Titel Tourismus neu
Lasst die Spiele beginnen! - © TwistedRooms

Die erste Escape Games Week noch an diesem Wochenende in Hamburg

Das Spiele-Erlebnis im Team entwickelt sich zu einem wachsenden Indoor­ Freizeit-Trend. Immer mehr Anbieter auch in der Hansestadt

Ein Attentat ist geplant. Genau eine Stunde bleibt Zeit, um die nötigen Informationen zusammenzutragen, die dem amerikanischen Präsidenten das Leben retten. Und um die zu finden, ist Kombinationsgabe, logisches Denken und nicht zuletzt Organisationstalent und methodisches Vorgehen gefragt. Denn bei der Fülle von Indizien, die von Rätsel zu Rätsel führen, ist die Gefahr groß, sich zu verzetteln und am Zeitlimit zu scheitern. „Die Verschwörung“, heißt das Live Escape Game bei TwistedRooms. Alternativ laden „Die Mutprobe“ zum mentalen Kräftemessen mit einem irren Chirurgen ein und am 10. Oktober eröffnet „Der Angriff“, ein „Generation-4-Game“, also die höchste Schwierigkeitsstufe.

Meistens ausgebucht

Hinter TwistedRooms steht Heiko Fuchs, der die „Offline“-Spiele vor neun Monaten am Cremon, gleich gegenüber der Speicherstadt, eröffnet hat. Er kooperiert mit den anderen Indoor-Freizeitanbietern in der Hafencity, wie den Hamburg Dungeons, dem Dialog im Dunkeln oder dem Miniatur Wunderland. Die Geschäfte gehen gut, „am Wochenende sind wir oft ausgebucht, in der Woche erreichen wir eine Auslastung von etwa 70 Prozent”, erklärt der „Chief Entertainment Officer“. Wer Pech hat und keinen freien Slot mehr bei TwistedRooms findet, den schickt Fuchs auch gern zur Konkurrenz. Auch wenn oft angenommen wird, dass alle Erlebnisse heute digital oder virtuell sein müssen, gibt es offenbar eine Sehnsucht nach „realen“, analogen oder „live“ Erlebnissen.

„Live Escape Games haben sich zu einem echten Trend der Indoor­Freizeitanbieter entwickelt. Aber damit es weitergeht, müssen die örtlichen Anbieter zusammenarbeiten und immer neue, technisch und spielerisch anspruchsvolle Escape Rooms entwickeln.“ Denn ein guter Raum mache Lust auf den nächsten und Live Escape Games sind ein “bislang deutlich unterschätzter Tourismus-Magnet“, findet Fuchs.

Erste Escape Game Week Deutschlands

Um den neuen Trend bekannter zu machen, hat Fuchs die erste Escape Game Week Deutschlands ins Leben gerufen. Neun Orte in ganz Hamburg mit 33 Räumen auf insgesamt 2.080 Quadratmetern laden vom 3. bis 9. Oktober zum Spielen ein. Mit dabei etwa: Hidden in Hamburg, Adventure Team, Big Break Hamburg oder das Mystery House in Hamburg-Harburg. Darüber hinaus haben sich die Spieleentwickler der einzelnen Escape Room-Anbieter ein „Wochenrätsel“ ausgedacht, damit während der ersten Escape Game Week auch von zu Hause aus mit gerätselt werden kann.

Über die Facebook­Seite „Escape Game Week“ findet sich jeden Tag ein weiteres Puzzlestück. Extra für das Event kooperiert die Interessengemeinschaft Escape Game Week Hamburg zudem mit der Facebookgruppe „Neu in Hamburg“ , die aktuell über 23.000 Mitglieder zählt und es sich zur Aufgabe gemacht hat, zugezogene Hamburger zu vernetzen. Denn es schweißt zusammen, wenn das Team (in der Regel zwei bis sechs Spieler) es schafft, aus einem Gefängnis auszubrechen, einen Nuklearangriff zu verhindern oder einen Mordfall aufzuklären.

Für Hamburger, Touristen und Unternehmen

Darum eignen sich die die Spiele auch gut als Teambuilding-Maßnahme oder gar als Assessment-Element. „In den USA werden Live Escape Games im Bewerbungsverfahren eingesetzt. Der Personalchef verfolgt die Bemühungen der Bewerber über die Kamera und kann so schnell das Alphateam identifizieren und Teamfähigkeit, Organisations- und Kommunikationsgeschick einordnen“, weiß Fuchs.

In Hamburg gibt es aktuell 14 Anbieter. „Da ist noch Luft nach oben“, ist Fuchs überzeugt. In Budapest, der europäischen Hochburg, sind es 80 und in Japan, wo der Trend vor etwa fünf, sechs Jahren entstanden ist, seien die Spielräume quasi an jeder Ecke zu finden. Stefan Klein, Leiter gamecity:Hamburg, sieht in der Hansestadt einen attraktiven Markt für weitere Anbieter, die ein Gemeinschaftserlebnis bieten. „Im Team knifflige Rätsel zu lösen, ist auf jeden Fall reizvoll. Und eine große, spektakuläre Location, die eine Vielzahl verschiedener Themen-Räume anbietet, wäre sicher eine tolle Ergänzung zum bereits vielfältigen Indoor-Freizeitangebot Hamburgs.“
ys/kk

Quelle und weitere Informationen:
www.escapegameweek.de
www.twistedrooms.com
www.gamecityhamburg

Über gamecity:Hamburg

gamecity:Hamburg ist mit über 2.000 Akteuren das größte regionale Netzwerk der Games-Branche in Deutschland. Als Projekt der Initiative nextMedia.Hamburg, kümmert sich gamecity:Hamburg um optimale Standortbedingungen in der Hansestadt. Zu den Zielgruppen zählen Entwickler und Publisher von Computer, Konsolen- und Handyspielen sowie verwandte Branchen wie die Werbewirtschaft, technische Dienstleister, Online-Agenturen und die Musik- und Filmwirtschaft aus Hamburg und Europa.

Das Netzwerk hilft Unternehmen, Kooperationen und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Darüber hinaus unterstützt gamecity:Hamburg die lokale Branche mit einem umfassenden Serviceangebot, bestehend aus Workshops, Branchentreffen, gemeinsamen Messeauftritten im In- und Ausland, Recruiting Touren, günstigen Büroflächen, Beratung für Startups sowie Qualifizierungsmaßnahmen.
www.gamecity-hamburg.de

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