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© Miniatur Wunderland

Miniaturwunderland Hamburg baut weiter aus

Die größte Modelleisenbahnanlage der Welt hat Ausbaupläne für neue Bauprojekte bis in das Jahr 2020. Italien, Frankreich und England sollen als Nächstes entstehen

Zürich im Sommer 2000: Frederik Braun, einer der Gründer des Miniatur Wunderland, bekommt in einem Modelleisenbahngeschäft die Idee zur “größten Modelleisenbahnanlage der Welt”. Zusammen mit seinem Bruder entwirft er auf auf nur zwei Seiten Papier einen Business Plan samt Finanzierung für das “MiWuLa”. Und gewinnen die Hamburger Sparkassen als Geldgeber für ihr Projekt. Nach dem Baubeginn im Dezember 2000 gehen am am 16. August 2001 die ersten drei Anlagenabschnitte (Knuffingen, Mitteldeutschland und Österreich) in Betrieb. Seitdem wurde die Anlage in Hamburgs Speicherstadt kontinuierlich erweitert.

Besuchermagnet in der Speicherstadt

Mehr als zwölf Millionen haben bis Ende 2014 die Modelleisenbahn in XXl besucht, zu der heute acht Bereiche gehören: Mitteldeutschland (2001, 120 qm), Knuffingen (2001, 120 qm), Österreich (2001, 60 qm), Hamburg (2002, 200 qm), Amerika (2003, 100 qm), Skandinavien (2005, 300 qm), Schweiz (2007, 250 qm) und Knuffingen Airport (2011, 150 qm). Als Dank an den Standort Hamburg wurden 2013 als Sonderbereich die Hafencity mit der Elbphilharmonie auf neun Quadratmetern fertig gestellt. Und das mit einer ganz besonderen Atmosphäre: Zur Präsentation der Anlage gehört ein simulierter Tagesablauf, bei dem sich alle 15 Minuten Dämmerung, Nacht und Tag wiederholen. Dazu gehört eine automatische Lichtsteuerung, die die über 300.000 Lampen zur Tageszeit passend schaltet.

Feuer und Flamme für Olympia

Feuer und Flamme ist das MiWuLa auch für Olympia 2024 und unterstützt die Olympiabewerbung der Hansestadt mit einem Miniatur-Olympiastadion, das in der Europa-Passage und am Hamburger Flughafen verriet, wie olympiabegeistert Hanseaten und Hamburgbesucher sind: Jeder Besucher konnte dort seine ganz persönliche Zustimmung für die Olympischen und Paraolympischen Spiele in Hamburg zeigen – sie mussten dazu nur eine kleine Figur in die Ränge des Stadions setzten – als Symbol für einen Hamburger, der von Olympia in der eigenen Stadt träumt und sich für die Spiele in der Hansestadt engagieren möchte. Bereits zum Ende Januar 2015 war das Stadion vollbesetzt. 75.000 Menschen hatten mitgemacht, ehe das Modell auf Tour ging, um noch mehr Fürsprecher zu gewinnen.

Tor zur Welt en miniature

Wie die Hansestadt im Großen, so ist das Miniaturwunderland ein Tor zur Welt, die hinter den Backsteinmauern der Speicherstadtspeichers immer weiter wächst – und demnächst mit einer Brücke in einem Speicher jenseits des Fleets weiter wachsen will. In diesem Sommer beginnt in Hamburg der Bau von Bella Italia auf 170 Quadratmetern. 2017 soll Frankreich folgen. 130 Quadratmeter sind für die Grande Nation vorgesehen. Mitte 2019 soll der Sprung über das Fleet, pardon, den Ärmelkanal, nach England erfolgen. Und dann, träumen die Brüder weiter, geht’s nach Afrika.
him

Quelle und weitere Informationen:
www.miniatur-wunderland.de

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