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© Hamburg Tourismus GmbH

Außenminister Steinmeier übergibt UNESCO-Welterbe-Urkunde

Festakt in der Hamburger Speicherstadt. Titel sorgt auch für zunehmende Bekanntheit Hamburgs und für touristische Impulse

In einem Festakt erhielt Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz am Montag die Urkunde für das erste Weltkulturerbe der Stadt durch Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier. Am 5. Juli 2015 hatte das UNESCO- Welterbekomitee die Speicherstadt und das Kontorhausviertel mit Chilehaus in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Mit der UNESCO-Welterbe-Urkunde wird Hamburg diese Auszeichnung nun offiziell bescheinigt.

Symbol gesellschaftlicher Identität

„Ich gratuliere Hamburg und Olaf Scholz zum Welterbe-Titel. Die Speicherstadt und das Kontorhausviertel dokumentieren auf einzigartige Weise den Aufstieg Hamburgs zu einem der größten und bedeutendsten Seehäfen weltweit”, sagte Außenminister Steinmeier. “Zugleich symbolisieren sie kulturelle und gesellschaftliche Identität. Welterbe gibt Menschen Halt und Orientierung. Das gilt für Hamburgs Welterbestätten – und das gilt für bedrohte Welterbestätten wie Palmyra in Syrien. Deshalb setzt sich die Auswärtige Kulturpolitik weltweit für den Schutz von kulturellem Erbe ein.”

Bedeutsame Abschnitte der Menschheitsgeschichte

Das Welterbekomitee der UNESCO hatte im Juli 2015 auf seiner 39. Sitzung in Bonn dem Hamburger Antrag auf Aufnahme der Speicherstadt und des Kontorhausviertels mit Chilehaus in die UNESCO-Welterbeliste zugestimmt und damit den außergewöhnlichen universellen Wert der Stätte anerkannt. Nach der Begründung des Komitees sind Speicherstadt und Kontorhausviertel „ein hervorragendes Beispiel“ von Gebäuden und Ensembles, „die einen oder mehrere bedeutsame Abschnitte der Menschheits-Geschichte versinnbildlichen.“

Wahrnehmung gestiegen

„Dieser Welterbetitel ist eine große Ehre für Hamburg und wir sind uns der Verantwortung für den Erhalt dieses außergewöhnlichen Kulturerbes bewusst. Unsere Erwartungen an die Außenwirkung dieser hohen Auszeichnung wurden bisher weit übertroffen. Schon jetzt wird die lange Tradition Hamburgs als Hafenstadt mit der Ernennung zum Welterbe weltweit stärker wahrgenommen“, so Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz.

Touristische Impulse

Die Ernennung habe schon innerhalb eines Jahres vielfältige touristische Impulse ausgelöst. “Das UNESCO Prädikat und die Elbphilharmonie Hamburg sind die zentralen Kulturthemen für das Hamburger Auslandsmarketing und tragen maßgeblich dazu bei, Hamburg bekannter zu machen und das Hamburg-Bild in der Welt emotional aufzuladen“ schätzt Michael Otremba, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH, die touristische Bedeutung des Titels ein.

Hamburg bilde das Herzstück einer UNESCO-Erkundungstour in Norddeutschland: von Bremen über die Elbmetropole und Lübeck nach Wismar und Stralsund ziehe sich jetzt eine spannende Route durch die deutschen Küstenländer. Otremba: „Diese maritim geprägten historischen Altstädte sind eine große Chance für die Region, um insbesondere die Anzahl der ausländischen Gäste zu erhöhen.“

Weitere Hamburger Kandidaten

Außer dem Standort „Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus“ hat Hamburg zwei weitere Welterbe-Kandidaten. Der jüdische Friedhof Altona steht für eine Nominierung im Jahr 2017 auf der deutschen Tentativliste. Der Antrag ist derzeit in Arbeit. Bei der nächsten Fortschreibung der Tentativliste wird Hamburg auch die Hamburger Sternwarte in Bergedorf nochmals zur Aufnahme auf diese Liste anmelden.
kk

Quelle und weitere Informationen:
www.hamburg.de/weltkulturerbe
www.hamburg-tourismus.de..

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