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Evolutioneum - © gmp

Ein "Evolutioneum" für Hamburg

Herbstworkshop 2015 der Academy for Architectural Culture: Wie könnte ein Museum der Zukunft für Hamburg aussehen? Internationale Architekten referieren

Der Herbstworkshop 2015 der Academy for Architectural Culture befasst sich unter dem Titel „Evolutioneum“ mit Entwürfen für ein Museum der Zukunft in Hamburg. Mit dem Titel verbindet sich weit mehr als nur die Renaissance des alten Hamburger Naturkundemuseums, das bis zu seiner Zerstörung im Jahr 1943 zu den größten und meistbesuchten Museen in Deutschland zählte. Zwar werden die geretteten Sammlungen einen Großteil der Exponate des Evolutioneums ausmachen, entstehen soll jedoch vor allem eine neue und einzigartige Symbiose aus Forschung, Sammlung und Ausstellung, vereint in einem Gebäude, das attraktive Ausstellungen bietet und zugleich als ein hochprofessionelles, wissenschaftliches Forschungslabor arbeitet. Nicht zuletzt durch diese Symbiose wird beim Besucher ein Bewusstsein dafür geweckt, in welchem Maße der Blick zurück auf die Evolution zugleich eine Zukunftsvision sein kann.

Ausstellungsbereiche für alle Sinne

Die Workshopaufgabe geht auf eine Initiative der Universität Hamburg zurück und basiert auf einem Raumprogramm, das im Austausch mit dem Centrum für Naturkunde (CeNak) entwickelt wurde. Einen Schwerpunkt in dem didaktischen Gesamtkonzept bilden dabei Ausstellungsbereiche, die alle Sinne ansprechen. Zweiter Kernpunkt ist die Erarbeitung eines internen, nicht öffentlichen Forschungsclusters. Als vermittelndes drittes Element zwischen beiden Polen dient der umfangreiche, kompakt magazinierte Sammlungsteil. Dieser wird nicht nur unmittelbar der Forschungsarbeit zur Verfügung stehen, sondern darüber hinaus dem Besucher faszinierende Einblicke gewähren.

Zwei Standorte im Gespräch

Als Standorte des Evolutioneums bieten sich gegenwärtig zwei kontrastreiche Szenarien an: zum einen das historische Gebäude des ehemaligen Fernmeldeamtes direkt im urbanen Kontext des Stadtteils Rotherbaum. Durch seinen großmaßstäblichen Typus und direkte Nähe zum Campus der Universität wäre es für eine bedeutende kulturelle Nutzung prädestiniert. Zum anderen wäre die westliche Kaispitze des Baakenhafens in der HafenCity für einen zeichenhaften, exponierten Museumsbau am Wasser geeignet.

Workshop mit internationalen Teams

Der erste Teil des Workshops befasst sich mit dem Neubau am Wasser. Ziel des Workshops sind Entwürfe, die sich dezidiert mit dem Charakter des Standortes auseinandersetzen und für die Vision des Evolutioneums einen adäquaten architektonischen Ausdruck formulieren, der für die weitere, reale Umsetzung von Nutzen sein kann. Die Teilnehmer des Workshops werden in internationalen Teams zusammenarbeiten. Die Ergebnisse werden nach Abschluss des Workshops in einer Ausstellung gezeigt.

Öffentliche Veranstaltungen im Rahmen des Workshops

Donnerstag, den 17. September, 19 Uhr
Bernhard Karpf (Richard Meier & Partners, New York, Los Angeles): “Building with Light –Richard Meier & Partners Museum Projects”

Dienstag, den 22. September, 19 Uhr
Prof. Uwe R. Brückner (Atelier Brückner, Stuttgart): “Scenography – or how much “Museum” Nature desires”

Donnerstag, den 24. September, 19 Uhr
Prof. Ivan Reimann (Thomas Müller Ivan Reimann Architekten, Berlin): “Weiterbauen”

Mittwoch, den 30 September, 19 Uhr
Prof. Max Dudler (Max Dudler, Berlin, Zürich, Frankfurt): “Kontinuität”

Alle Veranstaltungen finden in der aac auf dem Campus Rainvilleterrasse, Rainvilleterrasse 4, in Hamburg statt. Der Eintritt ist frei.
him

Anmeldung erbeten unter www.aac-hamburg.de/anmeldung.html oder via E-Mail an contact@aac-hamburg.de

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