “Raubkunst?”, in der das MKG erstmals umfassenden Einblick in die Provenienzforschung zur eigenen Sammlung gibt. Die Schau “Fette Beute” wurde wegen des großen Interesses bis zum 8. Februar verlängert. Auch die zahlreichen Publikationen zu den Ausstellungen und das umfangreiche Buch zu den Sammlungen des MKG spiegeln das neue Profil des Hauses.

Themen mit aktuellem Bezug aus dem reichen Fundus

Museumsdirektorin Prof. Dr. Sabine Schulze: „Unsere Sammlung ist ein Fundus, aus der wir immer wieder neue Themen von aktueller Bedeutung schöpfen können. Wir wollen zeitgemäße Fragen stellen, neugierig machen und Zugänge für die verschiedensten Besucher bieten. Auch in diesem Jahr freuen wir uns auf viele interessante Projekte.“ Gleich im Februar beginnt eine große Publikumsausstellung über die Bedeutung und Geschichte des Tattoo, die an den Erfolg der Mikroskulpturen von Willard Wigan in 2014 anknüpft. Mit Fast Fashion greift das MKG erneut ein kulturkritische Thema auf. Wie auch schon Endstation Meer (2013) beleuchtet die Ausstellung die negativen Seiten der Konsumgesellschaft und setzt sich mit den Schattenseiten der globalen Mode- und Textilindustrie auseinander.

Intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung

Ein wichtiger Schwerpunkt in 2015 bleibt die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung. Am 12. April stellt das MKG seine Sammlung islamischer Kunst in neuer Konzeption vor. Im Zusammenspiel mit zeitgenössischen Arbeiten zur muslimischen Kultur will die Neueinrichtung den Islam als kulturelle Größe und Weltreligion in seiner historischen, geografischen und sozialen Vielfalt erfahrbar machen.

Auch mit der Neupräsentation seiner Jugendstil-Sammlung und einer begleitenden Ausstellung ab 16. Oktober will das MKG einen neuen Zugang wagen. Die Präsentation erzählt von einer Epoche der Aufbrüche, von Reformbewegungen, Kulturpessimismus und früher Konsumkritik, die bemerkenswerte Parallelen zur Situation der heutigen Gesellschaft aufzeigt.

Restaurierung historischer Foto-Kunst

Dass Sammlungsobjekte auch gepflegt, restauriert und fachgerecht gelagert werden müssen, bleibt oft der Öffentlichkeit verborgen. 2015 Jahr kann das MKG dank großzügiger Unterstützer im Rahmen der Initiative Kunst auf Lager die Restaurierung empfindlicher historischer Foto-Objekte und die Einrichtung eines Depots realisieren. Auch der Beitrag des MKG zur diesjährigen Triennale der Photographie beschäftigt sich mit dem Sammeln und Teilen von fotografischen Bildern und der Bedeutung dieser Kulturpraktiken bis heute.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.mkg-hamburg.de

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