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Pride Week - © Stephanie Paepke

Ein Zeichen für Vielfalt: Hamburg ist Rainbow-City

Die Hansestadt schließt sich mit internationalen Partnern zusammen. Pride Week startet an diesem Wochenende

Hamburg ist am Donnerstag dem Rainbow-Cities-Netzwerk beigetreten. Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, unterzeichnete die entsprechende Erklärung im Gästehaus des Senats. Ziel des internationalen Zusammenschlusses von 32 Städten ist es, gemeinsam ein Zeichen für Liberalität, Toleranz und Offenheit zu setzen und ein Bekenntnis für die Gleichberechtigung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI) abzulegen. Für Freiheit und Gleichstellung steht auch die Pride Week, die an diesem Wochenende in Hamburg beginnt.

300.000 Besucher zur Pride Week erwartet

„Von dem Städtenetzwerk werden in Zukunft viele politische und gesellschaftliche Impulse ausgehen, die den Gedanken des selbstbestimmten und gleichberechtigen Lebens in Europa stärken werden“, sagte Senatorin Fegebank. Neben Städten wie Wien, Amsterdam und Madrid sind auch deutsche Städte wie zum Beispiel Berlin, Köln und München Teil des Netzwerks.

Über das Bekenntnis der Stadt dürften sich auch die Teilnehmer der Pride Week, die an diesem Wochenende in Hamburg startet, freuen. Vom 30. Juli bis 7. August werden rund 300.000 Besucher erwartet, um unter dem Motto „Normal ist, wer Menschen achtet“ sexuelle Freiheit in Hamburg zu feiern. Das Finale der Eventwoche bildet der 36. Christopher Street Day (CSD).

Für mehr Toleranz am Arbeitsplatz

„Das diesjährige Hamburger CSD-Motto ist ein ernstes Statement in einer herausfordernden Zeit. Es hat nach dem schrecklichen Mordanschlag von Orlando eine traurige Aktualität erhalten“, erklärt Stefan Mielchen, Erster Vorsitzender von Hamburg Pride e.V.

Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger betont im Vorfeld der Pride Week die Wichtigkeit von Toleranz in Unternehmen: „Leider machen immer noch viel zu viele Schwule, Lesben, Bi-, Trans- und intersexuelle Menschen Erfahrungen mit Diskriminierungen und Benachteiligungen am Arbeitsplatz. Deswegen brauchen wir in den Betrieben ein starkes ‚Diversity Management‘, das zu mehr Offenheit beiträgt.“
ca

Quellen und weitere Informationen:
www.hamburg.de
www.hamburg-pride.de
www.hamburg.dgb.de

Über das Rainbow-Cities-Netzwerk

Die wichtigsten Ziele des Rainbow-Cities-Netzwerks sind LSBTI-Menschen gesellschaftlich stärker mit einzubeziehen und die Sichtbarkeit von LSBTI-Themen zu erhöhen. Jede Partnerstadt verpflichtet sich im Rahmen des Netzwerkes eine aktive LSBTI-Gleichstellungspolitik zu machen und LSBTI-Themen in ihre allgemeine städtische strategische Ausrichtung einzugliedern. Zudem benennt jede Stadt einen Vertreter oder eine Vertreterin der öffentlichen Verwaltung, die die Stadt in dem Netzwerk vertritt und an regelmäßigen Treffen teilnimmt. Weitere Informationen unter www.movisie.com

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