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Hamburg bleibt auch 2015 der Hotspot der Hotellerie

Internationale Hotel-Betreiber und -Investoren schützen den boomenden Hotelmarkt. 24 Hotels mit 4.200 Zimmern im Bau

Hamburg ist so attraktiv für Hotelbetreiber und Investoren wie kaum ein anderer deutscher Hotelmarkt und beliebter als die bayrische Hauptstadt. Alle wichtigen Performancewerte liegen an der Elbe deutlich über dem deutschen Durchschnitt. in den 348 Beherbergungsbetrieben mit ihren ingesamt 52.500 Betten, die beim Amt für Statistik Nord gelistet sind, legte die Zahl der Hotelgäste von Januar bis Oktober 2014 um 2,3 Prozent auf 5,1 Millionen Gäste zu; die Zahl der Übernachtungen im gleichen Zeitraum um 2,6 Prozent auf 10,147 Millionen. Die durchschnittliche Zimmerrate sank um 0.1 Prozent auf 102 Euro, der durchschnittliche Ertrag pro verfügbarem Zimmer stieg in Hamburg laut STR Global auf 80 Euro.

Sehr gefragt: Wohnungen mit Hotelservice

Groß im Kommen sind in der Hansestadt die in Deutschland bislang sehr verlässigten Angebote im Segment “Serviced Apartments”. Zu den Wegbereitern gehört hier die finanzstarke Ascott-Gruppe aus Singapur, die jüngst an der Elbe ein komfortables Serviced-Apartment-Hotel der Marke Citadines mit 127 Studios und Apartments eröffnete. Ebenfalls in Singapur daheim ist die Gruppe Frasers Hospitality, die in der Hansestadt die denkmalgeschützte Oberfinanzdirektion in einen luxuriöses Suitenhotel mit 140 Wohnungen und Studios einrichten will. Ohne Service bieten die 2014 bereits eröffneten SMARTments Geschäftsreisenden möblierten Wohnraum auf Zeit. Insgesamt sind, so eine Übersicht der Hamburg Tourismus GmbH, 24 Hotel-Neubauprojekte mit insgesamt mehr als 4.200 Zimmern in Hamburg in der Planung, Entwicklung oder im Bau. Zehn davon sollen allein 2015 eröffnen, darunter die Marc’O City Appartments “Neuländer Quarree” mit 100 Zimmern.

Deutliche Angebotserweiterung im Drei- und Viersternebereich

Dominierte in den vergangenen Jahren der Ausbau im Budgetbereich, wird derzeit bevorzugt in der gehobenen und luxuriösen Hotellerie investiert. Einige der Highlights stellt unsere Übersicht vor:

• 25h Guesthouse Altes Hafenamt (50 Zimmer)
• Innside Melia Hamburg HafenCity (205 Zimmer, 4 Sterne)
• Grand City Hotel Hamburg (300 Zimmer, 3 Sterne): Anfang 2015
• Marc’O City Appartments “Neuländer Quarree” (100 Zimmer): März 2015
• Ramada Hammerbrook (256 Zimmer, 4 Sterne): September 2015
• Sporthotel Othmarschen (276 Zimmer), 3 Sterne): Mitte 2015
• Sir Nikolai Hotel Hamburg (94 Zimmer, 4 Sterne S): 3. Quartal 2015
• Stadthaushotel Hafencity (90 Zimmer, 3 Sterne): Mitte 2015
JUFA Campus Futura HafenCity (220 Zimmer, 3 Sterne): Dezember 2015

Auch für private Investor ist der Hamburger Hotelmarkt äußerst reizvoll. So errichtet der Hamburger Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne am Standort des ehemaligen Hotel Interconti für rund 100 Millionen Euro am rechten Alsterufer bis 2016 die Nobelherberge „The Fontenay“ mit 130 Zimmern und Suiten, Gourmetrestaurant und großem Spabereich mit Infinity Pool. Am linken Alsterufer wechselte das traditionsreiche Hotel Atlantic erst kürzlich den Besitzer. Asklepioschef Bernard grosse Broermann will mit dem von Kempinski gemanagten 245-Zimmer-Hotel Synergien für seine Hamburger Kliniken erzielen.
him

Quelle und weitere Informationen:
Übersicht über geplante Hotelprojekte in Hamburg: www.hamburg-tourism.de/fileadmin/redaktion/Monitoring/141217_Hotelprojektliste_DEUTSCH.pdf

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