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© Christian Spahrbier

Von frivol bis klassisch - Hamburger Weihnachtsmärkte öffnen

Auch Touristen kommen gern zu den stimmungsvollen Adventsmärkten. Traditionell gehört die Weihnachtszeit in der Hansestadt zu den besucherstärksten Wochen des Jahres

Die Hamburger Weihnachtsmärkte sind nordisch und traditionell, aber auch bunt und ausgefallen. Rund sechs Millionen Gäste besuchten im vergangenen Jahr allein die 15 Weihnachtsmärkte im Innenstadtbereich. Daneben stehen unzählige kleinere Adventsmärkte, die oftmals an einem einzelnen Wochenende für vorweihnachtliche Stimmung sorgen. Traditionell gehört die Weihnachtszeit in der Hansestadt zu den besucherstärksten Wochen des Jahres.

Drag-Queens & Strip-Engel

Die meisten Weihnachtsmärkte öffnen ihre Tore am 23. November – nicht so Santa Pauli, Hamburgs “geilster Weihnachtsmarkt”. Hier wird die Adventszeit bereits am 19. November und zwar mit keiner anderen als der Kult-Drag-Queen Olivia Jones eröffnet. Santa Pauli kombiniert konventionelle Weihnachtstradition mit frivolem Kiezleben. Ausgelassen gefeiert wird mit heißen Engeln im Santa Pauli Strip-Zelt und in der Pink Christmas Disco der Wunderbar Hamburg.

Pagodenzelte statt Holzbuden

Traditioneller geht es auf den beiden großen Weihnachtsmärkte in der Hamburger Innenstadt zu. Der historische Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz wird vom Zirkus Roncalli verantstaltet und steht für klassische Lebkuchen, aufwendigen Kunsthandwerk und einen eigens für den Rathausmarkt kreierten Glühwein. Rund drei Millionen Besucher zieht es Jahr für Jahr zum Rathausmarkt. Der Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg sticht mit weißen Pagodenzelten statt der gewohnten Holzbuden hervor. Deftige Bratwürste, traditionelles Schmalzgebäck und Eierpunsch lassen sich hier mit Blick auf die Binnenalster genießen.

Segel-Oldtimer und Spanferkel

Die Nähe zum Hafen und die Verbindung zur Alster sorgen beim Weihnachtsmarkt auf der Fleetinsel für maritimes Flair. Verstärkt wird diese Atmosphäre durch zwei Segel-Oldtimer aus dem Museumshafen Övelgönne, die für die Adventszeit am Fleetkai anlegen. Kulinarisch bietet der Markt vor allem Deftiges, wie nordischen Grünkohl mit Mettenden und Speck, Spanferkel und Kartoffelpuffer.

Sinnvolle Geschenke

Das Thema Nachhaltigkeit steht auf dem ökologischen Adventsmarkt Gut Karlshöhe im Mittelpunkt. Am zweiten Adventswochenende (5./6. Dezember) verwandelt sich das Hofgelände im Bramfeld zum vorweihnachtlichen Markt für nachhaltige Produkte. Es gibt viel Selbstgemachtes und alternative Geschenk-Ideen. Dazu gibt es Kutschfahrten, eine Heuhüpfburg, Live-Musik und Puppentheater. Vincent Vegan kommt mit seinem Food-Truck und bietet vegane Burger und “Curry Vurst” an.

Schwul-lesbischer Weihnachtsmarkt

Ein etwas unkonventionelleres Vorweihnachtsprogramm wird im Stadtteil St. Georg geboten. Der Winter Pride ist der größte schwul-lesbische Weihnachtsmarkt Norddeutschlands. Vereine und Gruppen aus der lesbisch-schwulen Community – wie etwa die Volksparkjunxx, das JungLesbenZentrum oder die AIDS-Seelsorge – präsentieren sich vor Ort. Von montags bis donnerstags stehen die Initiativen nicht nur am Glühwein-Zapfhahn, sondern auch für Gespräche bereit. Am Wochenende sorgen Showacts auf großer Bühne für Stimmung.
ca/kk

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de

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